Analyse zur Aktie Solarworld

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Am 06.08.13
von OktiEdda
zu Solarworld

Der Wahnsinn hat bald ein Ende

Nachtrag von Anfang September: die Seitwärtsbewegung könnte durchaus noch eine Weile anhalten. Der Kapitalschnitt kommt (das war wirklich nicht einfach herauszufinden) frühestens im November. Das Ende ist also noch ein bisschen hinausgeschoben - am gesagten ändert das aber Grundsätzlich nichts.

Die Nachrichten klingen gut für Solarworld, und entsprechend hat sich der Kurs seit seinem Tief vor etwa einem Monat auch wieder mehr als verdoppelt (aktueller Kurs: 76ct). Trotzdem bleibt Solarworld ein Pennystock – was viele Zocker zum Einsteigen reizt. Was kann man denn schon groß falsch machen, wenn eine Aktie nur noch bei 60 oder 70ct steht? Wie groß wird der Gewinn wohl sein, wenn es auch nur auf die 1,80€ vom Jahresanfang hochgeht? Nur 25% Gewinn, und ich steig' aus, denkt sich wohl mancher.
Für ein Börsenspiel kann das eine gute Strategie sein, denn so lassen sich, so lange man im Trend ist in der Tat riesige Gewinne generieren. Und liegt man falsch, war es eben nur Spielgeld.
Im wahren Leben kann man so aber sehr viel falsch machen. Denn Solarworld ist nie im Leben noch das wert, was im Moment für die Aktie bezahlt wird. Nicht alles, was für die Firma gut ist, ist es auch für die Aktionäre.

Was ist passiert?
Solarworld hatte in den letzten Jahren durch den Preisverfall Verluste in Milliardenhöhe einfahren müssen. Das Eigenkapital ist praktisch aufgezehrt, hohe Schulden belasten das Unternehmen. Die ganze Zeit war das Überleben der Firma mehr als unsicher. Diese Situation hat sich nun ein wenig gebessert:
- Die Kompromisse der EU mit China sollten dafür sorgen, dass sich die Preise für Solarmodule stabilisieren
- allerdings liegt der Markt in Deutschland ziemlich darnieder. Auch andere europäische Staaten haben gerade wenig Geld um die (bei den nun erreichten Preisen eigentlich sehr sinnvolle) Investition in Photovoltaik anzukurbeln. Dafür springt z.B. der japanische Markt an.
- Die Gläubigerversammlung hat...
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