Kommentar vom 18.06.10
InvestorWarrenLynch
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Banco Santander, S.A. "Willkommen in einer der erfolgreichsten Banken der Welt".
Banco Santander, S.A. (oftmals auch als Grupo Santander bezeichnet)
WKN:858872 ISIN: ES0113900J37
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Einleitung:
Das britische Finanzmagazin "The Banker", hat Santander wiederholt den Titel "Beste Bank der Welt 2009" verlieh, auch 2008 ging dieser Titel an Santander!
Bei den meisten Investmentbanken wird Santander als einer der wenigen Bankwerte noch empfohlen; die Deutsche Bank etwa zählt sie zu ihren vier europäischen Favoriten. Das mit einem Börsenwert von 70,6 Mrd. Euro größte Finanzinstitut der Euro-Zone überzeugte in der Krise durch hohe Gewinne und eine stark verbesserte Kosteneffizienz. Besonders eindrucksvoll ist die Kostensenkung bei Santanders in den letzten Jahren erworbenen Auslandstöchtern. In 2009 verzeichnete Santander einen Nettogewinn von stolzen 8,942 Mrd. Euro und im 1. Quartal 2010 2,215 Mrd. - mehr als jede andere europäische Großbank.
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Zum Unternehmen:
Banco Santander ist eine spanische Universalbank und nach Bilanzsumme das größte Finanzinstitut in der Eurozone.
Gemessen am Börsenwert ist sie das größte Unternehmen in Spanien und ist zudem die größte Bank der Eurozone. Ihren Erfolg verdankt die Bank der Geschäftsstrategie, den Kunden deutlich höhere Guthabenzinsen und deutlich geringere Darlehenszinsen als bei der Konkurrenz anzubieten
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Wie ein Familienunternehmen:
Die Bank wird in dritter Generation von Emilio Botín als Chairman of the Board geführt, der 1986 seinen gleichnamigen Vater und seinen gleichnamigen Großvater als Präsident beerbte.
Das Privatvermögen der Familie wurde 2009 auf über 1 Milliarde US$ geschätzt und befindet sich damit unter den tausend höchsten Vermögen weltweit. Der Großteil dieses Familienvermögens steckt dabei in Aktien von Santander. Es wird vermutet, dass seine älteste Tochter Ana Patricia Botin, derzeit Generaldirektorin von Banesto, seine Nachfolge als Präsidentin der Santander-Gruppe antreten wird.
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Der Vorstandvorsitzende:
Emilio Botín ist so etwas wie Spaniens Josef Ackermann – nur deutlich besser! Er hat Santander seit Beginn seiner Amtszeit (1986) zuerst zur größten Bank seines Landes gemacht und in den vergangenen Jahren ist das Institut sogar zur Nummer eins der Eurozone aufgestiegen. Bei einer aktuellen Umfrage gaben spanische Wirtschaftsjournalisten dem Santander-Chef von allen spanischen Unternehmern die höchsten Werte bei Führungskraft, Glaubwürdigkeit und Kommunikation.
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Risikomanagement:
Das Finanzimperium wird mittels eines IT-Systems, das einst Banesto gehörte (wurde bereits 1994 von Santander übernommen), zentral verwaltet. Die Kosten sind dabei weit niedriger als bei anderen vergleichbaren Häusern und damit auch die Gewinne aus dem sonst so „langweiligen" Privatkundengeschäft, denn kaum eine Großbank der Welt hat eine ähnlich geringe Kostenquote und damit derart hohe gewinne aus Privatkundengeschäften.
Noch immer kümmert sich der 72 Jährige Botín höchstpersönlich um jeden größeren Kredit. Er sagt Investments in undurchschaubare Finanzstrukturen brauche er dagegen nicht. Die höchste Managementebene müsse in das Risikomanagement eingebunden sein, und es sei unabdingbar, dass die Topmanager das Finanzsystem gut verstehen. In der Banco Santander besteht das Risikokomitee aus fünf Vorständen, die sich zweimal in der Woche treffen. Hier trete zweimal pro Woche ein eigens gegründeter "Risikoausschuss" zusammen und debattiere mindestens vier Stunden über Probleme und Gefahren. Als riskant geltende Operationen müssten zudem von einer zweiten, zehnköpfigen Exekutivkommission abgesegnet werden. Mit diesem strengen Vorgehen habe man sogar einen Ex-Chef der amerikanischen Notenbank beeindruckt, versicherte Botín. In Amerika habe man so etwas noch nie gesehen. Auch werden mögliche lokale Risiken durch das Engagement in über 40 Ländern in verschiedenen Weltregionen verteilt. Das solide Geschäft mit den Privatkunden ist dabei der Kernbereich des Unternehmens.
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Das Geschäftskonzept:
Ich beginne mal mit einem vielsagenden Zitat von Emilio Botin:
„Wenn Sie ein Finanzinstrument nicht verstehen, kaufen Sie es nicht. Wenn Sie das Produkt nicht selbst kaufen würden, versuchen Sie auch nicht, es jemand anderem zu verkaufen. Und wenn Sie Ihren Kunden nicht sehr genau kennen, leihen Sie ihm kein Geld."
Diese Strukturen der Bank haben in der Finanzkrise gezeigt, dass sie nicht nur in normalen Zeiten außerordentliche stabile und hohe Erträge aufweisen kann, sondern auch dann noch wenn anderen Banken ohne staatlich Hilfe die Luft ausgehen würde. Reihenweise brachen Banken in den USA und in Europa zusammen, waren auf Unterstützung angewiesen - aber nicht die Banco Santander. Im Gegenteil, das spanische Geldhaus machte trotz Finanzkrise Gewinne, weil das Unternehmen ganz eigene Regeln – die des logischen und vernünftigen Menschenverstandes - befolgt.
Santander brauchte und braucht keinen einzigen Euro vom Staat. Im Gegenteil: Mit einer Kriegskasse von rund sechs Mrd. Euro (2007) - von den Rekordgewinnen der letzten Jahre einmal ganz abgesehen - startete Santander 2007 in die Krisenjahre. Mit dem Geld hat Santander in den USA, in Lateinamerika und in Großbritannien die Misswirtschaft der anderen Banken genutzt und mehrere Banken zu Schnäppchenpreisen aufgekauft (Sovereign, Banco Real, Bradford & Bingley, Alliance & Leicester) Momentan laufen die Verkaufsgespräche über 170 deutsche SEB Filialen und 318 britische Filialen der Royal Bank of Scotland.
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Die Aktie:
Alles spricht dafür, dass auch in Zukunft keine negativen Überraschungen auf die Santander Aktionäre zukommen werden. Ein dem Wachstum und dem geringen Risiko angemessenes KGV muss somit bei 14 bis 16 liegen. Aufgrund der stabilen Ertragslage ist davon auszugehen, das der derzeitige Gewinn pro Aktie von EURO 1,05 (2009) gehalten, wenn nicht mittelfristig (durch die vielen weltweiten Zukäufe) sogar noch deutlich gesteigert werden wird. Daher sehe ich das Potential des Kurses in den nächsten 6-12 Monaten auf 12€ und innerhalb der nächsten 2-3 Jahre auf 16€ zu steigen.

