Kommentar vom 15.02.13
AktieAurubis
InvestorSaigo
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Kupfer aus dem Elektrobad
Im Folgenden soll der Kupferproduzent Aurubis fundamental analysiert werden. Nach einem Überblick über den Konzern und die Verwendung seiner Produkte werden die drei Geschäftsbereiche genauer untersucht. Anschließend sollen die Risiken, aber auch die Chancen des Kupfergeschäfts aufgezeigt werden. Der erst heute erschienene Quartalsbericht soll die vorher gemachten Angaben aktualisieren. Danach kommt eine Zusammenfassung der Kennzahlen des Unternehmens und seiner Aktie.

Gliederung
1. Einführung
1.1 Über Aurubis
1.2 Über Kupfer und seine Verwendung
2. Primärkupfer
3. Recycling/Edelmetalle
4. Kupferprodukte
5. Chancen und Risiken
5.1 Risiken
5.2 Reduktion von Risiken
5.3 Chancen
6. Quartalsbericht 1. Quartal 2012/2013
7. Kennzahlen
8. Fazit

1. Einführung

1.1 Über Aurubis
Aurubis, bis zum 1. April 2009 unter dem Namen Norddeutsche Affinerie bekannt, ist einer der weltweit führenden integrierten Kupferkonzerne und der größte Kupferrecycler der Welt. "Integriert" bedeutet, dass Aurubis nicht nur Kupfer produziert, sondern ebenso die Weiterverarbeitung zu Produkten übernimmt. Dabei werden sowohl einfache Standard- als auch Spezialprodukte hergestellt. Der Konzern beschäftigt rund 6.400 Mitarbeiter an Produktionsstandorten in Europa und Nordamerika und vertreibt seine Produkte in Europa, Nordamerika und Asien.
Der Konzern gliedert sich in drei Geschäftsbereiche. Der Geschäftsbereich Primärkupfer erzeugt Kupfer aus Kupferkonzentrat. Da natürliche Erzvorkommen häufig nur über einen Kupfergehalt von 0,4 bis 4 % verfügen, werden diese zuerst angereichert. Das hieraus entstehende Kupferkonzentrat besteht aus je 30% Kupfer, Schwefel und Eisen sowie weiteren Bestandteilen. Dieses Konzentrat wird verarbeitet, bis börsentaugliche Kupferkathoden aus über 99,99% Kupfer entstehen.
Der zweite Geschäftsbereich, Recycling/Edelmetalle, verwertet Schrotte, um aus diesen Kupfer sowie weitere Edelmetalle, wie Gold und Silber, zu gewinnen, welche gereinigt und verkauft werden
Der letzte Geschäftsbereich, Kupferprodukte, verarbeitet das selbst produzierte Kupfer.
Aurubis ist nach eigenen Aussagen einer der umweltfreundlichsten Kupferproduzenten der Welt. Dies gewährleisten konzernübergreifende Umweltschutzstandards für alle Standorte; die Verwertungsquote der produktionsbedingten Abfälle erreichte 2010 den Grad von 99,9%, es entstehen also quasi keine Abfälle.

1.2 Über Kupfer und seine Verwendung
Die wichtigste Eigenschaft des Kupfers ist seine hervorragende Leitfähigkeit von Strom und Wärme (nur übertroffen von Silber, welches jedoch teurer ist), gleichzeitig ist es leicht formbar, widerstandsfähig und weist eine hohe Korrosionsbeständigkeit auf.
Dementsprechend findet es sich überall, unter anderem in Kabeln, Kühl- und Klimatechnik, Schaltkreisen, Transformatoren, Spulen, Elektromotoren (bspw. in Aufzügen), in den Mikroprozessoren jedes Computers.
Unter anderem findet man es in Autos: In jedem Mittelklassewagen findet sich 1 km Kupferdraht im Gewicht von 25 kg; mehr sind es bei Luxuswagen sowie Hybrid- und Elektroautos. Hier finden sich auch Elektromotoren wieder: Als Starter des Verbrennungsmotors, für die Scheibenwischer, Fenster und Außenspiegel.
Auch die Energiewende erfordert Kupfer: Die Absorberflächen in Sonnenkollektoren bestehen zu rund 90 % aus Kupfer, außerdem findet man es in Windenergie- und Erdwärmeanlagen und Brennstoffzellen.

