Kommentar vom 25.03.16
InvestorOktiEdda
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Es kommt weiter knüppeldick
Alle diejenige die daran glauben, der Alltag bei VW kehrt nun langsam zurück, müssen sich auf eine böse Überraschung gefasst machen. Gar nichts ist bislang geklärt, die Dieselaffäre bleibt weiter existenzbedrohend für den Konzern.

- In den USA gab es zwar einen kleinen Aufschub..
aber nur bis zum 21.4 (Quelle 1). Hat VW bis dann noch kein Konzept zur Lösung des Abgasproblems vorgelegt, kann es gut sein, dass der US-Richter Breyer für die in den USA betroffenen 600.000 Fahrzeuge ein Fahrverbot verhängt. Dass dürfte den Ruf von VW in den USA auf lange Zeit ruinieren. Experten gehen davon aus, dass VW in diesem Fall alle Fahrzeuge zurückkaufen würde - ca. 15 Mrd an Kosten, alleine in den USA.

- Weiterhin drohen staatliche Strafen
und zwar im zweistelligen Milliardenbereich. Auch hier könnte sich die Handlungsfrist deutlich verkürzen.

- Klagen betroffener Aktionäre
Mehr und mehr wird die Ansicht untermauert, dass der VW-Vorstand absichtlich monatelang wichtige Informationen zurückgehalten hat. Dadurch könnten immense Schadensersatzansprüche durch den Kursverfall begründet werden.

- Aufarbeitung kommt nur schleichend voran
Immer wieder kommen neue Details ans Licht, wer doch schon wie früh eingeweiht war. Diese zögerliche Aufklärung macht sich später vor Gericht, gerade in den USA, gar nicht gut.

- Sammelklagen auch außerhalb der USA
Die gefürchtete US-Anwaltskanzlei Hausfeld hat sich eingeschaltet und vertritt inzwischen eine ganze Reihe europäischer Kunden, hauptsächlich Firmen die ganze Flotten von VW-Fahrzeugen betreiben. Da droht Ungemach.

- Rückruf von hunderttausenden SUVs
"Die baugleichen Modelle des Typs VW Touareg und Porsche Cayenne würden wegen eines möglicherweise gelösten Sicherungsrings am Lagerbock der Pedalen in die Werkstätten geordert, teilten die Unternehmen am Donnerstag mit." - betrofen sind weltweit rund 800.0000 Fahrzeuge.
Das hat zwar mit der Affäre gar nichts zu tun, unterminiert den Ruf aber weiter und verursacht hohe Kosten.


- DIvidendenausfall droht
Schon spricht man davon, die Dividende für 2015 nicht nur zu kürzen sondern ganz zu streichen. Das ist zwar wirtschaftlich sinnvoll, dürfte aber weitere Aktionäre zum Verkauf bewegen und somit den Kurs weiter drücken.

Insgesamt bleibt VW für mich ein klarer Verkauf mit einem Kursziel unter 100€. Ich würde jede kurzzeitige Kurserholung ausnutzen um Positionen abzustoßen oder Shortpositionen aufzubauen. Das Risiko ist bei dieser Aktie extrem hoch. Und gute Nachrichten habe ich schon lange keine mehr gehört.



Quellen:
(1) http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/abgasaffaere-vw-droht-der-groesste-anzunehmende-unfall-1.2921973
(2) http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/volkswagen-gefuerchteter-us-anwalt-greift-vw-an-1.2909579
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