Kommentar vom 15.06.11
InvestorGrafenstein
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Fokus: Chromebooks +++ Einnahmequelle Android +++ Google fundamental bewertet +++ Geschäftsverlauf +++ Mit Google+ gegen Facebook +++
Gliederung:

1. Das Unternehmen
2. Rückblick
3. Die Einnahmequellen von Google
3.1 AdWords
3.2 AdSense
3.3 Wie verdient Google durch Android?
4. Die Chromebooks sind da!
4.1 Was sind Chromebooks?
4.2 Was unterscheidet die Chromebooks von der Konkurrenz?
4.3 Was soll man davon halten?
5. Google fundamental bewertet
5.1 Bewertungskennzahlen
5.2 Geschäftsverlauf
6. Fazit
7. UPDATE: Oracle verklagt Google
8. UPDATE: Mit Google+ gegen Faccebook
8.1 Was ist Google+?
8.2 Was will Google damit erreichen?
8.3 Google+ vs. Facebook
8.4 Auswirkungen auf den Aktienkurs
9. Einzelnachweise
10. Zitate
11. Quellen


1. Unternehmen:

Es klingt wie ein Werbespruch für Wikipedia, ist jedoch der Unternehmenssloganfür Google:

Im Jahre 1996 entwickelten die beiden Studenten Larry Page und Sergey Brin eine Suchmaschine mit dem Namen "BackRub", sie sollte anhand von Verlinkungen die Relevanz verschiedener Websiten ermitteln, 2 Jahre später gründeten sie dann das Unternehmen Google.

Bis heute ist die Google Inc. rasant gewachsen und bietet eine Vielzahl unterschiedlicher, internetbasierter Dienste und Produkte an.
Die Haupteinnahmequelle von Google ist die gleichnamige Suchmaschine, deren Marktanteil auf über 80% geschätzt wird.
Das Unternehmen beschäftigt 26.000 Mitarbeiter (Stand 2010) und erwirtschaftete im letzten Jahr einen Gewinn von 8,505 Milliarden US-Dollar bei einem Umsatz von 29,321 Milliarden US-Dollar.
Mit einem Wert von 11,5 Milliarden US-Dollar ist Goolge hinter dem direkten Konkurrenten Apple die zweitteuerste Marke der Welt. [2]

2. Rückblick

Im letzten Jahr sank der Kurs der Google-Aktie um über -25% - von über 472 € auf -stand heute- 355,67 €.

Grund dafür waren vor allem die Quartalszahlen: Der Nettoumsatz hat zwar mit 6,54 Milliarden US-Dollar (+29% gegenüber dem Vorjahresquartal) die Erwartungen (Konsensschätzung: 6,32 Milliarden US-Dollar) übertroffen.
Der Gewinn pro Aktie lag allerdings mit 8,08 US-Dollar unter den Konsensschätzungen (8,10 US-Dollar).[3]

Das lag vor allem an den deutlich erhöhten Ausgaben:
Um wichtige Mitarbeiter an sich zu binden und nicht an die Konkurrenz zu verlieren hat Google die Löhne um 10% erhöht, außerdem wurden 1900 neue Miterbeiter eingestellt.
Zudem hat Google im letzten Quartal 900 Millionen US-Dollar in Investitionen gesteckt, davon wurden beispielsweise neue Immobilien in Dublin und Paris gekauft, um die dortigen Standorte auszubauen.

Kurz: Die erhöhten Ausgaben sind vor allem auf verstärkte Investitionen zurückzuführen, die letztendlich alle der Expansion des Unternehmens dienen.

3. Die Einnahmequellen von Google

3.1 AdWords

Googles "AdWords" umfasst die Werbung innerhalb des Google-Netzwerkes, dazu zählen beispielsweise die "Anzeigen"-Spalte rechts neben den Suchergebnissen, oder die farblich unterlegten Werbeanzeigen über den Suchergebnissen.

3.2 AdSense

"AdSense" stellt automatisch Werbeanzeigen auf Seiten außerhalb des Google-Netzwerkes zur Verfügung, die zum jeweiligen Seiteninhalt passen.

