Kommentar zur Aktie ElringKlinger

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Am 16.10.13
von Andrej84
zu ElringKlinger

ElringKlinger AG - Automobilzuliefer expandiert und investiert in E-Mobility

ElringKlinger AG - Schwäbischer Automobilzuliefer expandiert weltweit und investiert in E-Mobility - weiteres Umsatzwachstum dank guter Auftragslage und Exporte nach Asien

Fundamentalanalyse

Die ElringKlinger AG 1879 von Paul Lechler in Stuttgart gegründet, produziert heute mit Sitz in Dettingen/Erms weltweit Komponenten für große Fahrzeughersteller. Als ein integrierter Technologiekonzern der Automobilzuliefererindustrie mit 31 Standorten, in 20 Ländern und auf sechs Kontinenten fertigt und entwickelt die Gesellschaft in Europa, der Nafta, Brasilien und im asiatischen Raum. Das Unternemen beschäftigite 2012 weltweit durchschnittlich 6.314 Arbeitnehmer. Das Unternehmen bemüht sich um eine nachhaltige Mitarbeiter- und Unternehmenspolitik. Die Produktpalette von ElringKlinger umfasst Zylinderkopf- und Spezialdichtungen, Kunststoffgehäusemodule, Abschirmteile für Motor, Getriebe, Abgasanlage und den Unterboden, Abgasreinigungstechnologie sowie Batterie- und Brennstoffzellenkomponenten. Außerdem stattet das Unternehmen Automobilzulieferer der Bereiche Turbolader, Abgastechnologien, Getriebebau, Ersatzteilmarkt und die allgemeine Industrie mit ihren Komponenten aus.

ElringKlinger ist abhängig vom Umsatz der Automobilindustrie weltweit. Nachdem die europäischen Fahrzeughersteller nur ein ein schwaches Umsatzwachstum verzeichneten, konnte der Konzern im zweiten Quartal seinen Umsatz um sechs Prozent auf 303,3 (286) Mio. € steigern. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug 2,6% und erreicte 39,3 (38,3) Mio. €. Das Periodenergebnis nach Anteilen Dritter stieg auf 26,2 (25,3) Mio. €.

In Asien konnte das Unternehmen sein Geschäft mit mehreren Marktneueinführungen um 20% ausbauen. Somit konnte die Gesellschaft den schlechte Autoabsatz in Westeuropa, mit um fünf Prozent rückläufiger Produktion kompensieren. Folglich machten die Geschäfte in Nord- und Südamerika und Asien mehr als die Hälfte des Umsatzes aus. Der Umsatz stieg im ersten Halbjahr 2013 um 3,6 % auf 590,1 (569,8) Mio. €.

Im Jahr 2011 erwarb ElringKlinger den in der Schweiz ansässigen Abgasspezialisten Hug Engineering AG. Durch die starke Nachfrage im US-Nachrüstgeschäft, neue Projekte bei Binnenschiffen und in der Abgasreinigung für stationäre, erdgasbetriebene Kraftwerksanlagen stieg der Umsatz und das EBIT der Hug Engineering AG deutlich. Im zweiten Quartal 2013 stiegen die Umsatzerlöse um 7,2 (7,0) Mio € auf 18,2 (8,4) Mio. € im Vergleich zum ersten Quartal. Im zweiten Quartal 2013 steigerte die Hug Engineering AG ihr EBIT um 2,8 Mio. € im Vergleich zum ersten Quartal auf 3,8 Mio. €. Im Vorjahreszeitraum fuhr die Hug Engineering AG dagegen noch Verluste ein.

Der französischen Automarkt wirkte sich schmählernd auf das Konzernergebnis aus. Hier gingen die Neuzulassungen im ersten Halbjahr 2013 um weitere 11,2 % zurück. Die ElringKlinger Meillor SAS Frankreich ging aus der Freudenberg-Gruppe hervor. Die Umsatzerlöse der drei französischen Produktionsstätten sanken in der Summe auf 26,3 (27,0) Mio. € im ersten Halbjahr 2013. Als Reaktion auf die gesunkene Nachfrage strukturierten die Verantwortlichen der ElringKlinger Meillor SAS Frankreich die Standorte im ersten Quartal um. Das kostete und schmählerete das Ergebnis um 1,8 Mio. €. Die drei französischen Standorte erzielten im ersten Quartal 2013 einen Umsatz von 13,4 (13,7) Mio. €. Das EBIT betrug minus 1,5 (0,2) Mio. €. Im zweiten Quartal erzielte die ElringKlinger Meillor SAS Frankreich einen Umsatz von 12,9 (13,3) Mio. € und ein EBIT von 0,3 (0,3) Mio. €.

