Kommentar vom 31.08.11
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Bis zu 100% bis zum Jahresende möglich, wenn die Märkte mitspielen...
Gliederung:

1. Das Unternehmen
2. Geschichte
3. Geschäftsbericht
4. Chartanalyse
5. Analystenmeinungen
6. Fazit
7. Quellen


1. Das Unternehmen

Die Royal Bank of Scotland AG (RBS) war im Hinblick auf die Marktkapitalisierung im Jahr 2007 das zehntgrößte Finanzinstitut der Welt gewesen. Außerdem war sie das größte Schottlands, das zweitgrößte Großbritanniens und das drittgrößte Europas.

Die RBS hat ihren Hauptsitz in Edinburgh. Vorstandsvorsitzender ist seit 2008 Stephen Hester. Aufsichtsratsvorsitzender ist seit Anfang 2009 Sir Philip Hampton.

Seit dem 28. November 2008 hält der britische Staat 83% der Anteile an dem Unternehmen. Diese hohe Zahl ergab sich deshalb, weil die Bank damals für ihre Kapitalerhöhung von rund 18 Milliarden Euro nicht genügend private Investoren fand. Deshalb kaufte der Staat die neuen Aktien und stockte so seinen Anteil an der Bank enorm auf.

Die Aktien der RBS sind an der Londoner Börse notiert und stiegen dort Anfang 2007 auf einen Spitzenwert von ca. 10 Euro.

Heute ist die RBS eine Teil der internationalen RBS Group. Diese wird von einem Gremium aus 19 Personen geführt.

In Großbritannien ist die RBS zweitgrößter Versicherungsanbieter. Das dortige Geschäft wird von Christ Sullivan geleitet. Für das Regionalgeschäft ist Gordon Pell zuständig.
In den USA gehört die Citizens Financial Group, Inc. (CFG) zur RBS Group. Sie ist in Nord- und Südamerika tätig und zählt zu den zehn größten Geschäftsbanken.
Auch im asiatisch-pazifischen Raum ist die RBS eine der fünf größten Banken. Seit 30 Jahren will sie Erfahrungen mit Finanzgeschäften in der Volksrepublik China gesammelt haben.

Die privaten Aktionäre kommen zu 50% aus Großbritannien, zu 25% aus den USA und zu 15% aus Kontinentaleuropa.






2. Geschichte

1695: In Schottland wird ein Gesetz erlassen, nach dem die bestehende Bank of Scotland nur mit Zustimmung des Parlaments Kredite an den Staat vergeben darf.

1727: Die RBS wird durch königliches Dekret gegründet, um Widerständen durch das Parlament zu Begegnen.

1728: Als erste Bank der Welt, führt die RBK den Überziehungskredit ein.

1780: Nach einem harten jedoch unentschiedenen Verdrängungswettbewerb mit der Bank of Scotland beginnt die RBS zu expandieren und eröffnet in ganz Schottland neue Filialen. Diese Strategie verfolgt die Bank während des gesamten 19. Jahrhunderts weiter. In dieser Zeit kommt es auch zu den ersten Übernahmen anderer Institute und deren Filialen.

1826: Die RBS bringt die ersten beidseitig bedruckten Banknoten in Umlauf.

1930: Es kommt zu einer Konsolidierung im britischen Bankenmarkt. Die RBS ist daran maßgeblich beiteiligt.

1960: Die RBS kontrolliert beinahe 50% des schottischen Marktes, nachdem ihr in der Nachkriegszeit weitere Übernahmen gelungen sind.

1990: In den 80er Jahren gelingen der Bank keine weiteren Übernahmen mehr. Allerdings fokussiert sich das Institut auf die Entwicklung neuer Produkte. Darunter waren vor allem Versicherungen aber auch viele Investitionsmöglichkeiten in den USA.

1997: Die Leasingfirma Angel Trains ist nun ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der RBS. Die Tochter ist eine der größten Leasinggesellschaften für Eisenbahnfahrzeuge in Europa.

