Kommentar vom 27.08.11
AktieHP
InvestorGrafenstein
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HP steigt aus dem PC-Geschäft aus +++ HP übernimmt Autonomy Corp. +++ Zukunft von HP offen +++ Überdenkt HP die Einstellung des Touchpads?
Gliederung:

1. Das Unternehmen
2. Wichtigste Daten
3. Fundamentalanalyse
3.1 Geschäftsverlauf
3.1.1 Halbjahreszahlen H1/2011
3.2 Bewertungskennzahlen
4. Aktienkurs
4.1 Rückblick
4.2 Allgemeiner Aktienkurs
4.3 Chartanalyse
5. Warum steigt HP aus dem PC-Geschäft aus?
5.1 Und was bedeutet das für den Konzern?
5.2 Warum steigt HP aus dem Tablet- und Smartphonemarkt aus?
6. HP übernimmt die Autonomy Corporation
7. Überdenkt HP die Einstellung des Touchpads?
8. Analystenmeinungen
9. Fazit
10. Alternativen
11. Quellen


1. Das Unternehmen


Die Hewlett-Packard Company (HP) ist eine der größten US-amerikanischen Technologiefirmen, registriert in Wilmington, Delaware und mit Firmenzentrale in Palo Alto, Kalifornien. HP ist das umsatzstärkste IT-Unternehmen der Welt (vor IBM) und war das erste Technologieunternehmen im Silicon Valley. Zu Hewlett-Packard gehören der Computerhersteller Compaq und Palm, ein Hersteller von PDAs und Smartphones. Die deutsche Hauptniederlassung befindet sich in Böblingen, die schweizerische in Dübendorf und die österreichische in Wien.

In den 1970er Jahren bot HP im technischen Bereich die Rechnerserie HP 1000 (16 Bit) mit dem Multiuser-Betriebssystemen Real-Time Executive und dem Einzeluser-Betriebssystem DOS (nicht zu verwechseln mit MS-DOS) an. Im kommerziellen Bereich gab es die Rechner HP 3000 mit dem Betriebssystem MPE. HP war lange Jahre als Hersteller im Bereich wissenschaftlicher, programmierbarer Taschenrechner (zum Beispiel HP-48) sowie der Messtechnik tätig.
Etwa im Jahr 1985 folgte die Rechnerserie HP 9000 mit HP-UX als Betriebssystem. Heute ist HP ein großer Hersteller von Servern. Zusammen mit Intel wurde die 64-Bit-Chipgeneration Itanium entwickelt, die die Basis für die HP Enterprise Server darstellt. Zu den Serverprodukten gehört die von Compaq übernommene Schiene „ProLiant“, in der auch Spezialserver angeboten werden.
Hewlett-Packard ist (vornehmlich beim Endkunden) vor allem als Hersteller von Druckern bekannt. Insbesondere die Verbrauchsmaterialien (Tinte bzw. Toner) sichern einen Großteil der Unternehmensgewinne. Um Benutzer daran zu hindern, Tinte oder Toner alternativer Hersteller zu verwenden, hat HP verschiedene Techniken entwickelt, patentiert und eingesetzt. Die Techniken sind aus datenschutz- und wettbewerbsrechtlichen Gründen umstritten und sind teilweise in der EU ab 2007 als Wettbewerbsverhinderung untersagt.
Weniger öffentlich ist der Bereich Softwaretechnik. Mit OpenView wurde eine Software entwickelt, die unter anderem zur Überwachung von kommerziell genutzten Computern eingesetzt wird, aber auch zur Organisation der Datensicherung dient.
HP führt das ursprünglich von DEC entwickelte Betriebssystem OpenVMS fort.
Das Unternehmen investiert jährlich rund 3,5 Milliarden US-Dollar in Forschung und Entwicklung.

