Analyse zur Aktie Nintendo

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Am 14.07.16
von Mönnich
zu Nintendo

Die Wette auf einen wohl ausbleibenden langfristigen Erfolg

Am 6. Juli begann der Hype in Australien und den USA. Dem in den letzten Jahren immer mehr kriselnden Nitendo gelang, was wohl kaum einer erwartet hatte.
Das an der japanischen Börse notierte Unternehmen veröffentlichte sein erstes Spiel für Smartphones, während man sich vorher rein auf Spiele für die Konsolen aus eigenem Haus konzentriert hat. Und "Pokémon Go" bricht in etlichen Ländern etliche Rekorde und ist z.B. in den USA mitlerweile beliebter als Tinder. Millionen von Nutzern haben sich die App in den ersten Tagen nach der Veröffentlichung heruntergeladen!

Aber was bedeutet das für die Nitendoaktien?

Nach der Veröffentlichung am 6. Juli begann die Aktie an Fahrt aufzunehmen und stieg seitdem um etwa 65%. Und das nachdem sie nach ihrem letzten Hoch im August 2015 um knapp 50% gefallen war.
Doch ist dieser für diesen kurzen Zeitraum sehr extreme Anstieg gerechtfertigt? Leitet dieser Erfolg direkt nach der Veröffentlichung des Spiels ein neues Zeitalter für das Unternehmen ein?

Zunächst einmal sollte man sich die Zahlen ansehen:

Beim aktuellen Kurs hat Nitendo einen Marktwert von 30 Milliarden Euro.
J.P Morgan rechnet mit einem einem monatlichen Umsatz der kostenlosenApp von 255 Millionen Euro, der sich aus sogenannten In-App-Verkäufen generieren. Doch dieser Umsatz entfällt nicht allein auf Nitendo. So bleiben 30% des Geldes bei den Betreibern der Playstores, 30% gehen je an die Entwicklungsfirma "Niantic" und an "The Pokémon Company", die die Rechte an den "Pokémons" hält. Und lediglich knapp 10 % gehen direkt an Nitendo.
Was bedeutet, dass direkt bei Nitendo lediglich ca 200 Millionen Euro Umsatz ankommen. Und auch wenn Nitendo ein Drittel der Anteile an "The Pokémon Company" hält, sorgt die Vorstellung, dass dieses einzelne Spiel alle Sorgen aus dem kriselnden Konsolengeschäft wettmachen kann, für Zweifler.
Denn für Nitendo gilt...
Der obige Analyse spiegelt ausschließlich die Meinung des Autors wider. Informunity übernimmt dafür keine Haftung.