Kommentar vom 13.08.14
AktieHolcim
InvestorHarlequin
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Holcim baut sich Vormachtstellung
Holcim Ltd. ist der führende Zement und Baustoffkonzern.
Das Unternehmen ist in Rapperswil-Jona (Schweiz) ansässig.
Sein Absatzmarkt erstreckt sich über die ganze Welt.
Momentan beschäftigt Holcim Ltd. ca. 70.000 Mitarbeiter.
Der erzielte Umsatz lag 2013 bei ca. 7,5 mrd. €.
Der erzielte Reingewinn lag bei ca 400mio.
Das Unternehmen hat 327.086.376 Aktien am Markt, von denen alle dividendenberechtigt sind.

Warum konnten Erwartungen nicht gehalten werden?
Durch eine starke Währung, wirtschafts-politische Probleme, Fusionsaufwände und Wetter!


Absatzmärkte:

Nordamerika
Umsatz: ~2,75 mrd. €
16,5% des gesamt Umsatzes

Lateinamerika
Umsatz: ~2,6 mrd. €
15,6% des gesamt Umsatzes

Europa
Umsatz: ~4,6 mrd. €
27,6% des gesamt Umsatzes

Asien
Umsatz: ~6 mrd. €
35,9% des gesamt Umsatzes

Naher Osten
Umsatz: ~0,7 mrd. €
4,40% des gesamt Umsatzes

Absatzmärkte - Politik

Australien,Indien und China

-ca 30% der Holcimwerke erstrecken sich über diese Länder.
Von Zement bis Malwerken.
Wirtschaftlich sieht man in diesen Ländern Kapitalismus. Es gibt wenig Einschränkungen für Unternehmen.
Für wenig Geld werden hier erhebliche Mengen an Zement und anderen Baustoffen produziert.
Durch den Druck der Bevölkerung und anderer Länder lenken die Regierungen jedoch langsam ein.
In Australien gibt es seit langem schon einen hohen Mindestlohn von ca. 12€.
Dieser greift allerdings noch nicht für alle Arbeiter. Er ist Alters und Branchen abhängig.
An sich bleibt er aber konstant, was wenig Schwankungen in Kostenkalkulationen mit sich bringt.
In China und Indien sind größere Veränderungen auf dem Vormarsch.
Durch weltweiten Druck von Aktivisten und Sozialpolitikern lenken auch China und Indien teilweise ein.
In Indien gibt es zwar einen Mindestlohnt. Der wird aber oft ignoriert und greift per Gesetz nicht in allen Branchen.
Durch häufige Mindeslohntstreiks und dem Vormarsch von Gewerkschaften sind hier strake Veränderungen abzusehen.
Auch in China sind Gewerkschaften auf dem Vormarsch.
Mit ihnen nicht nur die Forderungen nach einem Mindestlohn, sonder auch nach besseren Arbeitsbedingungen und mehr Mitspracherecht.

Frankreich, Schweiz und Spanien stellen in Europa die Fabrikschwerpunkte da.

Hier gibt es durch die EU wenig Schwankungen im Mindestlohn und seltene Streiks in der Branche.
Eben so in den USA.
Mit Vorsicht zu genießen sind die gegenseitigen Maßnahmen der EU und Russland.
Ob dadurch auch für diese Branche eine Einschränkung vorliegt ist abzuwarten.
Da Russland in Europa das größte Auftragsvolumen bereitstellt kann man mittelmäßigen Gewinnrückgang erwarten, wenn sich die Einschränken mehr ausweiten und auch Holcim Ltd. (direkt oder indirekt) treffen.

Afrika
In vielen Länder gibt es politische Unruhen und teilweise Ausnahmezustände.
Dadurch fehlen die Aufträge da momentan wenig Bedarf besteht.
Aber auch durch Arbeiterschutz und höheren Gehältern in Krisenregionen entstehen hier höhere Kosten.