2. Wichtigste Daten


1939: William Hewlett und David Packard gründen HP. Die Garage, in der das erste HP-Produkt, ein Tonfrequenzgenerator, gebaut wurde gilt heute als Geburtsort der Silicon Vaylley.
1959: Die erste HP-Produktionsstätte wird in Böblingen gegründet.
1972: HP bringt mit dem HP-35 den ersten wissenschaftlichen Taschenrechner auf den Markt.
5. Januar 1980: HP gibt den Bau seines ersten Personal-Computers bekannt.
1995: HP übernimmt den US-amerikanischen Hersteller von Vector-Minisupercomputern Convex Computer.
1999: erfolgt die Teilung von HP in zwei unabhängige Unternehmen: Die Bereiche Computer, Imaging und Drucker verbleiben bei HP, für die Bereiche Test- und Messtechnik, Chemische Analysentechnik, Medizinelektronik und Elektronische Bauelemente wird Agilent Technologies gegründet.
2002: HP fusioniert mit Compaq und weitete ihre Bedeutung auf dem Computermarkt deutlich aus (mit Digital und Tandem). Die Fusion war sehr umstritten und wurde unter anderem vom Sohn des Firmengründers hartnäckig, aber letztlich erfolglos bekämpft.
2008: Hewlett-Packard übernimmt die Firma EDS für 13,9 Milliarden Dollar. Zusammengenommen hatte die Dienstleistungs-Sparte beider Unternehmen zum Zeitpunkt des Kaufs weltweit 210.000 Mitarbeiter.

3. Fundamentalanalyse

3.1 Geschäftsverlauf (alle Zahlen in Milliarden US-Dollar)

2005:

Umsatz: 86,696
Gewinn: 2,398

2006:

Umsatz: 91,658
Gewinn: 6,198

2007:

Umsatz: 104,246
Gewinn: 7,264

2008:

Umsatz: 118,364
Gewinn: 8,329

2009:

Umsatz: 114,379
Gewinn: 7,624

2010:

Umsatz: 126,033
Gewinn: 8,834



Seit 2005 konnte HP kontinuierlich seinen Gewinn und Umsatz steigern. Besonders bemerkenswert ist der geringe Umsatz- und Gewinneinbruch während der Krise, obwohl HP als umsatzstärkstes US-Unternehmen sehr Konjunkturabhängig ist.

Umso mehr verwundert die Entscheidung, aus dem PC-, Tablet- und Smartphonegeschäft auszusteigen. Hierzu sollte man sich die einzelnen Sparten genauer ansehen, worauf ich später im Abschnitt 5 (Warum steigt HP aus dem Hardwaregeschäft aus?) zurückkommen werde





3.1.1 Halbjahreszahlen H1/2011


Umsatz: 62,821 Milliarden US-Dollar
Vorjahr (H1/2010): 61,578 Milliarden US-Dollar
Prozentuale Veränderung: +2%

Gewinn: 42,3 Milliarden US-Dollar
Vorjahr (H1/2010): 39,73 Milliarden US-Dollar
Prozentuale Veränderung: +6,5%

3.2 Bewertungskennzahlen


Börsenwert: 34,3 Milliarden €
Eigenkapital: 27,4 Milliarden €
EK-Quote: 31%


Gewinn-Marge: 7,3%
KGV: 5,2
KUV: 0,4
KBV: 1,2


Die Gewinn-Marge ist mit 7,3% nur durchschnittlich, IBM (14,7%) und Samsung (9,5%) liegen hier deutlich höher; Dell liegt mit 5,6% 1,7% schlechter.

Das KGV von HP (5,2) ist hervorragend, bei keinem anderen Unternehmen der Branche liegt es höher: IBM: 14,7;
Samsung: 6,4; Dell: 7,7.

Auch das KUV (0,4) ist branchenspitze, die einzigen größeren Unternehmen die hier vor HP liegen sind Sony (0,3) und LG (0,1). (IBM: 2,2; Samsung: 0,6; Dell: 7,7).