Sowohl "AdWords", als auch "AdSense" werden nach Klicks vergütet, durchschnittlich wird mit einer Zahlung an Google von 20 US-Cent pro Klick gerechnet. Die Zahl der vergüteten Klicks ist im letzten Quartal um 18% gestiegen, der Umsatz pro Klick hat um 8% zugelegt.

3.3 Wie verdient Google durch Android?

Das Betriebssystem ist Open Source, die Handyhersteller zahlen also nichts an Google, um Android auf ihren Handys installieren zu dürfen.
Google verdient allerdings an der erhöhten Surfdauer, wobei die Nutzer fast immer auf Seiten mit "AdWords" oder "AdSense" kommen.
Zudem kann Google, dank Android nach und nach seine Dienste optimieren, da das Unternehmen von den Handys automatisch anonyme Daten zugesendet bekommt (falls die Nutzer dies nicht ausgeschaltet haben). Anhand der GPS Daten kann Google zum Beispiel die Fortbewegungsgeschwindigkeit der Nutzer ermitteln und so Google Maps um Verkehrsmeldungen erweitern.

Außerdem verdient Google am Android Market - wie bei Apples App Store fließen 30% des Umsatzes direkt an Google, es kommen also nur 70% beim Entwickler an.
Da der Umsatz zur Zeit "nur" 5 Millionen US-Dollar pro Monat - also 60 Millionen im Jahr - beträgt, verdient Google momentan weniger als 20 Millionen im Jahr am Android Market.
Allerdings kann sich diese Einnahmequelle deutlich steigern, da immer mehr Android-Smartphones und jetzt auch Tablets verkauft werden.

4. Die Chromebooks sind da!

Ab dem 15. Juli kann man Chromebooks bei ausgewählten Google-Partnern (in Deutschland ist dies E+) beziehen, ab dem 24. Juli erscheinen die beiden Modelle von Samsung auch bei Amazon [4].
ZUdem können Firmen, Schulen, Unis und Studenten die Chromebooks mieten: Pro Monat soll das Chromebook für Unternehmen 28 US-Dollar, für Schüler und Studenten sogar nur 20 US-Dollar kosten. Darin eingeschlossen ist das Gerät, der Support und eine Management-Software. [5]

4.1 Was sind Chromebooks?[6]

Chromebooks sind Notebooks, auf denen Googles Chrome OS installiert ist.
Das Google-System Chrome OS ist letztlich ein auf den Webbrowser reduziertes Betriebssystem, das wenige Sekunden nach dem Einschalten des Rechners betriebsbereit ist. Alle Anwendungen wie Textverarbeitung, E-Mail oder eine Tabellenkalkulation laufen im Browser, fühlen sich aber im Prinzip wie traditionelle Programme an, die man auf einem Windows-Laptop oder einem MacBook von Apple betreibt.
Im Unterschied zu Android ist Chrome OS allerdings kein Open Source!

Im Gegensatz zum herkömmlichen PC werden auf einem Chrome-OS-Rechner die Anwendungen aber nicht installiert, sondern über eine Web-Adresse (URL) aufgerufen. Viele Computer-Nutzer kennen dieses Konzept bereits, wenn sie im Browser beispielsweise ihr Googlemail-Konto oder einen anderen Web-Client aufrufen.

Damit die Benutzer nicht auf eine permanente Internetverbindung angewiesen sind, hat Google spezielle „Offline“-Versionen seiner Software (wie z. B. Google Mail oder GoogleDocs) entwickelt.

4.2 Was unterscheidet die Chromebooks von der Konkurrenz?

Die Chromebooks zielen auf die Schwachstellen von Windows:

-Chromebooks sollen in weniger als 10 Sekunden hochgefahren und betriebsbereit sein, an Windows wird oft kritisiert, dass es, auf älteren Rechnern, mehrere Minuten zum Hochfahren braucht.

-Da fast alle Daten in der Cloud gespeichert werden, erfolgt ein Umzug auf einen neuen Rechner ohne Zeitaufwand.

-Mit Chrome OS müssen Anwender nicht mehr darauf achten, dass auf dem Rechner stets die neusten Software-Aktualisierungen zum Stopfen irgendwelcher Sicherheitslöcher installiert sind. «Windows-PCs werden über die Zeit immer langsamer und schlechter», sagte Google-Mitbegründer Sergey Brin auf der Google Entwicklerkonferenz I/O 2011 in San Francisco. «Ein Chromebook wird dagegen mit jedem Update besser. Und der User muss sich nicht darum kümmern.»

