Kommentar vom 13.09.11
InvestorSchnitzmaus
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Munich RE " Kunden sollen Ihre Lieferketten preisgeben - Rekordschadensjahr 2011 !!!"
Munich Re
Kunden sollen Ihre Lieferketten preisgeben - Rekordschadensjahr 2011 !!!

Carl von Thieme
(1844–1924) gründet 1880 die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft.
Ganz klein fing alles an. Mit vier Mitarbeiter und keinem Telefon.
Doch dieses kleine Unternehmen, ist das größte Unternehmen der Rückversicherungsbranche in der Welt geworden.
Am Anfang als Erstversicherung, erschließte den Markt in Großbritannien und in den USA. Sie entwickelt die Maschinenversicherung und muss erste Großschäden verkraften.
Neue Risiken, wie die der Luftfahrt oder der Lebensversicherung für jeden Bürger kamen hinzu.
Aufgrund der zunehmenden Naturkatastrophen gründet Munich Re eine eigene Forschungsabteilung für Naturgefahren.
In den 90` ziger Jahren kamen die Übernahme der American Re sowie die Gründung der ERGO Versicherungsgruppe und der Assetmanagement-Gesellschaft MEAG dazu. Es waren auch die Jahre der Expansion.
Im laufe der nun 130 jährigen Geschichte entwickelte sich die
Munich Re vom klassischen Rückversicherer zum Lösungsanbieter für die gesamten Aufgaben einer Versicherungswirtschaft.
Risikolösungen, umfangreiche Beratungs- und Serviceleistungen und Bilanzconsulting beschreiben das Leistungsspektrum.

Die MUNICH RE basiert auf drei Säulen:
*** die Rückversicherung
*** die Erstversicherung
*** die Munich Health

Beschäftigt sind ca.47000 Mitarbeiter, davon ca.11400 bei der Rückversicherung, über 30900 in der Erstversicherung, Munich Health ca. 4000 und
fast 750 im Asset Management.

Kurze Biografie der ERGEBNISSE in 2010:
Das Konzernergebnis insgesamt, betrug 2010 2,430 Mrd. €.
Dabei waren 23 Mrd.€ an Eigenkapital vorhanden und die EK Rendite
betrug 10,4 %.
Der Börsenwert lag am 31.12.2010 bei 21,4 Mrd.€ ,
das Ergebnis der Aktie war 13,06 € und der Aktienkurs lag bei 113.45 €.
Seit 2008 ist insgesamt eine kontinuierliche Steigerung zu verzeichnen.
In 2007 war das beste Konzernergebnis mit 3,9 Mrd.€ mit nur immerhin
38634 Mitarbeitern erreicht worden.

Informationen zum Bereich RÜCKVERSICHERUNG 2011
Die Rückversicherungen wie hier die Munich Re sind stark gebeutelt, durch die verheerenden Erdbeben, Stürme und Überflutungen unlängst in Japan,
in Australien u.a. Ländern.
Die Rückversicherungsbranche rechnet damit, das 2011, dass Jahr mit den meisten, größten und teuersten Schäden in der Geschichte sein wird.
Und die Versicherungsbranche »bibbert«.
Die Naturkatastrophen im 1. HJ 2011 haben der Versicherungswirtschaft
schon 51,3 Mrd. € gekostet.
Nur der Wirbelsturm Katrina 2005 in dem USA Staat -- New Orleans war kostspieliger.
Aber die Hurrikansaison 2011 zu 2012 beginnt ja jetzt erst, und wer weis
was da noch alles passiert.
Zumindest wird es sehr teuer werden.
Erste Zeichen mit Hurrikan »Irene«, ende August hat es ja schon gegeben.
Dieser Wirbelsturm kostet dem Rückversicherer ca. 2 Mio.€. Es wäre der
Achteuerste gewesen.

Munch Re arbeitet auch mit China an Verträgen.
So plant das Versicherungsunternehmen mit dem chinesischen Versicherer Ping, ein Gemeinschaftsprojekt. Immerhin hält die chinesische Gesellschaft 3% an der Munch Re.Bei dem Projekt geht es um Ökostrom.
Beide Unternehmen wollen Versicherungs - Policen für den Bereich erneuerbarer Energien in China entwickeln. Die zeit dafür ist duerch die Munch Re gut getroffen, denn China plant bis 2020 , 50 Mrd Dollar für den Ökostrom, insbesondere mit Wind und Sonne, zu investieren.
Die Rückversicherer Munich Re investiert ja selbst auch Mrd. in erneuerbare Energien.Und hier besonders in das große Wüstenprojekt DESERTEC.

Vorgestern fand in Monte Carlo das Welt Rückversicherungstreffen statt.
Und es wurde heftig gestritten und Konsequenzen aus den folgen
## von Naturkatastrophen
## von Terrorgefahr
## von Altersrisiko und
## von Sorgen um die niedrigen Zinsen gezogen.

