Analyse zur Aktie ThyssenKrupp

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Am 15.01.12
von Dennis-P
zu ThyssenKrupp

ThyssenKrupp - Geht es 2012 wieder bergauf?

Das Albtraumjahr 2011

In der zweiten Hälfte von 2011 begab sich der Stahlpreis auf Talfahrt und notiert mittlerweile im Bereich der Cashkosten der Produzenten. ''Die Stahlkonjunktur hat sich in den letzten Wochen vor allem als Folge der Staatsschuldenkrise im Euroraum eingetrübt'', resümiert der Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl, Hans Jürgen Kerkhoff. Der erneute Rückschlag konnte ungünstiger nicht kommen. Thyssen-Krupp befindet sich mitten in einer Umstrukturierung. Die Edelstahlsparte soll verkauft und der Technologiebereich, zu dem unter anderem die margenträchtige Aufzugssparte gehört, gestärkt werden. Doch der geplante Verkauf gestaltet sich aufgrund der Rahmenbedingungen schwierig. Zudem hat ThyssenKrupp noch immer ein Problem mit den neuen Stahlwerken in Brasilien und den USA. Dort sind die Anlaufverluste weit höher als zunächst vermutet. Und genau das kreidet der Aufsichtsrat dem ehemaligen Konzernchef Ekkehard Schulz an. Er habe vor allem das Werk in Brasilien durchgeboxt - obwohl damals schon klar gewesen sei, dass die Kosten aus dem Ruder laufen. Die Sparte Steel America schloss das Geschäftsjahr mit einem operativen Verlust von gut einer Milliarde Euro ab. Auch im laufenden Geschäftsjahr dürften dort Verluste anfallen. Angesichts eines Konzernverlusts von 1,8 Milliarde Euro im abgelaufenen Geschäftsjahr verwundert es nicht, dass der neue Konzernchef Heinrich Hiesinger prognostiziert: ''2012 wird kein einfaches Jahr für uns.''


6 Gründe warum ThyssenKrupp dennoch die große positive Überraschung 2012 werden könnte:

1) Der Verkauf der Werft Blohm + Voss an den Finanzinvestor Star Capital Partners ist gelungen.

2) Die Bewertung ist mittlerweile auf ein historisch niedriges Niveau gesunken. So notiert die Aktie inzwischen rund 45 Prozent unter dem durchschnittlichen Kurs-Buchwert- Verhältnis der vergangenen fünf Jahre.

3) Die Rezessions-Sorgen könnten sich schnell als...
Der obige Analyse spiegelt ausschließlich die Meinung des Autors wider. Informunity übernimmt dafür keine Haftung.