Lohnt sich das für Informunityspieler? Na klar, sonst hätte ich den Artikel ja nicht schreiben brauchen. Momentan ist der Kurs gerade wieder vom Tief bei 7,20€ auf über 9€ gestiegen. Selbst bei 9€ ist ein Kursanstieg auf 12€, ein relativ sicherer Gewinn von über 30% innerhalb eines Jahres und mittelfristig liegt der Kursgewinn bei etwa 80%.
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Appel an alle:
Ich habe privat wie auch bei Informunity sehr viel Erfolg mit dieser Aktie gehabt und das wird auch so bleiben s.o. und diesen will ich mit diesem Artikel mit euch teilen. Ich hoffe ihr könnt helfen diesen Beitrag zu ergänzen bzw. zu verbessern. Schickt mir dafür gerne eine interne Mail und ich werde die Argumente sammeln und zeitnah einen weiteren Artikel mit euren Ideen, Anregungen und Argumenten veröffentlichen.
Auf weiterhin gutes investieren!

Quellen: Handelsblatt, Wikipedia, Finanznachrichten.de, FAZ, spiegel.de, DieWelt
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Der obige Kommentar spiegelt ausschließlich die Meinung des Autors wider. Informunity übernimmt dafür keine Haftung.   



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Mehr Infos
Banco Santander Aktie
Kurs: 5,81€     +0,3% vs. Vortag
Kursentwicklung 3 Monate (Graue Fläche = DAX)  
Investor
WarrenLynch
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Aktien-Portfolios von WarrenLynch haben sich im
Ø 3% p.a. besser entwickelt als der DAX.