USA
Die Wirtschaft liegt in einigen Gebieten auf einem Tief.
Aber erholt sich in den betroffenen Fällen teilweise.
Wenn diese Erholung stagniert, sind auch hier Auftragsrückgänge zu befürchten.
Wohnungsbau ist momentan das Hauptumsatz für Holcim Gebiet in den USA.
Durch hohe Arbeitslosenzahlen fehlt aber auch hier das Geld und der Bedarf.
In Kanada gibt es nach wie vor ein erschwertes Exportgeschäft.
Holcim plant nach eigenen Angaben jedoch sein Absatzmarkt in Kanada auszuweiten.

Währungsprobleme
Zuerst gab es bei deutschen Unternehmen Probleme mit Exportabsatz, jetzt auch in der Schweiz.
Der hohe Kurs des Franken macht es den Unternehmen schwer viele Aufträge aus dem Ausland zu bekommen.
Bei vielen Aufträgen zu selben Preisen fallen die Gewinne bei Umrechnung in Franken wesentlich geringer aus.
Der starke Franken und die relativ geringe Indische Rupie sind zwar gut für Fabrikkosten aber schlecht für Aufträge in den Ländern.
Auch die Entwicklung des USS-Dollar ist zu verfolgen da sich die Absatzprobleme in den USA dadurch noch ausweiten könnten.

Fusion Holcim/Lafrage
Der stärkste Konkurrent Lafrage plant mit dem Vorreiter auf dem Baustoffmarkt zu fusionieren.
Durch die geplante Fusion fallen im großem Stil Fusionskosten an.
Im ersten Quartal 2015 soll die Fusion erfolgen.
Aktien sollen 1:1 getauscht werden können.
Allerdings wird erst diesen Sommer ein Antrag bei Kartellbehörden eingereicht.
Noch liegt keine Zustimmung vor.
Um Zustimmungsschwierigkeiten vorzubeugen haben die beiden Unternehmen eine Liste mit zu verkaufenden Unternehmensteilen erstellt.
In einigen Gebieten wollen sie ihre Vormachtstellung aufgeben und Industriezweige abstoßen.
Dadurch wären ca 10.000 Mitarbeiter betroffen (von beiden Firmen)!
Der prognostizierte Umsatz bei einer Fusion liegt bei 32 mrd. Euro.
Und es gibt Gewinnerwartungen von 6,5 mrd. Euro.

Auch das momentan milde Wetter wirkt sich gut auf Baustoff Nachfrage aus.
Bei einem starkem Winter oder einem doll verregnetem Herbst ist allerdings auch mit Rückgängen zu rechnen.

Der Konzern plant die Ausschüttungen an Namensaktieninhaber prozentual zu erhöhen.
Mit einem Abstoß der Aktie ist bis zur Fusion zu warten.
Langfristig hätte ein Fusioniertes Unternehmen vorallem durch die den 1:1 Aktientauschkurs hohes Potential.
Anmerkungen
1:1 ist die einzige Möglichkeit keine Investoren abzuschrecken, so das die LF Aktie vor der Fusion fällt. Bei einem Kurs von weniger als 1:1 würden Aktionäre vor der Fusion abspringen und die neuen Aktien fallen.
Harlequin
16.08.14 22:09 Uhr
1:1 = Hohes Potential ??? http://www.nzz.ch/wirtschaft/holcim-und-lafarge--lohnt-sich-die-fusion-1.18363982 Es grüßt Karakara
Karakara
16.08.14 17:27 Uhr
Der obige Kommentar spiegelt ausschließlich die Meinung des Autors wider. Informunity übernimmt dafür keine Haftung.   



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Mehr Infos
Holcim Aktie
Kurs: 51,96€     +1,5% vs. Vortag
Kursentwicklung 3 Monate (Graue Fläche = DAX)  
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Harlequin
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IPQ 143
Aktien-Portfolios von Harlequin haben sich im
Ø 1% p.a. besser entwickelt als der DAX.