Das Operative Ergebnis war im zweiten Quartal mit 9,9 % in der Gewinnzone. Das operative Ergebnis der ersten beiden Quartale 2013 betrug mit 74,5 (76,5) Mio. € - etwas weniger als der Vorjahresvergleichswert. Wegen den noch abzuzahlenden Aufkäufen der Hug Engineering AG und der Hummel-Formen-Gruppe (beide 2011) schmählerte sich der Wert um 0,8 (1,2) Mio. €. Das Geschäft mit Lkw-Teilen hat sich in der Vergangenheit als wenig erfolgreich erwiesen.

Die Investitionskosten für die ersten Serienprojekte für den Bereich E-Mobility werden sich bis in das vierte Quartal erstrecken.

Die zusätzlichen Vertriebsaufwendungen im Segment Ersatzteile, um die Märkte Frankreichs und Nordamerikas zu durchdringen, zahlten sich noch nicht aus. So war das operative Ergebnis im ersten Quartal noch um 14,6 % rückläufig. Im zweiten Quartal 2013 konnte operativ ein deutlicher Ergebnisanstieg verbucht werden. Vielleicht zahlen sich die Bemühungen bei einer weiteren Konjunkturerholung der nordamerikanischen Märkte und der Eurozone aus. Der Konzern verbesserte das operative Ergebnis um 9,9 % und erreichte 41,2 (37,5) Mio. €. Dabei steuerte die Hug Engineering AG wesentlich zur Verbesserung der operativen Marge des Konzerns bei. Sie erreichte im zweiten Quartal 2013 13,6 % (13,1 %). Im September profitierte der Konzern von der aufkeimenden Konjunktur in den USA. Die Lieferung der Hug Engineering AG von Dieselpartikelfiltern für die US-amerikanische Post dürfte bis nach Anhebung der Kreditlimits vorerst ruhen.

Das EBIT betrug im ersten Halbjahr 2013 insgesamt 75,1 (75,6) Mio. €. Das EBIT sank durch ungünstige Wechselkursentwicklungen im zweiten Quartal um 0,6 Mio. € auf 1,9 Mio. € im Vergleich zum ersten Quartal mit 2,5 Mio. €. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg das EBIT im zweiten Quartal 2013 dennoch um 3,5 Mio. € auf 39,3 (38,3) Mio. € an.

Die EBIT-Marge stieg im zweiten Quartal auf 13,0 % (13,4%) an und lag um 0,5 Prozentpunkte höher als im ersten Quartal. Die Ebit-Marge im zweiten Quartal beträgt 13,4% tratz der Bereinigung um Verwässerungseffekte aus Akquisitionen und Investitionen für den Bereich E-Mobility.

Das Finanzergebnis sank im zweiten Quartal auf minus 4,9 (-2,3) Mio. € und war durch ungünstige Wechselkursentwicklungen um 0.3 (0,5) Mio. € schwächer als im ersten Quartal. Jedoch im Vergleich zum Vorjahreszeitraum trat eine Verbesserung von 2,8% auf 36,3 (35,3) Mio. € ein.

Das Periodenergebnis nach Anteilen Dritter war im zweiten Quartal 3,6 % höher als im ersten Quartal und mit 53,2 (50,6) Mio. € um 5,1 % höher als im Vorjahreszeitraum. Der Grund ist eine niedrigere Steuerklassifizierung. Der Erfolg der Schweizer Hug Engineering AG erhhöht den Anteil der Aktionäre geringfügig. Das Ergebnis nach Abzug des Anteils Dritter betrug im ersten Halbjahr 2013 50,0 (49,5) Mio. €. Das Ergebnis je Aktie stieg im Sechs-Monatszeitraum 2013 auf 0,79 (0,78) € je Aktie.