2000: In den 90er Jahren forciert die Bank mehr auf das britische Privatkundengeschäft und wird Vorreiter im Online- und Telefonbanking. Neue Vertriebsweger werden auch durch Joint-Ventures mit Tesco und der Verging Group beschritten.
Im Februar dieses Jahres über nimmt die RBS die National Westminster Bank für 21 Milliarden Pfund. Damit verschafft sich das Bankhaus schlagartig einen Zugang zu den amerikanischen und kontinentaleuropäischen Märkten, in denen sie bisher nicht so stark vertreten war.

August 2005: Die RBS beschließt eine strategische Partnerschaft mit der Bank of China (BOC), der zweitgrößten chinesischen Bank. Sie kauft 10% der Anteile für 3,1 Milliarden US-Dollar und stellt fortan ein Aufsichtsratsmitglied.

14. September 2005: Die britische Königin Elisabeth II. eröffnet das neue Hauptquartier in Gogabum, westlich von Edinburgh.

17. Oktober 2007: Gemeinsam mit der Fortis-Gruppe und der Santander Bank übernimmt die RBS die niederländische ABN Amro.

2008: Mitte des Jahres übernimmt die Santander Consumer Bank das kontinentaleuropäische Konsumentenkreditgeschäft der RBS. Dazu gehören die Länder Deutschland, Holland, Österreich und Belgien.

Januar 2009: Die RBS gibt den Verkauf der Anteile an der Bank of China bekannt.

2009: Die RBS erleidet im Zuge der Finanzkrise Verluste in Milliardenhöhe und erhält von der britischen Regierung staatliche Finanzhilfen. Im Geschäftsjahr 2008 wird ein Verlust in Höhe von ca. 27 Milliarden Euro bekannt gegeben.

Anfang April: Auf Grund der Sanierungspläne muss die Bank ca. 9000 Stellen streichen.

2010: Im Zuge der Bankenkrise erhält die RBS weitere 25,5 Milliarden Pfund vom britischen Staat. Die britische Regierung sichert zusätzlich noch 282 Milliarden Pfund an kritischen Wertpapieren im Portfolio der RBS ab. Das Finanzinstitut muss im Gegenzug Teile ihres Investmentbanking Geschäftes und des Filialnetzes verkaufen.








3. Geschäftsverlauf


2002:

Umsatz (in Mrd. Pfund): 4,763
Gewinn (in Mrd. Pfund): 3,074
Bilanzsumme (in Mrd. Pfund): 0,412
Mitarbeiter: 111.800
KGV: 21,50
KUV: 1,59


2003:

Umsatz (in Mrd. Pfund): 6,159
Gewinn (in Mrd. Pfund): 4,039
Bilanzsumme (in Mrd. Pfund): 0,455
Mitarbeiter: 120.900
KGV: 21,20
KUV: 1,74


2004:

Umsatz (in Mrd. Pfund): 6,917
Gewinn (in Mrd. Pfund): 7,936
Bilanzsumme (in Mrd. Pfund): 0,583
Mitarbeiter: 136.600
KGV: 12,70
KUV: 1,74


2005:

Umsatz (in Mrd. Pfund): 7,936
Gewinn (in Mrd. Pfund): 5,501
Bilanzsumme (in Mrd. Pfund): 0,776
Mitarbeiter: 137.000
KGV: 10,40
KUV: 1,58


2006:

Umsatz (in Mrd. Pfund): 9,186
Gewinn (in Mrd. Pfund): 6,393
Bilanzsumme (in Mrd. Pfund): 0,871
Mitarbeiter: 142.600
KGV: 10,2
KUV: 1,56


2007:

Umsatz (in Mrd. Pfund): 9,900
Gewinn (in Mrd. Pfund): 7,549
Bilanzsumme (in Mrd. Pfund): 1,900
Mitarbeiter: 226.400
KGV: 5,80
KUV: 0,84


2008:

Umsatz (in Mrd. Pfund): -40,667
Gewinn (in Mrd. Pfund): -23,541
Bilanzsumme (in Mrd. Pfund): 2,401
Mitarbeiter: 199.800
KGV: -0,30
KUV: 0,33


2009:

Umsatz (in Mrd. Pfund): -2,595
Gewinn (in Mrd. Pfund): -2,676
Bilanzsumme (in Mrd. Pfund): 1,696
Mitarbeiter: 183.700
KGV: -15,70
KUV: 0,68


2010:

Umsatz (in Mrd. Pfund): -0,399
Gewinn (in Mrd. Pfund): -1,001
Bilanzsumme (in Mrd. Pfund): 1,453
Mitarbeiter: 148.500
KGV: -47,00
KUV: 0,36


In allen Bereichen hat sich die RBK bis einschließlich 2007 stark verbessert. Danach geht es im Zuge der Finanzkrise wieder stark abwärts, Allerdings fängt sich das Institut langsam wieder.

