Analyse zur Aktie Adidas

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Am 07.06.14
von homooeconomicus
zu Adidas

Fundamental zu teuer und bei der WM nur die Nr. 2

Über den Konzern


Adidas ist nach Nike weltweit der zweitgrösste Sportartikelhersteller (1). Der deutsche Konzern besitzt immerhin 12 % dieses Marktes, während Nike 17 % des Sportartikelmarkes bestreitet (1). Aktuell macht sich Adidas wie auch Konkurrent Nike große Hoffnungen wegen der Fußball-WM in Brasilien. Im Bereich Fußball sind beide Konzerne noch dominanter und erreichen in diesem Segment zusammengenommen sogar einen Marktanteil von 70 % (2).
Allerdings sticht Nike bei der WM Adidas aus, denn 10 Mannschaften laufen in Nike-Trikots auf, während nur 9 in Adidas-Trikots erscheinen (2).
Noch markanter ist, dass sechs der zehn bestvermarkteten Spieler bei Nike unter Vertrag sind, bei Adidas lediglich drei Stars aus den Top Ten (2).


Adidas fundamental betrachtet.


KGV (= Kursgewinnverhältnis)

Das Kursgewinnverhältnis von Adidas beträgt aktuell 30,6 (3). Dieses KGV ist ziemlich hoch. Es entspricht einer für Aktien ziemlich niedrigen Gewinnverzinsung von 3,27 %, die unattraktiv ist.

Gewinnentwicklung (3)

2009: 245 Millionen €
2010: 567 Millionen €
2011: 671 Millionen €
2012: 526 Millionen €
2013: 524 Millionen €

Die Gewinne von Adidas stagnieren. Ein dynamisches Unternehmen sieht in den Zahlen anders aus.

Dividende
Die Dividendenrendite von Adidas für das Jahr 2014 beträgt 2,14 % (4). Diese Dividendenrendite ist eher gering, ist also als nettes Beibrot zu werten stellt aber alleine noch keinen gewichtigen Kaufgrund dar.


Fazit

Adidas Gewinne stagnieren und das KGV von 30,6 ist einfach zu hoch um noch attraktiv zu sein. Auch die WM ist ja kein Dauerzustand sondern eher einem Strohfeuer zu vergkleichen, wird also nicht die strukturellen Schwächen des Konzernes beheben. Desweiteren verliert man beim WM-Marketing noch leicht gegen den Konkurrenten...
Der obige Analyse spiegelt ausschließlich die Meinung des Autors wider. Informunity übernimmt dafür keine Haftung.