-Auch auf eine traditionelle Antiviren-Software kann verzichtet werden, da das System keine angreifbaren Programme lokal speichert. Sollte eine Website versuchen, Schadsoftware auf dem Rechner zu installieren, wird dies von einem Modul (ähnlich wie Dr. Kaiser) abgewehrt, das stets darauf achtet, dass der Computer sauber und sicher hochfährt.

4.3 Was soll man davon halten?

Ich möchte euch hier keine Meinung aufzwingen, deshalb schreibe ich hier die Analystenmeinungen:

Forrester-Chef George Colony findet klare Worte zu den Chromebooks: "Das ist der größte Schwachsinn für den Unternehmens-Einsatz, den ich je gesehen habe."

Diese harte Aussage begründet er damit, dass sich das Chromebook aufs Internet fokussiert hat: "Die Zukunft gehört den Apps, so wie sie von Apple und anderen Providern angeboten werden, vor allem junge Leute googeln nicht mehr im Internet, sondern holen sich ihre Online-Informationen über entsprechende Apps", so George Colony. [7]

Ross Rubin, Analyst bei der NPD Group beurteilt Googles Vorstoß hingegen positiv: "Es gibt definitiv einen Markt für solche Systeme, vor allem bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMUs), die sich mit der Sicherheit, dem Backup und der Systempflege ihrer mobilen Geräte schwer tun." [8]

Auch Ovum-Analyst Craig Skinner ist optimistisch: "Die User haben sich an die Online-Nutzung von Applikationen gewöhnt, ein solches System ist ein gute Ergänzung zu deren Desktops und wird Microsoft das Leben schwerer machen", sagte er gegenüber der dem Online-Newsdienst "Stuff". [8]

Dan Olds, Analyst bei der Gabriel Consulting Group, beurteilt die Chromebooks ebenfalls positiv: "Google gibt den Usern mit den Chromebooks einen billigen Internet-basierten Zugang zu vielen Lösungen – das schafft eine komplett neue Infrastruktur", sagte er gegenüber der Computerworld. Er sieht auch keine Konkurrenz zu den bestehenden Laptops oder Netbooks: "Das Chromebook ist irgendwo zwischen Smartphone, Netbook und einem ausgewachsenen Laptop angesiedelt", lautet seine Definition. [8]

Ken Dulaney, Analyst von Gartner, zweifelt an der Business-Tauglichkeit. "Das Vertriebs- und Nutzungs-Modell ist sicher interessant für Schulen und Universitäten, aber total ungeeignet für Unternehmens-Anwendungen, wo neben den Standardanwendungen auch stets eine Reihe an eigenen Programmen genutzt werden." Außerdem sieht er die konservative Einstellung der meisten IT-Chefs als Hindernis: "Neue Betriebssysteme haben praktisch keine Chance in Unternehmensnetzen; sie müssen sich erst eine Zeitlang im Konsumermarkt bewährt haben, bevor die CIOs bereit sind, sich damit zu beschäftigen", lauten seine Bedenken. [9]

In die gleiche Richtung geht die Kritik von IDC-Analyst David Daoud: "Die IT-Chefs der großen Unternehmen sind sehr pro-Windows eingestellt, ich glaube nicht, dass sich das kurzfristig ändern wird", sagte er gegenüber der New York Times. Auch er sieht hierbei vor allem das Problem der vielen individuellen Ergänzungen zu Windows und Office in den Unternehmen als besondere Hemmschwelle. "Es wird Jahre dauern, bis die Google-Systeme Einzug in die Unternehmens-IT finden", lautet seine Prognose. [9]

Zudem bemängeln viele AnalysteDer Spiegel berichtet, dass weitere Klagen auf Google zurollen könnten. Branchenbeobachter erwarten, dass gegen Google und Handy-Hersteller, die auf Android setzen, weitere Patentstreite warten. Android-Handys seien besonders bedroht, so ein Experten im Gespräch mit dem Spiegel. Wenn Google "das Problem nicht in den Griff" kriege, werden Android-Smartphones künftig weniger Funktionen haben - alternativ werden sie teurer durch höhere Lizenzzahlungen. Die Vision vom freien Smartphone-Betriebssystem drohe zu scheitern.n, dass die Chromebooks auf das Internet angewiesen sind und der Preis für die Hardware deutlich über dem Durchschnitt liegt.


