Kommentar zur Aktie E.ON AG

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Am 02.03.13
von Wanax
zu E.ON AG

Chartanalyse kurz- und langfristig

Chartanalyse der E.ON AG-Aktie

1. Vorwort
2. Begriffsklärung
2.1. Gleitender Durchschnitt
2.2. Trendlinie
2.3. Trendkanal
2.4. Unterstützungs- und Widerstandslinie
2.5. Fibonacci-Zahlen
2.6. Slow-Stochastic
2.7. RSI
3. Analyse
3.1. Langfristig
3.2. Kurzfristig
4. Fazit


1. Die folgende Analyse basiert lediglich auf der Chartentwicklung und der Psychologie des Aktienmarktes, d.h. der Aktienhändler und Investoren. Es werden weder unternehmerische oder politische Ziele des Unternehmens noch Ziele der Politik berücksichtigt.

Hier die analysierten Charts der Aktie:

Kurzfristig
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Langfristig
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2. Begriffserklärungen
2.1. „Bei einem Gleitender-Durchschnitt-Indikator wird der Durchschnitt einer vorher festgelegten Anzahl an Schlusskursen über mehrere Tage ermittelt. Ein gleitender Durchschnitt vereinfacht die Sichtbarmachung der Währungsaktivität, da er die täglichen statistischen Störungen beseitigt - oder zumindest minimiert.“ (A)
Gleitende Durchschnitte sind lediglich ein Trendfolger. Sie bestätigen, dass ein Trend vorliegt bzw., dass kein Trend vorliegt.
2.2. „Die Trendlinie aus der technischen Analyse beschreibt die Verbindungslinie zwischen zwei oder mehr Hoch- oder Tiefpunkten in einem Chart.“ (B) Die Trendlinie ist also lediglich ein visualisierender Trendanzeiger. Er ist verwendbar für steigende und fallende Kurse.
2.3. Ein Trendkanal ist wie eine Trendlinie „Der Trendkanal beschreibt in der technischen Analyse die Kurszone des Wertpapiers, die nach oben durch die Widerstands- und nach unten durch die Unterstützungslinie gekennzeichnet ist. Der Durchbruch durch den Trendkanal kann entweder als Kauf- oder Verkaufssignal verstanden werden.“ (C)
2.4. Unterstützungs- und Widerstandslinien sind Grenzen auf die die Aktie gestiegen oder gefallen ist oder fallen/steigen wird.
2.5. Die Fibonacci-Zahlen geben zu erwartende Kursanstiege oder Kursfälle an. Die wichtigsten Zahlen sind 0% bzw. 100%, sowie 38% und 62%. Hier werden neue Widerstands bzw. Unterstützungslinien gebildet an denen sich der weitere Kursverlauf orientieren kann.
2.6. Ein Stochastikoszillator ist ein Instrument, dass angibt, ob eine Aktie überkauft oder überverkauft ist. Dies ist ein wichtiges Instrument, um z.B. eine Kaufs- oder Verkaufsordner zu bestimmen. Bei 80 liegt ein Verkaufsignal vor und bei 20 ein Kaufsignal.
2.7. Der RSI ist ein Oszillator ähnlich dem Stochastik, lediglich die Begrenzungen sind andere. Sie liegen bei 70 und 30.


3.1. Langfristige Analyse des vergangenen Kurses.
1 = Fibonacci-Zahlen
2 = Positiver Trendkanal
3 = Gleitender Durschnitt 200 Tage
4 = Trendlinie
5 = Widerstandslinie