Selbst das eher unwichtige KBV (1,2) ist im Branchenverlgeich sehr gut (IBM: 9,7; Samsung: 1,7; Dell: 3,2).


4. Aktienkurs

4.1 Rückblick


Nachdem sich die HP-Aktie von Anfang bis Mitte 2010 in einem Abwärtstrend befunden hat und 11€ von 40€ auf 29€ verloren hat, ging es wieder aufwärts.

Dann präsentierte HP die Quartalszahlen Q1/2011; die Aktienkurse gaben beim Stand von 36€ um mehr als 10% nach.
Seitdem befand sich das Wertpapier in einem Abwärtskanal, der letzte Woche nach unten durchbrochen wurde: HP gab bekannt, aus dem Computer-, Smartphone- und Tabletgeschäft auszusteigen, die Kurse ssanken um mehr als 20%.

4.2 Allgemeiner Aktienkurs


Risiko: Mittel → Die Aktie seit dem 24.08.2011 als mittel riskanter Titel eingestuft
Bear Market Faktor: 69 → Die Aktie tendiert dazu, Indexrückgänge in etwa gleichem Mass mitzuvollziehen.
Bad News Faktor: 250 → Der Titel verzeichnet bei unternehmensspezifischen Problemen i.d. R. geringe Kursabschläge in Höhe von durchschnittlich 2,5%.
Beta 1 Jahr: 1,54 → Die Aktie tendiert dazu, pro 1% Indexbewegung mit einem Ausschlag von 1,54% zu reagieren.
Korrelation 365 Tage: 0,7 → 70% der Kursschwankungen werden durch Indexbewegungen verursacht.


5. Warum steigt HP aus dem PC-Geschäft aus?


Wiederholt ging der Umsatz von HPs PC-Sparte zurück, im letzten Quartal sank er um 3% auf 9,6 Milliarden US-Dollar. Dies ist auf den schwachen Gesamtmarkt zurückzuführen, der momentan stark unter dem Tablet-Boom leidet. „Der Tablet-Effekt ist real“, begründet Léo Apotheker den Ausstieg HPs aus dem PC-Geschäft.
Hierzu die neusten Zahlen aus Deutschland: In den ersten sechs Monaten 2011sackten die Verkaufszahlen von Desktop-PCs um 10% ab, Notebooks legten um knapp vier Prozent zu – allerdings blieben die Umsätzen gleich. Spürbares Wachstum gab nur bei Tablet-PCs. Mit 211 Millionen Euro erreichten die Tablet-Erloöse ein Niveau, das der Hälfte des Consumter-PC-Marktes (428 Millionen Euro) entspricht. Die durchschnittlichen Verkaufspreise der Tablets lagen bei 518 Euro – ein Wert, der nur wenig unterhalb der durchschnittlichen Ausgaben für ein Notebook (549 Euro) liegt.

HP behält im weltweiten PC-Geschäft mit einem Marktanteil über 17 Prozent nach verkauften Geräten die Nase vorn, auch umsatzmäßig ist HP im PC-Bereich die Nummer 1.

Im Vergleich zu HPs übrigen Geschäftsbereichen – Services, Enterprise Servers, Storage und Networking (ESSN), Software, Imaging and Printing Group (IPG) und Financial Services – steht die Computersparte schlecht dar.
Sowohl Umsatzwachstum (-3%), als auch operative Marge fallen im restlichen Konzern deutlich besser aus. Während das PC-Geschäft nur eine Marge von knapp sechs Prozent abwirft, kommen die übrigen Sparten auf etwa 10 bis 20 Prozent. Selbst das hardwareseitige Geschäft der ESSN wirft eine operative Marge von 13 Prozent ab.