5. Google fundamental bewertet

5.1 Bewertungskennzahlen

1. Gewinn-Marge: 28,4%
2. KGV: 17,6
3. KUV: 5,0
4. KBV: 3,2

1.Gewinn-Marge
Die Gewinnmarge wirkt mit 29,4% überragend, allerdings ist sie in der Software-Branche nicht mehr ganz einzigartig - vom chinesischen Konkurrenten Baidu.com wird Googles Marge ausgestochen - sie bleibt aber dennoch sehr gut.

Zum Vergleich: Ebay: 19,8%; Baidu.com: 45,4%; United Internet: 6,9%; Yahoo: 19,2%

2. KGV
Mit 17,6 Ist das KGV oberer Branchendurchschnitt, Baidu.com liegt deutlich höher, nur das KGV von Konkurrent Yahoo ist niedriger.

Zum Vergleich: Ebay: 21,3; Baidu.com: 74,3; United Internet: 24,3; Yahoo: 17,2

3.KUV
Beim KUV wird Google nur von Baidu.com übertroffen, wobei Baidu ein deutlich schlechteres KGV als Google hat.
Kurz gesagt: Ein KUV von 5,0 ist - auch in der Software-Branche - ein sehr schlechter Wert.

Zum Vergleich: Ebay: 4,2; Baidu.com: 33,8; United Internet: 1,7; Yahoo: 3,3

4.KBV
Das KBV ist unterer Branchendurchschnitt, allerdings kann der direkte Konkurrent Yahoo einen deutlich besseren Wert vorweisen.

Zum Vergleich: Ebay: 2,5; Baidu.com: 32,1; United Internet: 10,0; Yahoo: 1,5


5.2 Geschäftsverlauf

2000:
Umsatz: 0,0191 Milliarden US-Dollar
Verlust: -0,0147 Milliarden US-Dollar

2001:
Umsatz: 0,0864 Milliarden US-Dollar
Gewinn: 0,007 Milliarden US-Dollar

2002:
Umsatz: 0,3478 Milliarden US-Dollar
Gewinn: 0,0997 Milliarden US-Dollar

2003:
Umsatz: 0,9619 Milliarden US-Dollar
Gewinn: 0,1056 Milliarden US-Dollar

2004:
Umsatz: 3,2 Milliarden US-Dollar
Gewinn: 0,3991 Milliarden US-Dollar

2005:
Umsatz: 6,139 Milliarden US-Dollar
Gewinn: 1,456 Milliarden US-Dollar

2006:
Umsatz: 10,604 Milliarden US-Dollar
Gewinn: 3,078 Milliarden US-Dollar

2007:
Umsatz: 16,503 Milliarden US-Dollar
Gewinn: 4,203 Milliarden US-Dollar

2008:
Umsatz: 21,795 Milliarden US-Dollar
Gewinn: 4,282 Milliarden US-Dollar

2009:
Umsatz: 23,648 Milliarden US-Dollar
Gewinn: 6,519 Milliarden US-Dollar

2010:
Umsatz: 29,321 Milliarden US-Dollar
Gewinn: 8,505 Milliarden US-Dollar

Q1/2011:
Umsatz: 8,575 Milliarden US-Dollar
Gewinn: 2,298 Milliarden US-Dollar



Wie man dem Geschäftsverlauf entnehmen kann, expandiert Google: Innerhalb von 5 Jahren (2006-2010) konnte das Unternehmen Umsatz und Gewinn fast verdreifachen, und das, obwohl das Unternehmen auch schon damals als Netzgigant galt.


6. Fazit

Für kurz- und mittelfristige Investments gilt meiner Meinung nach: Werden die Chromebooks ein Verkaufsschlager, steigt der Kurs, floppen sie, sinkt der Kurs.
Wer denkt, dass sich die Chromebooks gut verkaufen werden, sollte also Google-Aktien kaufen, die Anderen sollten, aufgrund pessimistischer Analystenmeinungen zu den Chromebooks, kurzfristig die Finger davon lassen.

