Kommentar vom 17.01.17
Investor000
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VW - Mexiko - Präsident Trump
In wenigen Tagen, am 20. Januar 2017, ist es soweit - der neu gewählte USA Präsident Donald John Trump wird vereidigt und übernimmt die Führung der USA.

Unsicherheit, Nervosität, gespannte Erwartungen - bis hin zur Skepsis - herrschen besonders bei den Anlegern der globalen Firmen - und somit auch im Umfeld der guten, alten Volkswagen AG.

VW - so wird argumentiert - produziert stark in Mexiko, leidet unter dem "Abgas-Skandal" und könnte -
wie Ford oder BMW - auch noch in das Trump'sche Twitter-Gewitter geraten - und im Kurs fallen...

Um es vorwegzunehmen: ja - auch das ist möglich - und wäre im Grunde doch ein zusätzliches Klingeln zum Einstieg. Zusätzlich, weil im ganzen Jammern um die erzeugte "Angst vor Trump" Welle mehrere Punkte übersehen werden:

Punkt1: der US $ steigt. Egal, ob wegen der geplanten niedrigen US Steuern oder wegen des möglichen "Heimholens" von Auslandsgeldern steigt damit die globale Kaufkraft des US Konsummenten.

Punkt2 : der Mexiko Peso fällt, wodurch die sehr hohe VW Produktion in Mexiko - exportiert in alle Welt und nicht nur in die USA - zusätzlich günstiger wird für VW.

Punkt3 : Wichtige Verfahren des USA Abgas-Skandals wurden durch eine vergleichbar günstige Strafe gelöst. Ob dies durch das Einführen von Englisch im ganzen Konzern oder mit Hilfe des ehemaligen Reagan Unterstützers, des Kalifornischen Gouverneurs Schwarzenegger geschah, sei dahingestellt. Berücksichtigt werden sollte aber, daß der neu gewählte US Präsident Trump sich in der Nachfolge von Präsident Reagan sieht, der VW gegenüber recht positiv eingestellt war.

Punkt4 : Weitere Firmen - zuletzt Chrysler/ Fiat - können in den Abgas-Skandal rutschen und so das Interesse der Medien auf die nächste, durchs Dorf zu treibende Sau, lenken, denn seien Sie doch ehrlich, die Meldung "VW steckt im Abgas-Skandal" ist inzwischen uninteressant, weil wirklich alt.
Und wo sollen die armen Fondmanager und Verwalter großer Gelder, die auch die Auto-Industrie abdecken, sonst investieren, denn bei VW gilt zumindest: Gefahr erkannt - Gefahr gebannt und
was nicht tötet, macht stark.




Anmerkungen
Die Uhr tickt. Präsident Trump verlangt von Deutschland, die Währung aufzuwerten - oder Zölle zu erleiden. Jede deutsche Firma - auch VW - sollte daraufhin durchgerechnet werden.
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15.02.17 17:14 Uhr
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