Kommentar vom 10.03.14
InvestorBenedikt-S
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Rück- und Ausblick für den VW Konzern.
Jahreszahlen 2012:

Absatz (Automobile: 9.344.559 +11,8% (Vorjahr: 8.361.294)

davon in Europa: 4.053.000 + 1,6% (Vorjahr: 3.991.000)

in Nordamerika: 842.000 +26,2% (Vorjahr: 667.000)

in Südamerika: 1.010.000 + 8,2% (Vorjahr: 933.000)

Asien-Pazifik: 3.170.000 +23,3% (Vorjahr: 2.570.000)

Lastwagen: 269.500 +34,5% (Vorjahr: 200.290)


Umsatz (in Mio. €): 192.676 +20,9% (Vorjahr: 159.337)

Operatives Ergebnis (EBIT): 11.510 + 2,1% (Vorjahr: 11.271)

Ergebnis vor Steuern (EBT): 25.492 +34,7% (Vorjahr: 18.926)

Ergebnis nach Steuern: 21.884 +38,5% (Vorjahr: 15.799)



Cash-flow laufendes Geschäft: 7.209 - 15,1%
Investitionstätigkeit laufendes Geschäft: 16.840 + 5,2%



Nach dem Auslieferungsrekord 2012 hat es VW auch 2013 wieder geschafft einen Rekord einzufahren. Rund 9,7 Mio. Autos konnte der Wolfsburger Autobauer absetzten.

Vorläufige Zahlen 2013:

Absatz (Automobile): 9.800.000 + 5,0%

davon in Europa: 4.030..000 - 0,5%

in Nordamerika: 865.000 + 2,6%

in Südamerika: 900.000 - 10,0%

Asien-Pazifik: 3.677.000 + 16,6%

Lastwagen: 330.000 + 22,0%

Wie zu sehen ist, hatte VW vor allem in Europa und Amerika zu kämpfen. Während der Absatz in Asien um knappe 17% gesteigert werden konnte verlor VW in Europa und Südamerika. In Nordamerika konnte Vw nur dank Porsche und Audi zulegen. Die Kernmarke VW verlor auf dem Nordamerikanischen Kontinent knappe 7%.

Trotz 5% Gesamtwachstum ist dies sehr wenig im Gegensatz zu 2012 und 2011. In diesen beiden Jahren konnte VW noch um 11,8% bzw. 14,9% wachsen.
Trotz des kleine Wachstums hat es VW geschafft GM endgültig zu überholen. VW ist nun der zweitgrößte Autohersteller der Welt.

1. Rang Toyota 10,32 Mio. Fahrzeuge
2. VW 9,80 Mio. Fahrzeuge*
3. GM 9,70 Mio. Fahrzeuge


*VW hatte GM schon 2012 knapp überholt. Doch da bei VW nicht immer die Lastwagensparte mit eingerechnet wird kamen VW 2012 nur auf 9,10 Mio. anstatt 9,35 Mio. Autos.

Auch Prozentual konnte Vw stärker als seine Konkurrenten zulegen, was das Ziel zum größten Autobauer der Welt aufzusteigen, näher rückt.
Alles in allem ein gutes wenn auch nicht leichtes Geschäftsjahr für VW.

Ausblick auf 2014:

VW konnte im Januar starke Zahlen vorlegen. So konnte der Absatz um 6,5% im Vergleich zum Vorjahresmonat gesteigert werden. Vor allem der asiatische und europäische Markt legte zu.
Große Probleme hingegen hat VW in Nord und Südamerika. Dort gingen die Verkäufe stark zurück.
Auch im Februar brach der Markt in Amerika weiter ein. Dies ist damit der 11 Absatzrückgang im 2 Stelligen Prozentbereich für die Kernmarke VW. Zwar gleichen die VW-Töchter einiges aus, doch reicht es nicht um noch zu wachsen.
Die extrem schlechten Zahlen im Januar und im Februar dürften aber vor allem am Wetter liegen. Trotzdem steht VW vor gewaltigen Problemen auf dem amerikanischen Kontinent. Es wird sich zeigen wie sich der neue SUV bewähren wird. Doch noch muss auf ihn gewartet werden.


Ein weitere Verkaufsschlager könnte das neue „BudgetCar“ werde:

Kürzlich wurde bekannt, dass VW ein kostengünstiges Auto anbieten will. Dieses Auto soll zwischen 5.000 und 10. 000 Euro kosten und somit günster als der VW Up sein. Außerdem plant VW das Auto ausschließlich in den Schwellenländern auf den Markt zu bringen.
Damit reagiert der VWKonzern auf die gescheiterte Partnerschaft mit Suzuki, denn Ursprünglich war geplant, gemeinsam mit Suzuki Modelle auf den Markt zu bringen, da Suzuki bereits über Erfahrungen in Schwellenländern verfügt. Hierfür hatte VW bereits knapp 20% der Anteile von Suzuki erworben, es wurden auch schon gemeinsame Prototypen hergestellt.
Unter dem Projekttitel „BudgetCar“ sollen die ersten Modelle jedoch frühestens 2017 auf den Markt kommen. VW plant, neue Märkte in Afrika und Asien zu erschließen. Durch ein günstigeres Auto kann das Unternehmen in diesen Regionen deutlich mehr Käufer finden, als es mit den bisherigen Modellen der Fall ist.
Da gerade in den Schwellenländern der Autoabsatz weiter stark wächst, wird VW mit seinen Plänen den Umsatz aller Voraussicht nach stark steigern können. Dies geht allerdings auf Kosten der Profitabilität; bei dem starken kann auch VW keine hohen Margen verlangen.

Zuletzt noch einenm Ausblick auf die Aktie:


Seit dem 17 Feb. musste die VW Aktie gute 10% anbüsen. Dieser Trend scheint sich vorest fortzusetzen. Einige Bankhäuser haben sogar schon eine Verkaufsempfehlung ausgesprochen andere senkten die Prognose auf Halten. Das Kursziel wurde im Mittel auf 180€ gesenkt.

Ich persönlich Rate dazu die Aktie nicht zu kaufen und ersteinmal abzuwarten. Allen, die die Aktie schon in ihrem Portfolie haben, rate ich die Aktie vorest zu halten und auf die Jahresbericht (13.03.14) zu warten.
Die Aktie ist vorallem Langfristig zu empfehlen. Doch auch Mittelfristig ist sie eine gute Investition. Nur Kurzfristig sollte man sehr stark auf die Charttechnik schauen.
Doch Trotz 10% Verlust konnte die Aktie die Trendlinie seit der Krise nicht durchbrechen. Dies spricht dafür, das die Aktie bald wieder neue Rekordwerte anstreben wird.



Viel Spaß beim Investieren!



Quellen:

- wikipedia.de
- volkswagenag.de
- finanznachrichten.de
- aktiencheck24.de
- 4investors.de

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