Langfristig finde ich die Google-Aktie viel interessanter: Zwar liegt die Aktie fundamental nur im Durchschnitt, da Google momentan immer weiter expandiert wird der Umsatz steigen - und wahrscheinlich auch der Gewinn.
Zudem ist die Aktie im 1-Jahres-Chart in einer Tiefphase, den günstigen Kurs könnte man also für ein Investment nutzen.

Ich persönlich bin kurzfristig bei der Google-Aktie vorsichtig, da viele potentielle Chromebook-Käufer von den Experten-Beurteilungen abgeschreckt sein könnten.

Langfristig empfehle ich eher den Konkurrenten Apple, da Apple in letzter Zeit Umsatz und Gewinn deutlich steigern konnte und deshalb fundamental attraktiver ist.


Viel Spaß bei Informunity

wünscht euch euer Grafenstein

7. UPDATE: Oracle verklagt Google

"Laut Oracle hat der Smartphone-Betriebssystem-Anbieter Google den Rechteinhaber an verschiedenen Java-Techniken um einen Milliardenbetrag gebracht, aus diesem Grund hat man letztes Jahr im Oktober gegen Google geklagt. Der Sun-Käufer legte jetzt vor Gericht neue Dokumente vor, die beweisen sollen, dass Google in Android Bibliotheken und Dokumentationen verwendet, die patentrechtlich geschützt sind und keinen Teil des Open-Source-Codes von Java darstellen. Neben angeblich übernommenen Java-Modulen soll Google angeblich auch geschützte Module übernommen und verändert haben.

Eine weitere Anschuldigung von Oracle gegen Google beinhaltet angeblich weitere Oracle-Patente, die Google ohne entsprechende Lizenzzahlungen verletzt. Alles zusammen gibt Oracle an, dass Google eigentlich zur Zahlung von Lizenzgebühren in mehreren Fällen verpflichtete gewesen wäre. In Anbetracht der Android-"Verkaufszahlen" will der Sun-Besitzer daher von Google eine Nachzahlung in Milliardenhöhe Einfordern.

Offen ist, ob die durch Android erzielten Werbeumsätze ebenfalls mit in die Berechnung möglicher entgangener Umsätze mit einfließen sollen. Oracle befürwortet das naturgemäß, Google nicht.

Der Spiegel berichtet, dass weitere Klagen auf Google zurollen könnten. Branchenbeobachter erwarten, dass gegen Google und Handy-Hersteller, die auf Android setzen, weitere Patentstreite warten. Android-Handys seien besonders bedroht, so ein Experten im Gespräch mit dem Spiegel. Wenn Google "das Problem nicht in den Griff" kriege, werden Android-Smartphones künftig weniger Funktionen haben - alternativ werden sie teurer durch höhere Lizenzzahlungen. Die Vision vom freien Smartphone-Betriebssystem drohe zu scheitern."[10]

8. UPDATE: Mit Google+ gegen Faccebook

8.1 Was ist Google+?

Google+ ist ein soziales Netzwerk von Google Inc. Die Website ist seit dem 28. Juni 2011 online.

Nachdem Googles erstes soziales Netzwerk Orkut nur in wenigen Teilen der Welt (großteils in Brasilien/Südamerika) genutzt wird, soll mit Google+ der Durchbruch in Nordamerika und Europa gelingen.

8.2 Was will Google damit erreichen?

Mit Google+ will Google ein erfolgreiches Netzwerk à la Facebook gründen, man will also dem Konkurrenten Facebook schaden und seine Vormachtstellung im Internet ausbauen.

8.3 Google+ vs. Facebook

Genauso wie ChromeOS auf die Schwächen von Windows abzielt, nutzt Google bei Google+ die Schwächen von Facebook als Werbemittel aus:

- Google+ verspricht einfache Privatsphäre-EInstellungen

- Bei Google können die eigenen Kontakte nun in sogenannte Circles (Kreise) eingeteilt werden. Familie, Arbeitskollegen, Gourmets oder HSV-Fans - jeder kann seine Bekannten und Verwandten so kategorisieren, wie er möchte. Auf Basis dieser Schubladen entscheidet der Nutzer dann, welche Informationen er mit wem teilt.