5.1 Und was bedeutet das für den Konzern?


HP leitet mit den aktuellen Ankündigungen nun einen Wechsel ein, den Wettbewerber wie IBM oder Siemens bereits vollzogen haben. Wie aber das Beispiel des chinesischen Computerherstellers Lenovo zeigt, bot die PC-Sparte von IBM durchaus das Potential für ein erfolgreiches Rechnergeschäft. Eigenständig oder unter Regie eines anderen Anbieters stehen HPs PC-Sparte durchaus vergleichbare Chancen offen.
Ein Verkauf an die ehemalige Konkurenz erscheint sehr wahrscheinlich, wird der Käufer doch den PC-Markt anführen: „Alles, was in einem reifen Geschäft zählt, sind Größenvorteile“, erklärte Steven Tseng, Analyst des Wertpapierhauses Samsung Securities, und die bietet ein Kauf der HP-Sparte. Im vergangenen Geschäftsjahr wurden in der Welt nach Angaben des Analystenhauses Gartner 350 Millionen PCs verkauft. Der Erlös der Branche belief sich auf 400 Milliarden Dollar. Das Wachstum ist allerdings rückläufig. Kaufen doch immer mehr Konsumenten kleine Taschen- oder Tabletcomputer, die in den Statistiken der Analystenhäuser nicht als PCs geführt werden. Wer zu einem vernünftigen Preis den Zuschlag für die HP-Sparte erhalte, meint Tseng, könne sich auf Jahre von den Konkurrenten absetzen. Die Investmentbanker der Credit Suisse beziffern den Wert der HP-Sparte auf 12 Milliarden Dollar. Nachdem sich PC-Großhersteller wie Siemens oder IBM bereits vor Jahren aus diesem Geschäft verabschiedet hatten und japanische Hersteller wie Sony vor allem hochpreisige Segmente im Markt bedienen, rücken für eine Übernahme die Massenanbieter aus China, Taiwan und Korea ins Blickfeld.

Insgesamt bedeutet der Verkauf der PC-Sparte, dass viel Arbeit auf HP zukommt: Bisher trat HP insbesondere Firmenkunden gegenüber als Komplettanbieter auf, der vom Client-Rechner und Drucker über Server- und Netzwerkinfrastruktur einschließlich der ergänzenden Services bis zu Unternehmensanwendungen ein breites Portfolio zu bieten hat – was im Projektgeschäft durchaus ein Vorteil ist.
Der von Léo Apotheker geforderte Umbau zum Softwarekonzern braucht noch viel Arbeit: Bisher beträgt der Umsatzanteil von HPs Softwaresparte nur bei 2%.


5.2 Warum steigt HP aus dem Tablet- und Smartphonemarkt aus?


Nach nur einem Monat auf dem Markt verramschte HP sein Touchpad für nur 99€, vorher kostete es ganze 399€. Auch die HP-Smartphones HP Pre 3 und HP Veer wurden deutlich reduziert für 79€, beziehungsweise 59€, verkauft. Der Ansturm war so groß, dass die Server vom HP-Onlineshop überlastet waren, Besucher, die die Seite aufrufen wollten bekamen meist nur noch die Meldung „Server is too busy“.

Warum HP aussteigt? Das Betriebssystem WebOS floppte, das Touchpad und die HP-Smartphones wurden nur schleppend verkauft. Der Konzern will nun nicht mehr viel Energie in die Mobie-Sparte stecken müssen, sondern sich zum Softwaregiganten umformen.


6. HP übernimmt die Autonomy Corporation


Über 10 Milliarden US-Dollar wird HP für den britischen Softwarekonzern „Autonomy Corporation zahlen.
Zu viel sagen die Analysten, da der Kaufpreis mehr als 60% über dem Börsenwert des Unternehmens liegt.
Insgesamt wird der Kauf nur der erste Schritt im radikalen Umbau des Konzerns sein, weitere Zukäufe werden noch folgen.

7. Überdenkt HP die Einstellung des Touchpads?