2. Primärkupfer
Der Geschäftsbereich Primärkupfer gewinnt Kupferkathoden, die über einen Kupfergehalt von über 99,99% verfügen und über Börsen gehandelt werden können. Ebenso werden die bei der Kathodenproduktion anfallenden Nebenprodukte, vor allem Schwefelsäure, vermarktet und verkauft. Dank spezieller Abscheideanlagen kann Aurubis auch mit problematischen Erzen, die bspw. Fluor enthalten, zurechtkommen.
Der Kupferpreis fiel 2012 um 14%, verbleibt jedoch mittlerweile stabil auf einem sehr hohen Niveau, da die Nachfrage zwar teilweise nachgab, jedoch größer als das Angebot blieb. Deshalb konnte Aurubis hohe Schmelz- und Raffinierlöhne (Entgelte für die Umwandlung des Kupferkonzentrats in börsenfähige Kathoden) realisieren. Der Markt für Schwefelsäure blieb ebenfalls stabil bei hohen Preisen.
Im Geschäftsjahr 2011/2012 wurden über 2 Mio. t Konzentrat eingesetzt und 944.000 t Kupferkathoden und über 2 Mio. t Schwefelsäure produziert. Der Umsatz lag bei rund 8,5 Mrd. €, das EBIT (Gewinn vor Zinsen und Steuern) bei 253 Mio. €.

3. Recycling/Edelmetalle
Aurubis recycelt Metallschrotte, um aus diesen die Metalle wiederzugewinnen, was ohne Qualitätsverluste möglich ist. Dank hoher Kupferpreise standen Aurubis genügend Schrotte zur Verfügung. Im letzten Geschäftsjahr konnte Aurubis so 203.000 t Kupferkathoden gewinnen, 1222 t Silber, 37 t Gold sowie weitere Metalle, wie Platin, Blei, Zinn, Nickel und Selen.
Die Recyclingsysteme werden kontinuierlich ausgebaut, sodass neben den bisherigen Abfällen wie Kupfer- und Kupferlegierungsschrott und Reststoffen aus der Kupferverarbeitung auch zunehmend komplexerer Schrott wie Industrieabfälle und Elektroschrott recycelt werden können.
Die Gewinnmargen sind im Recycling gesunken, dies konnte jedoch durch gestiegene Einsatzmengen kompensiert werden. Das operative EBIT lag bei 101,5 Mio. € bei einem Umsatz von fast 5 Mrd. €.

4. Kupferprodukte
Im dritten Geschäftsbereich werden die produzierten Kupferkathoden zu diversen Produkten weiterverarbeitet; überzählige Kathoden werden an den Rohstoffbörsen verkauft.
Das Kernprodukt ist Gießwalzdraht, bspw. für Kabel, Transformatoren, Generatoren, Motoren. Desweiteren werden diverse Stranggussformate, bspw. für Bänder, Folien, Bleche, Rohre, hergestellt. Die dritte Produktgruppe umfasst Walzprodukte, wie Präzisionsbänder und Flachkupferbleche für architektonische Anwendungen. Auch werden Produkte für Elektronik, Maschinenbau oder Telekommunikation hergestellt.
Die einzelnen Werke werden zunehmend umgebaut, um die Spezialisierung der Werke auf bestimmte Produkte und damit eine Steigerung der Produktivität zu erzielen.
Die Märkte für Kupferprodukte liefen in letzter Zeit schlecht. Grund hierfür ist die schwache konjunkturelle Lage in der Welt im allgemeinen und in Europa im besonderen. Die Schuldenkrise hat zu einer Verunsicherung der europäischen Abnehmer geführt, die – neben der geringeren Nachfrage an sich – zunehmend kürzere Planungshorizonte einnehmen und damit kurzfristiger bestellen, was von Aurubis eine gewisse Flexibilität erfordert. Hinzu kommt die Stockung der Energiewende, vor allem beim Ausbau der Windkraftanlagen, die viel Kupferprodukte benötigt. In Nordamerika blieb die Kupfernachfrage dagegen stabil.
Insgesamt wurde im letzten Geschäftsjahr bei einem Umsatz von 9,6 Mrd. € ein operatives EBIT von 10,1 Mio. € erzielt.