-Eine weitere, neue Funktion ist "Sparks" (Funken), eine Art integrierter Lieferdienst von Neuigkeiten zu bestimmten Themen. Der Nutzer gibt Begriffe wie "Fotografie" oder "Handball" in eine Suchmaske ein, erhält dann automatisch passende Nachrichten und kann sich mit seinen Freunden über diese Themen unterhalten

- Zusätzlich existieren nach ein Videochat für bis zu 10 Kontakte und ein Audiochat

Zudem soll auch die Oberfläche die Nutzer ansprechen; sie wurde vom ehemaligen Apple-Mitarbeiter Andy Hertzfeld entworfen, was deutlich zu erkennen ist.
Man will also das erfolgreiche Apple-Design für den eigenen Dienst ausnutzen.

8.4 Auswirkungen auf den Aktienkurs

Die Auswirkungen auf den Aktienkurs sind ähnlich wie die von mir beschriebenen durch ChromeOS. Sollte Google+ kurzfristig keine totale Blamage sein, wird es den Aktienkurs nur langfristig (langfristig erfolgreicher als Facebook?) beeinflussen.


9. Einzelnachweise:

[1] http://www.google.de/intl/de/corporate/
[2] http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_teuersten_Marken_der_Welt#2011
[3] http://www.ariva.de/news/Google-enttaeuscht-die-Anleger-Frankfurter-Tagesdienst-3718173
[4] http://www.amazon.de/s/ref=amb_link_160029527_3?ie=UTF8&bbn=427957031&rh=n%3A427957031%2Cp_28%3AChromebook%2Cp_6%3AA3JWKAKR8XB7XF%2Cn%3A340843031%2Cn%3A!340844031&page=1&pf_rd_m=A3JWKAKR8XB7XF&pf_rd_s=top-1&pf_rd_r=0DS563EGXE3Q1F8VT08F&pf_rd_t=301&pf_rd_p=243797907&pf_rd_i=chromebook
[5] http://business.chip.de/news/Chromebook-Googles-Netbook-gibt-es-zur-Miete_48994024.html
[6] http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1152735
[7] http://business.chip.de/news/Forrester-Analyst-Chromebook-ist-Schwachsinn_49250529.html
[8] http://business.chip.de/news/Google-Analysten-skeptisch-ueber-das-Chromebook_49007359.html
[9] http://business.chip.de/news/Google-Analysten-skeptisch-ueber-das-Chromebook_49007359.html

10. Zitate:

[10] http://www.pcgameshardware.de/aid,829990/Oracle-fordert-Milliardenzahlungen-von-Google-wegen-Java-Patenten-in-Android-Update/Handy/News/

11. Quellen:

http://www.informunity.de/sd/STID-200/Aktie-Google.htm
http://www.informunity.de/so/ST-B/SIID-6/VT-B/SC-C2/SID-200/Aktien-Branche-Telekom-und-Medien-Vergleich-Wert.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Adsense
http://de.wikipedia.org/wiki/Google_Inc.
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Google-ein-100-000-Dollar-Missverstaendnis-203730.html
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Googles-Zahlen-naehren-die-Skeptiker-185776.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Google_AdWords
http://www.ariva.de/google-aktie
http://www.ariva.de/chart/?secu=269125
http://www.ariva.de/news/Google-steckt-100-Millionen-in-Windpark-3717107
http://www.ariva.de/news/Google-notwenige-Investitionen-belasten-die-Margen-B-Riley-Co-3716983
http://de.wikipedia.org/wiki/Google_Inc.#Werbung_und_Finanzierung
http://de.wikipedia.org/wiki/Chromebook
http://www.android-hilfe.de/android-allgemein/92461-wie-verdient-google-mit-android-geld.html
http://www.abendblatt.de/wirtschaft/article1946969/Mit-Google-keine-versehentlichen-Partys-mehr.html
http://www.zdnet.de/news/41554693/google-schaltet-echtzeitsuche-ab.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Google%2B
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