Die Unterstützungslinie (1) (am Tiefsten Punkt zu zeichnen, liegt leider unter der Fibonacci-Linie) zeigt hier, dass der Kurs stabil über dem Tiefsten Punkt im Juli 2012 liegt. D.h. es kann eigentlich nur ein positiver Trend folgen. Der Kurs wird wiederholt auf diese Unterstützungslinie zurückkehren und abprallen. Im Januar 2013 wurde jedoch diese Linie durchbrochen, sodass ein Abwärtstrend bevorsteht.
Die Fibonacci-Zahlen (1) bestätigen den Kursfall auf 62 – 50% sowie auf 50 – 38% und den anschließenden Sturz. Der darauffolgenden Anstieg benutzt die 38% als neue Widerstandslinie.
Der Trendkanal (2) ist im Abwärtstrend ein Aufwärtstrend. Er durchbricht lediglich kurzzeitig den Haupttrend.
Der Gleitende Durchschnitt (3) zeigt, dass die Aktie im Fall ist und bestätigt den Abwärtstrend. Wenn der Aktienkurs den Gleitenden Durchschnitt von unten nach oben durchbricht, kann dies einen Aufwärtstrend signalisieren.
Der Trend ist ersichtlich negativ. Die Trendlinie (4) nach unten gezeichnet signalisiert den Abwärtstrend. Es reichen zwei Punkte aus, um eine Trendlinie zu zeichnen.
Der bisherige Tiefpunkt im April 2012 legt den zukünftigen Höchstpunkt im Juli 2013 fest, sodass diese Unterstützungslinie zu einer Widerstandslinie wird (5).

Der Slow-Stochastic-Oszillator indiziert ein Kaufsignal für den Aktuellen Wert. Dies garantiert zwar nicht, dass der Kurs sofort steigt, jedoch zeigen die zwei Linien im Oszillator durch das Schneiden, dass es einen Aufwärtstrend geben wird und die Aktie überverkauft ist. Dies ist ein Signal zum Kauf.
Der RSI bestätigt diese Vermutung.


3.2. Kurzfristige Analyse des vergangenen Kurses
1 = Unterstützungslinie (Tiefpunkt)
2 = Unterstützungslinie (Oberhalb des Tiefpunkts)
3 = Fibonacci-Zahlen
4 = Gleitender Durchschnitt 50 Tage
5 = Negativer Trendkanal

Die Unterstützungslinie am Tiefsten Punkt (1) ist bereits wieder überschritten und es wurde eine zweite Unterstützungslinie (2) gebildet. Die zweite Unterstützungslinie wurde durch zwei neue Tiefpunkte gebildet, welche die Unterstützungslinie bestätigen. Der Kurs wird entweder steigen oder fallen und muss hierzu diese Linie durchbrechen, wodurch ein weiterer Abwärtstrend entsteht. Es ist ebenfalls möglich, dass sich der Kurs weder nach oben noch nach unten orientiert und erstmal taumelt.
Die Fibonacci-Zahlen (3) bestätigen den Kursfall und zukünftigen Kursanstieg und legen den Grundstein zur kurzzeitigen Kurszielorientierung bei 13€ +/- 0,250 €.
Der Gleitende Durchschnitt (4) zeigt hier, dass die Aktie durch Anleger gemieden wird. Für den Fall, dass der Aktienkurs den Gleitenden Durchschnitt von unten nach oben kreuzt, wird ein Aufwärtstrend bestätigt, sodass sich eine Investition deutlich lohnen wird.
Der Trendkanal (5) bestätigt den Abwärtstrend.

Der Slow-Stochatic-Oszillator hat sich gerade gekreuzt und den kurzen Aufwärtstrend signalisiert. Die beiden Linien werden sich wieder kreuzen und einen Abwärtstrend signalisieren.
Der RSI zeigt hier durch den momentanen Wert von ca. 40, dass von einem momentanen Kauf abzuraten ist. Der Verlauf sollte beobachtet werden bis der RSI auf min. 30 fällt und somit ein klares Kaufsignal abgibt.

4. Fazit
Auf die Lauer legen! Langfristig heißt es ganz klar kaufen! Kurzfristig heißt es noch nicht kaufen. Ich schätze, dass der Kurs seinen Tiefpunkt erreicht hat bzw. kurz davor steht. Die Oszillatoren bestätigen langfristig ein Kaufsignal. Die Unterstützungslinien sind klar ausgebildet und so schlecht ist E.ON auch nicht. Außerdem ist die Dividendenrendite von 5,44% auch nicht so schlecht.



Alle Angaben sind ohne Gewähr.

(A) www.markets.com
(B) www.cecu.de
(C) www.cecu.de
Anmerkungen
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Der obige Kommentar spiegelt ausschließlich die Meinung des Autors wider. Informunity übernimmt dafür keine Haftung.