5. Chancen und Risiken

5.1 Risiken
Kupfer und Kupferprodukte sind konjunkturabhängige Güter, dementsprechend schwer hat Aurubis es im derzeitigen Marktumfeld. Die schlechte Konjunktur und die Unsicherheit über die weitere wirtschaftliche Entwicklung in Europa verringern die Kupfernachfrage; der steigende Kupferpreis wirkt zwar positiv, verstärkt jedoch gleichzeitig den Nachfragerückgang. Besonders die Konjunktur in Deutschland, welches immer noch der Kernmarkt für Aurubis ist, verschlechtert sich langsam, nachdem sie die letzten Jahre über robust blieb. Auch China, welches sich für rund 40% der weltweiten Kupfernachfrage verantwortlich zeichnet, wächst langsamer und fragt weniger Kupfer nach.
Neben der Realwirtschaft spielt die Finanzwirtschaft eine entscheidende Rolle bei der zukünftigen Entwicklung des Kupfermarktes, da Kupfer als Rohstoff auch Spekulationsobjekt ist und der Kupferpreis so von den realwirtschaftlichen Fundamentaldaten abweichen kann. Im Hinblick auf das internationale Geschäft spielen Währungsrisiken eine Rolle.

5.2 Reduktion von Risiken
Die Geschäftsrisiken werden von Aurubis durch langfristige Absicherungsgeschäfte reduziert. So schließt das Unternehmen bspw. Lieferverträge über Kupferkonzentrat langfristig mit verschiedenen Zulieferern aus verschiedenen Ländern ab, wodurch Lieferausfälle und Preisschwankungen reduziert werden und kaum auf Spotmärkte zurückgegriffen werden muss. Gleichzeitig müssen Währungsrisiken abgesichert werden, da das internationale Konzentratgeschäft in Dollar abgewickelt wird.
Andere wesentliche Risiken resultieren aus den Energiepreisen, da Aurubis ein energieintensiver Betrieb ist, der sowohl viel Strom als auch viel Gas benötigt. Auch hier sichert sich das Unternehmen durch langfristige Lieferverträge ab, dennoch steigen die Strom- und Erdgaspreise an. Problematisch sind vor allem die im internationalen Vergleich hohen Energiekosten in Deutschland, da dass Unternehmen an die weltweit einheitlichen Kupferpreise gebunden ist und so höhere Kosten nicht an die Abnehmer weitergeben kann. Sowohl die Erdgas- als auch die Strombezüge sind im letzten Geschäftsjahr gestiegen und werden wohl weiter steigen.
Im letzten Geschäftsjahr hat Aurubis damit begonnen, sich gegen gefürchtete Blackouts aufgrund der deutschen Energiewende zu wappnen. Ein siebenstelliger Betrag wurde unter anderem in Notstromaggregate und Schutzmaßnahmen gegen Schäden durch unplanmäßige Abkühlung der Anlagen aufgrund von Stromausfällen investiert.
Gegen außerplanmäßige Belastungen verfügt Aurubis über ungenutzte Kreditlinien, d. h. zugesicherte Kredite, die bei Bedarf abgerufen werden können, sowie ausreichende Liquiditätsreserven.

5.3 Chancen
Die Unternehmensstrategie von Aurubis besteht in der Weiterentwicklung zum weltweit führenden integrierten Kupferkonzern. Diese Strategie kam dem Konzern bereits zugute, da durch die Diversifikation die Probleme des Geschäftsbereich Kupferprodukte abgefangen wurden. Die Schwerpunkte der Forschung und Entwicklung liegen einerseits auf der effizienteren Verarbeitung komplexer Kupfererze und besseren Gewinnung von Nebenmetallen, andererseits auf der Entwicklung und Optimierung kupferbasierter Produkte.
Insgesamt erwartet der Konzern für das folgende Geschäftsjahr eine stabile Ertragslage.