HP hatte erst vor kurzem angekündigt, die Produktion seines Tablets namens TouchPad einzustellen. Die übrig gebliebenen Lagerbestände sind zum Discountpreis von unter 100 Euro (16 GB) über HP angeboten worden und mittlerweile auf der HP-Webseite ausverkauft.

Nun setzt bei HP anscheinend ein Umdenken ein, nachdem das Tablet so einen Erfolg erzielte. Der Chef von HPs Personal-Systems-Geschäftszweig, Todd Bradley, deutete gegenüber der Nachrichtenagentur "Reuters" an, dass HP wohl noch nicht bereit sei, diesen Goldesel loszulassen: "Der Tablet-Markt ist für das Computerbusiness absolut relevant."

Auch HPs Pläne, weitere Updates und Aktualisierungen für sein Tablet bereitzustellen und die Funktionalität des Gerätes auch weiterhin zu verbessern, könnten Hinweise auf ein Umdenken sein.

Was das für den Aktienkurs heißt, bleibt aber im Ungewissen. Ich persönlich gehe sogar davon aus, dass der Aktienkurs, sollte sich das Gerücht bestätigen, nochmal um über 5% sinken wird
Warum? Sollte HP das Touchpad weiterführen, müsste das Unternehmen es für unter 200€ verkaufen, da es sonst nicht viele Abnehmer finden wird. Wie hoch dann die Gewinnmarge sein wird, ist fraglich.

8. Analystenmeinungen

Toni Sacconaghi, Analyst von Sanford C. Bernstein & Co, stuft die Aktie von Hewlett-Packard unverändert mit "outperform" ein:

Mit der Überarbeitung der Planungen, dem Verkauf der PC-Sparte und der Übernahme von Autonomy habe Hewlett-Packard gleich drei negative Nachrichten auf einen Schlag bekannt gegeben.
Eine Abspaltung des PC-Geschäfts würde ein Unternehmen mit einem Umsatz von 12 Mrd. USD erschaffen. Der Kauf von Autonomy sei mit einer Wertvernichtung verbunden. Sorgen seien ebenfalls hinsichtlich der weiterhin schwachen operativen Kontrolle bei Hewlett-Packard angebracht, insbesondere in der der Service-Sparte. Auch die öffentliche Ankündigung des Prüfens strategischer Optionen für die PC-Aktivitäten rufe Risiken hervor. Die zukünftige Geschäftsentwicklung könnte dadurch unterminiert werden.
Hewlett-Packard könnte sich möglicherweise dazu entschieden haben, die Pläne öffentlich zu machen, um die Investoren wegen ihres Entsetzens über den Autonomy-Deal zu besänftigen.
Im Zuge einer Kürzung der Gewinnschätzungen werde das Kursziel von 60,00 auf 39,00 USD zurückgesetzt. Damit bleibe deutliches Aufwärtspotenzial für die Aktie vorhanden.
Vor diesem Hintergrund bewerten die Analysten von Sanford C. Bernstein & Co die Aktie von Hewlett-Packard weiterhin mit dem Votum "outperform".

Brian Alexander, Analyst von Raymond James, stuft die Aktie von Hewlett-Packard unverändert mit "outperform" ein. Das Kursziel wurde von 42,00 auf 40,00 USD gesenkt.

Bill Shope, Analyst von Goldman Sachs, stuft die Aktie von Hewlett-Packard unverändert mit "neutral" ein.
Bei Hewlett-Packard würden immer wieder neue Herausforderungen auftauchen, die in der Weise nicht erwartet worden seien.
Die Umsatzprognosen für den Zeitraum 2011 bis 2013 seien um 1 bis 3% nach unten korrigiert worden und die EPS-Schätzungen um 2 bis 8%.
Das Kursziel auf Sicht von zwölf Monaten werde von 34,00 auf 30,00 USD zurückgesetzt. Gegenüber den historischen Bewertungen sei dabei ein deutlicher Bewertungsabschlag berücksichtigt worden. Angesichts der erneuten Änderungen beim Geschäftsmodell, dem makroökonomischen Druck und der zunehmenden Unsicherheit bezüglich der längerfristigen Gewinnentwicklung sei dies geboten.
Vor diesem Hintergrund lautet die Einschätzung der Analysten von Goldman Sachs für die Aktie von Hewlett-Packard weiterhin "neutral".


