Kommentar vom 08.12.16
AktieGfK
InvestorDonnaopp
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Aktie des Tages
Der Finanzinvestor KKR will bei dem wirtschaftlich angeschlagenen Marktforschungsunternehmen GfK einsteigen. Ein entsprechendes Übernahmegebot hat KKR am Donnerstag den GfK-Aktionären unterbreitet. Die GfK-Aktie schnellte daraufhin um rund 30 Prozent nach oben.

Geplant sei der Kauf von mindestens 18,54 Prozent der bisher von Anlegern gehaltenen Firmenanteile, teilte eine Sprecherin des GfK-Vereins mit. KKR bietet den Aktionären 43,50 Euro pro Aktie. Auch die Behörden müssen dem Deal noch zustimmen. Die Aktie schnellte am Mittag um fast 30 Prozent nach oben auf 43,40 Euro.
Der GfK-Verein, über den große deutsche Firmen Anteile an der GfK halten, soll dagegen weiterhin mit 56,46 Prozent GfK-Mehrheitsaktionär bleiben, sagte ein Sprecherin des GfK-Vereins. Für den Mittag kündigte die GfK eine Telefonkonferenz an, in der Einzelheiten der mit KKR abgeschlossenen Gesellschaftervereinbarung erläutert werden soll.

Den KKR-Einstieg begründete die Sprecherin mit der wachsenden Bedeutung der Digitalisierung im Marktforschungsgeschäft. Die KKR-Gruppe habe in diesem Bereich viel Erfahrung. So habe sie im Jahr 2005 das Marktforschungsunternehmen Nielsen von der Börse genommen und nach der Sanierung wieder erfolgreich an die Börse gebracht, sagte die Sprecherin des GfK-Vereins.

GfK-Vorstand und -Aufsichtsrat unterstützten das freiwillige Übernahmeangebot, hieß es. "Das Ziel dieser Transaktion ist es, den strategischen Wandel von GfK zu unterstützen und zu forcieren", sagte GfK-Aufsichtsratschef Ralf Klein-Bölting. Der GfK-Hauptsitz solle in Nürnberg bleiben.

An der Spitze des Marktforschungsunternehmens war es zuletzt nach erneut enttäuschenden Geschäftszahlen zu Turbulenzen und zu Führungswechseln gekommen. Das bisherige Vorstandsmitglied Gerhard Hausruckinger übernahm vorübergehend zum 1. September die Rolle als Sprecher des Vorstands. Das Unternehmen mit rund 13 000 Mitarbeitern ist bekannt etwa für Prognosen zum Konsumverhalten.

Die GfK SE mit Sitz in Nürnberg ist das größte deutsche Marktforschungsinstitut, derzeit weltweit die Nummer fünf der Branche und im mehrheitlichen Besitz (56,5 %) des GfK-Vereins.
Das Unternehmen erhebt die Einschaltquoten für das Fernsehen in der Bundesrepublik Deutschland. Die Gemeinde Haßloch dient als durchschnittlicher Ort als Testmarkt für das Instrument GfK BehaviorScan, mit dem vor allem die Wirkung von Fernsehwerbung untersucht und die Neueinführung von Produkten simuliert wird. Vom Unternehmen wird unter anderem auch der GfK-Konsumklimaindex errechnet.
Seit 1999 ist die GfK Aktiengesellschaft an der Börse vertreten. Sie stellt eine Holding für 120 Tochterunternehmen, darunter auch GfK Entertainment, dar und unterhält Beteiligungen in über 100 Ländern.

Innerhalb Deutschlands ist die GfK vor allem dafür bekannt, dass sie mit der Messung der Einschaltquoten des Fernsehensbeauftragt ist. Dafür benutzt sie spezielle Messgeräte (GfK-Meter), die an den Fernsehapparat angeschlossen werden.

Seit 1985 wird die Fernsehnutzung von 5500 repräsentativ ausgewählten Haushalten sekundengenau mittels der GfK-Meter in Deutschland gemessen. Zusätzlich wurden 2001 noch 140 Haushalte aus der Europäischen Union hinzugefügt. Das System (GfK-Meter) besteht aus drei Teilen: dem eigentlichen Messgerät, einer Fernbedienung, mit der alle Personen des Haushalts sich individuell an- und abzumelden haben, sowie einer Anzeige. Nachts werden die Daten über Telefonleitung zur GfK nach Nürnberg geschickt, dort ausgewertet und stehen am nächsten Morgen den Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung zur Verfügung.

KKR

KKR & Co. L.P. (früher Kohlberg Kravis Roberts & Co.) ist eine große börsennotierte Beteiligungsgesellschaft mit Firmensitz in New York. Gegründet wurde KKR 1976 von Jerome Kohlberg, Jr., Henry Kravis und George R. Roberts.
Investmentstrategie
Nach eigener Aussage hält KKR Beteiligungen an Industriefirmen gewöhnlich für den Zeitraum von etwa sechs bis sieben Jahren. In dieser Zeit wird die Firma profitabel gemacht und mit den Erträgen das für den Kauf aufgenommene Fremdkapital bedient. Nach abgeschlossener Restrukturierung wird die Firma im Rahmen eines Exits wieder verkauft.

Quellen:
Anlegerverlag
Börse online
Finanzen.net
Wikipedia
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