KONSEQUENZEN:
** die wichtigste Forderung der Muench Re besteht darin, dass die Kunden,
die einen Vertrag haben, in Zukunft Ihre LIEFERKETTE an die
Versicherung bekannt geben.( OFFEN LEGEN), der Kunde muss
auch bereit sein, seine Lieferanten im Schadensfall zu wechseln-- also
alternative Zulieferer schaffen !!
** das muss dazu beitragen, dass Betriebsunterbrechungen
abgesichert sind, ja ,aber in einem kulanten Miteinander.
** die sogenannten Rückwirkungspolicen, die auch zahlen , wenn ein
Unternehmen nicht selbst beschädigt wurde - da wird in Zukunft mehr
Transparenz eingeführt. Diese Kumulierung übersteigt und belastet die
Versicherungsgesellschaft zu stark.
Bestehende Deckungskonzepte will man hier verändern.
Und deshalb auch die Offenlegung der Lieferketten und die Suche nach
Alternativen.
Konsequent sagt die Muench RE,« sonst sind Risiken nicht versicherbar«
** Eine flächendeckende Preiserhöhung für den Rückversicherungsschutz
will man nicht durchsetzen, weil es auch noch zu viele Überangebots-
Kapazitäten gäbe. Auch liegen die Preise in den den USA und
Europa sowieso schon um das dreifache höher als in anderen Ländern .
** die Masse des Rückversicherungsschutzes wird in etwa gleich
bleiben, aber die Deckungssummen gerade für Naturgefahren werden in Europa
teurer werden.
** Bei der immer mehr ansteigenden Terrorgefahr will der Versicherer
ebenfalls die« Reißleine » ziehen. Der Anschlag auf das World
Trade Center hat den Versicherer 23,8 Mrd. € gekostet. Davon waren 33 %
nur für Betriebsunterbrechungen gezahlt worden.
Das größte Problem besteht darin, zu berechnen »wie viel
Terroranschläge »z. B. in einem Jahr auftreten. Und dass ist
nicht berechenbar. Deshalb sind öffentliche-private Partnerschaften sinnvoll.
Sie sollen eine begrenzte Deckung übernehmen und der Staat die
extremsten Schäden übernimmt. Wie beim Terrorversicherer »Extremus«
** Auch sieht die Muench Re, dass das Alterungsrisiko nicht versicherbar ist.
Hier versuchen die Pensionsfonds sich abzusichern und das geht nicht.
Es ist nachgewiesen, dass das Alter der Menschen weiter ansteigt.
Bisher hat man das Unterschätzt und deshalb ist das Alter eines
Menschen nicht versicherbar.
** Große Sorgen hat die Muench Re, mit den niedrigen Zinsen.
Es gibt keine risikolose Kapitalanlage, heute sind die Zinsen niedrig
und morgen wieder höher. Die Versicherung reagiert darauf mit einer
größtmöglichen Diversifizierung der Kapitalanlagen.
» Mit einem neuen Computerprogramm will die Munich Re die Verkettung
von Risiken sichtbar machen und damit künftige allzu schwere Schläge für
den Konzern vermeiden.**

Die Munch Re ist die größte Rückversicherung der Welt.
mit 29,3 Mrd. Dollar zahlte sie die meisten Prämien in 2010.
mit 19,4 Mrd. Dollar ist die zweitgrößte, die Swiss Re,
mit 14,7 Mrd. Dollar Berkshire Hathaway,
mit 13,7 Mrd. Dollar Hannover Rück usw.

Trotz der vielen Katastrophen und der neuerlichen erst im August rechnet die Versicherung mit guten Ergebnissen in diesem Jahr.
Die Rückversicherungsprämien sollen im nächsten Jahr wieder etwas steigen.
Im 2.Quartal hat das Unternehmen insgesamt einen Gewinn von 738 Mio. €
erwirtschaftet. Bei den Kapitalanlagen ist das Ergebnis schlecht durch die griechischen Staatsanleihen.
Bei den Rückversicherungen lag die Schadens-Kosten-Quote bei 133,1 %,
im 1.Quartal. Das ist durch die außergewöhnlichen Naturkatastrophen
entstanden. Im 2.Quartal belief sich dieser Faktor schon auf bessere 99,6%.
Konzernverluste von -132 Mio. € im 1. Quartal und von 551 Mio.€
im 2.Quartal mussten hingenommen werden.

Die Bruttobeitragseinnahmen belaufen sich im 2. Quartal auf:
# Segment Schaden/Unfall 34%
# Segment Gesundheit 31%
# Segment Leben 35%

AKTIONÄRSSTRUKTUR: zum 31.08.2011
* fast 905 aller Aktien sind in Streubesitz,
* 10,2% ist im Besitz von Warren Buffett,
Im Aktienregister sind 146000 eingetragene Aktionäre .

Das Ergebnis je Aktie lag zum 30 Juni bei 3,80 €.
Die Dividende soll weiterhin stabil bleiben und das bei 6,25 € je Aktie.

Charttechnisch betrachtet sieht das Bild bedrohlich aus.
Im Februar war noch ein Kurs - Hoch von 125,00€ zu verzeichnen.
Seit dem sinkt der Aktienkurs. Mit den Aktienturbulenzen seit Ende Juli,
da waren es dann nur noch 100 € , und es geht immer weiter bergab.
Der Schlusskurs vom letzten Freitag , mit 88,61 € ist der niedrigste seit einem Jahr.
Und trotzdem stellen Analysten fest, die Aktie der Munch Re hat eine starke
Marktstellung. Auch ist die Bilanz solide und günstig bewertet.
Analysten sagen kaufen. Aber die Unsicherheit an den Märkten ist da und deshalb muss man trotzdem vorsichtig sein.

ZITAT:
»JPMorgan hat Munich Re auf »Overweight« mit einem Kursziel
von 153,00 Euro belassen. Die Belastungen durch die Finanzkrisen
in südeuropäischen Ländern sowie das Niedrigzinsniveau seien nach den jüngsten Kursverlusten von Versichereraktien eingepreist, schrieb Analyst Duncan Russell in einer am Montag vorgelegten Branchenstudie. Die Bewertungen im Sektor bewegten sich nahe den historischen Tiefs. Vor diesem Hintergrund sei Munich Re ein »Top Pick« und bleibe auf der »Analyst Focus List«.«
Der aktuelle Aktienkurs liegt bei 80,01 €.

Ich wünsche allen gute Ergebnisse
Student500














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