Die Auftragseingänge stiegen in den ersten beiden Quartalen stetig an. Der Auftragsbestand weitete sich vorerst auf 573,8 (485,1) Mio. € aus und stiegum 18,3 % gegenüber dem Vorjahreswert.

Die Jahresprognose wird bestätigt. Der Umsatz- und das Ergebnis steigen im Gesamtjahr 2013 zuverlässig um fünf bis sieben Prozent. Der Konzern erwartet in West-Europa und Nordamerika eine bestenfalls leicht anziehende Konjunktur. Die operative Marge des ElringKlinger-Kerngeschäfts wird 2013 voraussichtlich durch die im Ganzen noch unterdurchschnittliche Marge der Akquisitionen und deren Kaufpreisallokationen geschmälert. Die Verwässerung wird 2013 ausgeglichen. Wenn die in der zweiten Jahreshälfte mehrere Serienprojekte ür den Bereich E-Mobility gut vom Markt angenommen werden, sind weitere Kursgewinne drin. ElringKlinger ist optimistisch, dass das bereinigte EBIT prozentual stärker als der Umsatz steigen wird. Die Konzernleitung erwartet ein bereinigtes EBIT zwischen 150 bis 155 Mio. € für das Gesamtjahr 2013. Das sind immerhin 24 bis 29 Mio. € mehr als im letzten Jahr.


Zusammenfassung

Die ElringKlinger-Gruppe AG steigert stetig ihren Umsatz umsatz und das EBIT trotz der unsicheren Sitation im west-europäisch und nordamerikanischen Fahrzeugmarkt. Das Management zeigt Mut zu unbequemen Entscheidungen und geht gleichzeitig behutsam und nachhaltig mit ihren Mitarbeitern um. Die Umsatzerlöse stiegen um sechs Prozent auf 303,3 (286,0) Mio. €. Das EBIT erreichte im ersten Halbjahr 2013 insgesamt 75,1 (75,6) Mio. €. Das Periodenergebnis nach Anteilen Dritter stieg im ersten Halbjahr auf 26,2 (25,3) Mio. €.

In Asien stieg der Umsatz um 20% und gleicht die Schwäche in der westlich Hemisphäre aus. Die Hug Engineering AG fährt in Nordamerika erste Gewinne ein. Das operatives Ergebnis nimmt stetig zu, dank sicherer Auftragslage.

Die EBIT-Marge des ElringKlinger-Konzerns lag im ersten Halbjahr 2013 bei 12,7 % (13,3 %). Bereinigt um die Verwässerungseffekte aus den Akquisitionen und Investitionen für den Bereich E-Mobility liegt die EBIT-Marge bei 13,4 %.

Das Finanzergebnis hat sich im ersten Halbjahr 2013 um 2,1 Mio. Euro auf minus 5,2 (-7,3) Mio. Euro verbessert. Lag das Ergebnis vor Ertragsteuern im ersten Halbjahr in Summe exakt auf Vorjahresniveau (69,3 Mio. Euro),

Das Periodenergebnis nach Anteilen Dritter fällt im zweiten Quartal um 3,6 % höher aus, als im ersten, die Auftragslage zieht weiter an und die Jahresprognose wird bestätigt: Umsatz- und Ergebnisanstieg im Gesamtjahr.

Chart-Analyse

Die Aktie notiert derzeit nahe der 34 €-Marke. Bei einem Ausbruch nac oben, seien weitere Gewinne bis 40 € möglich. Im aktuellen Jahr sind Gewinne bis zu 1,50 € je Aktie möglich. Im kommenden Jahr sind weitere Kursgewinne möglich. In den vergangen Monaten war die Kursentwicklung stark schwankend, sodass ich kurzfristige Gewinne für möglich halte. Möglich ist auch ein Kursverfall unter 31 €.
Anmerkungen
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ElringKlinger Aktie
Kurs: 6,38€     +0,6% vs. Vortag
Kursentwicklung 3 Monate (Graue Fläche = DAX)  
Investor
Andrej84
Aktuell wird kein IPQ für Investor Andrej84 ermittelt.
Aktien-Portfolios von Andrej84 haben sich im
Ø 0% p.a. schlechter entwickelt als der DAX.



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