9. Fazit

In den nächsten Jahren wird sich zeigen, ob der Umbau des Konzerns das Ende von HP bedeutet, oder das Unternehmen IBM folgen wird.
Der Umbau scheint auf den ersten Blick eine Fehlentscheidung zu sein, auf den zweiten Blick ist sie jedoch die logische Konsequenz auf die Entwicklung der letzten Jahre: Die PC-Sparte schneidet immer schlechter ab, der Markt hat sich immer mehr nach Asien verlagert. Zudem verpasste das Unternehmen den Anschluss im Tablet- und Smartphonemarkt, Apple und die Konkurrenztablets mit Android sind HPs WebOS weit vorraus. Lediglich der Softwarebereich und die Serversparte bleiben hochprofitabel und boomten.

Langfristig (Zeitraum > 1 Jahr) habe ich gemischte Gefühle: Zwar erscheint mir der Umbau logisch, allerdings bezweifle ich, dass im Softwaremarkt eine große Marktlücke vorhanden ist, die HP füllen würde.

Kurzfrisitg denke ich, dass die HP Aktie bei steigendem oder stagnierendem Gesamtmarkt einen Teil des Verlustes der letzten Woche wieder wettmachen wird, innerhalb von einer Woche halte ich einen Kursanstieg von 10% für möglich.
Sollte der Gesamtmarkt allerdings fallen, wird die HP-Aktie noch weiter ins Bodenlose stürzen: Im Moment gilt die Aktie als sehr unsicher, trübt sich die Zukunftsvorstellung der Anleger, wäre HP eins der ersten Wertpapiere, das sie abstoßen würden.

10. Alternativen


Als Alternative für ein kurzfristiges Investment halte ich Dell für empfehlenswert: Die Aktie befindet sich in einem kurzfristigen Aufwärtstrend und wird noch von der Nachricht, dass HP aus dem PC-Geschäft aussteigt profitieren. Alternativ zu Dell steht aus den gleichen Gründen auch Samsung zur Verfügung.

Langfristig ist Apple trotz des Abgangs von Steve Jobs mein Favorit: Umsatz und Gewinn werden in den nächsten beiden Quartalen wahrscheinlich weiter steigen, zudem wird das iPhone 5 für Oktober 2011 erwartet.


Viel Spaß auf informmunity.de und einen bald wieder steigenden DAX

wünscht euch euer Grafenstein


11. Quellen


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http://www.informunity.de/sd/STID-361/Aktie-Samsung-Electronics.htm
http://www.informunity.de/sd/STID-195/Aktie-Dell.htm
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http://www.deraktionaer.de/marktberichte/roter-freitag-an-der-wall-street--gold-erreicht-neuen-rekordpreis--hewlett-packard-stuerzt-20-prozent-ab-17025209.htm
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http://www.finanzen.net/analyse/Hewlett_Packard_HP_sector_perform-RBC_Capital_Markets_414912
http://www.finanzen.net/analyse/Hewlett_Packard_HP_outperform-Sanford_C_Bernstein_and_Co__Inc__414479
http://www.finanzen.net/analyse/Hewlett_Packard_HP_outperform-Raymond_James_Financial_Inc__414321
http://www.finanzen.net/analyse/Hewlett_Packard_HP_neutral-Goldman_Sachs_Group_Inc__414260
http://www.finanzen.net/alternativen/Hewlett-Packard
http://www.finanzen.net/risikoanalyse/Hewlett-Packard
http://www.finanzen.net/fundamentalanalyse/Hewlett-Packard












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