Die Kennzahlen (KGV & KBV) können täuschen, da das Unternehmen in den letzten Jahren Verlust gemacht hat.







4. Chartanalyse

Durch einen starken Kursanstieg hat das RBS-Papier in der letzten August-Woche den Abwärtstrend, der sich seit Beginn der Krise zeigt beendet und ist innerhalb weniger Tage um mehr als 10% gestiegen.

Es wird sich zeigen müssen, ob dieser Richtungswechsel langfristig ist, oder doch nur eine Art „Ruhe vor dem Sturm“.






5. Analystenmeinungen


Deutsche Bank: Buy, 0, 35 GBP

Goldman Sachs Group Inc.: Hold, 0, 36 GBP

Morgan Stanley: Hold, 0, 38 GBP

UBS AG: Buy, 0, 56 GBP

Société Générale Group S.A. (SG): 0, 60 GBP

Unicredit belässt SMA Solar auf „Hold“ - Kursziel: 75 Euro








6. Fazit


Meiner Meinung nach sollten alle mutigen Investoren schnellstmöglich bei RBS einsteigen. Sollte sich der Aufwärtstrend fortsetzten könnte man sowohl kurz- als auch langfristig hohe Gewinne machen.

Natürlich bleibt RBS weiterhin ein Zockerpapier. Wem das zu heiß ist, der sollte sein Geld besser anders investieren.

Den starken Kursanstieg in den letzten Tagen halte ich für angebracht und glaube nicht, dass es sich dabei um einen kurzen Anstieg handelt und die Kurse nächste Woche wieder einbrechen könnten.

Ich denke, dass sich die Aktie nun langsam wieder erholt und halte deshalb bis zum Ende des Jahres bei einer positiven Marktentwicklung bis zu 100% Gewinn für das Papier für möglich.

Das wäre ein Anstieg von ca. 25 Cent.

Auch die Analysten bewerten die Aktie positiv.

Da sie wie schon gesagt sehr stark vom Markt abhängig ist, sollte man sich bei der Entscheidung für oder gegen den Einstieg klar auch nach der Entwicklung von Dax, Dow, Nasdaq und anderen Indizies richten.



Kurz gesagt:

Bei positiver Marktentwicklung sollten mutige Investoren einsteigen. Sollten die Märkte sich jedoch anders entwickeln sollte man die Finger von dem Papier lassen.

Ich hoffe ich habe euch mit meinem Kommentar weitergeholfen. Noch viel Spaß mit informunity.de und ein schönes Wochenende wünscht euch

Moehre97 ;-)






7. Quellen


http://www.informunity.de/stock_detail.p?STID=301&PFID=32047

http://de.wikipedia.org/wiki/Royal_Bank_of_Scotland

http://www.boerse.de/fundamental/Royal-Bank-of-Scotland/GB0007547838#kennzahlen

http://www.ariva.de/statistics/facunda.m?secu=100966484

http://www.finanzen.net/analyse/Royal_Bank_of_Scotland_RBS_buy-Soci_t_G_n_rale_Group_S_A__SG__411848

http://www.spiegel.de/thema/royal_bank_of_scotland/

http://www.faz.net/artikel/C31151/royal-bank-of-scotland-britischer-staat-wird-grossaktionaer-30010165.html

http://www.ariva.de/statistics/facunda.m?secu=660&page=-1

http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2011-08/20996593-royal-bank-of-scotland-stuerzt-wieder-ab-095.htm
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Royal Bk Scotld Aktie
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Kursentwicklung 3 Monate (Graue Fläche = DAX)  
Investor
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1844. Rang
Investor
Performance
IPQ 121
Portfolios von Erik-Rettig-1997 haben sich im
Ø 3% p.a. besser entwickelt als der DAX.