Im Geschäftsbereich Primärkupfer liegt der Investitionsschwerpunkt auf dem Ausbau der Produktionskapazitäten, Modernisierung der Anlagen und dem Umweltschutz. Dank neuer Minenprojekte wird ein größeres Angebot an Kupferkonzentrat bei einer zu geringen Hüttenproduktion erwartet, sodass die Kupferpreise steigen werden. Der Kupfermarkt in Nordamerika bleibt wohl stabil, Europa dürfte schwächer wachsen oder sogar schrumpfen,
einzig aus China werden Wachstumsimpulse erwartet, dank einem Konjunkturprogramm in Höhe von 120 Mrd. €. Die Nachfrage nach Schwefelsäure wird ebenfalls als stabil erachtet.

Im Bereich Recycling/Edelmetalle werden dank Investitionen Effizienzsteigerungen erreicht. Ab 2013 werden alle in der Kupferproduktion anfallenden Anodenschlämme selbst verarbeitet und die darin enthaltenen Edelmetalle extrahiert.

Die Nachfrage nach Kupferprodukten wird ab 2013 erstmal stagnieren, mittelfristig wird eine steigende Nachfrage erwartet. Besonders im Energiekabelsektor sieht Aurubis einen wachsenden Bedarf nach Gießwalzdraht. Dennoch wird sich das starke Wachstum der letzten Jahre nicht fortsetzen; nachdem die Wertschöpfungskette verbreitert, neue Standorte eröffnet oder aufgekauft und das Angebot an Kupferprodukten erweitert wurde, folgte nun eine Phase der Konsolidierung, in der die neuen Bereiche in den Konzern integriert, Synergien erschlossen und Prozesse optimiert wurden. Zwar will der Konzern nach eigenen Angaben seinen Blick nun wieder verstärkt nach außen richten, allerdings wird dies im momentanen wirtschaftlichen Umfeld schwerfallen.

Insgesamt wird 2013 eine Stabilisierung der Nachfrage nach Kupfer und Kupferprodukten ohne große Schwankungen nach oben oder unten erwartet. Zwar sieht der IWF 2013 ein Wachstum der Weltwirtschaft von +3,6%, dies wird jedoch vor allem in den Entwicklungs- und Schwellenländern stattfinden (+5,6%), nicht in den fortgeschrittenen Industrieländern (+1,5%), in denen die Märkte von Aurubis (USA, Europa) liegen. Dem Kernmarkt, Deutschland, traut der IWF gerade einmal ein Wachstum von 1% zu.
Die Internationale Kupfer-Studiengruppe sieht für 2013 wachsende Kupfermärkte: Die Minenproduktion wird gegenüber 2012 um +6,4% zunehmen, die Produktion von raffiniertem Kupfer um +6,0%, der Verbrauch an Kupfer jedoch nur um +1,5% steigen. (Quelle: International Copper Studies Group)

6. Quartalsbericht 1. Quartal 2012/13
(Das Quartal umfasst den Zeitraum vom 1.10.2012 bis zum 31.12.2012. Die angegebenen Änderungen der Finanzkennzahlen beziehen sich immer auf das Vorjahresquartal im Geschäftsjahr 2011/2012.)
Insgesamt haben sich die weltwirtschaftliche Lage und die Lage des Konzerns selbst nicht wesentlich verändert und sind im Rahmen der Erwartungen verlaufen.
Die Wahlen in den USA und China haben geholfen, die Unsicherheit auf den Märkten zu reduzieren. Aurubis geht davon aus, dass sich die Weltwirtschaft langsam, wenn auch regional unterschiedlich, erholt, spürbare Effekte werden aber erst in der zweiten Jahreshälfte erwartet. Durch den Ausbau der Übertragungsnetze in Hamburg hat sich das Risiko durch einen Blackout wesentlich verringert.
Der Umsatz betrug im ersten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres rund 3,4 Mrd. €, ein Anstieg von 8% gegenüber dem Vorjahresquartal. Die Gewinne werden durch schwankende Kupferpreise verzerrt. Das EBIT (Gewinn vor Zinsen und Steuern) betrug 21 Mio. € (-91%), operativ (bereinigt um Bewertungsergebnisse durch schwankende Kupferpreise) 148 Mio. € (+53%). Der Gewinn (nach Zinsen und Steuern) betrug 10 Mio. €, bereinigt 94 Mio. €. Die Kapitalrendite (Return on Capital Employed, ROCE) betrug 22,6%.
Der Bereich Primärkupfer hatte mit einem Rückgang der Nachfrage nach Kupferkathoden zu kämpfen. Das Angebot von Kupferkonzentrat war hingegen gut, da die Minen ohne große Störungen auf hohem Niveau liefen, es wird also ein weiter steigendes Angebot bei stabilen Kupferpreisen erwartet. Der Umsatz sank um 3,1%, das operative EBIT nahm jedoch um 42,3% zu, das EBT (Gewinn vor Steuern) um 48,5%. Die Kapitalrendite des Geschäftsbereichs betrug 39,8%.
Die Recyclinganlage in Hamburg stand einige Zeit aufgrund geplanter Reparaturen still, gleichzeitig sanken die Rafinierlöhne. Aufgrund eines steigenden Kupferschrottangebots konnte dennoch das Ergebnis gesteigert werden. Der Umsatz stieg um 5,5% auf über 1,3 Mrd. €, das operative EBIT auf 45,9 Mio. € (+58,9%), die Kapitalrendite war mit 60,4% sehr hoch.
Die Kupferprodukte entwickelten sich trotz schwierigem Umfeld gut. Der Umsatz stieg um 10% auf 2,2 Mrd. €, das operative EBIT um über 116% auf 1,5 Mio. €. Die Kapitalrendite blieb mit 3,4% jedoch weit hinter den anderen Geschäftsbereichen zurück.

7. Kennzahlen
Im Geschäftsjahr 2011/2012 erzielte Aurubis Umsatzerlöse in Höhe von rund 13,8 Mrd. € (ein Plus von 3,4% gegenüber dem Vorjahr) und erreichte ein EBIT (Gewinn vor Zinsen und Steuern) von 586 Mio. € (+10,2% ggü. dem Vorjahr) und einen Reingewinn von 363 Mio. € (+2,9% ggü. dem Vorjahr). Die Dividende wurde um 12,5% auf 1,35 € erhöht.

In den letzten fünf Jahren gelang der Aktie stets eine Überrendite im Vergleich zum DAX und MDAX.

KGV __________________11
Dividendenrendite___2,5%
Eigenkapitalquote ___45%

8. Fazit
Aufgrund des gegenwärtigen konjunkturellen Umfelds, vor allem in Europa, gibt es für Aurubis kaum Wachstumschancen. Dem steht gegenüber, dass das Risiko gering ist: Ein weiterer Absturz der weltweiten Konjunktur und/oder der Nachfrage nach Kupferprodukten erscheint unwahrscheinlich. Auch schlägt sich das Unternehmen recht gut und liefert stabile Ergebnisse. Ich würde die Aktie deshalb vor allem risikoscheuen Anlegern empfehlen, die für entsprechende Sicherheit bereit sind, auf Renditechancen zu verzichten und lieber gemütlich einmal jährlich die Dividende einstreichen möchten. Die Möglichkeit großer Kursgewinne sehe ich allerdings erst, wenn es klare Zeichen für einen wirtschaftlichen Aufschwung vor allem in den USA und Europa gibt. Für risikobereite Anleger lohnt sich ein Anstieg deshalb meiner Meinung nach momentan nicht.


Quellen:
1. Aurubis AG: Geschäftsbericht 2011/2012 (soweit nicht anders angegeben)
2. Aurubis AG: Zwischenbericht 3 Monate 2012/2013 (Abschnitt 6)
3. International Copper Study Group: Copper Market Forecast 2012-2013. Press Release, 10th October 2012 (Abschnitt 5)
4. Aktienkennzahlen von comdirect.de (Abschnitt 7)
Anmerkungen
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