Kommentar zur Aktie Volkswagen VzA

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Am 15.03.17
von Master199090
zu Volkswagen VzA

Brisant: VW schließt Übernahme durch FiatChrysler nicht mehr aus

Die Fahrzeugmarke Volkswagen bereitet dem der VW AG Sorgen. Rendite der Kernmarke Volkswagen fällt unter 2%. Das bedeutet, dass VW offen für eine Fusion mit Fiat ist.
Mattias Müller hat bezüglich möglicher Übernahmen durch Fiat laut Reuters eine überraschende Meinungsänderung.
Fiat-Chrysler-Boss Marchionne hatte eine Übernahme von Volkswagen angesprochen. Kurz nachdem der Verkauf von Opel durch General Motors an Peugeot bekannt wurde. In der vergangenen Woche, hatte Volkswagen-Chef Müller daraufhin betont: „Ich bin für nichts gesprächsbereit, ich kümmere mich um VW, ich kümmere mich doch nicht um Fiat.“ VW habe derzeit andere Sorgen als Übernahmen. Auch jetzt machte Müller deutlich, dass sein Haus einen Zukauf nicht zwingend brauche: „Ich bin ganz zuversichtlich, was die Zukunft von Volkswagen betrifft – mit oder ohne Herrn Marchionne.“
Nach überstandener Dieselkrise will Volkswagen mit Elektroautos wieder in die Offensive kommen. An Kursteigerungen der VW AG wird der Konzern jedoch durch die renditeschwache Fahrzeugmarke Volkswagen gehindert, die die Hälfte des Umsatzes ausmacht. Der Betriebsgewinn im Jahr 2016 nahm um elf Prozent auf 1,9 Milliarden Euro ab. Im Vergleich zu anderen Massenherstellern wie Toyota, Peugeot und Renault liegt VW damit deutlich zurück. VW-Chef Herbert Diess zeigte sich am Dienstag bei der Bilanzpräsentation dennoch zuversichtlich: „2017 wird für die Marke ein sehr anspruchsvolles, aber auch ein sehr erfolgreiches Jahr.“ Die Börsen sind da nicht so zuversichtlich. Die VW-Aktie gehörte zeitweise zu den größten Dax-Verlierern.
Volkswagen schwenke zwar rechtzeitig in Richtung Elektromobilität um, allerdings werde der Konzern wohl nicht so durchstarten, wie erhofft. „Die Marke VW hinkt immer noch hinterher. Außerdem gibt noch die Querelen in der Führungsspitze, weil VW für einige offenbar zu aggressiv umbauen will.“ Der ehemalige BMW-Manager hielt dem entgegen, ihm mangele es bei Volkswagen nicht an Unterstützung. „Ich glaube, ich habe eine gute Rückendeckung, wenn ich in den Kollegenkreis gucke“.
Im vorigen Jahr wurde nach monatelangem Ringen mit dem Betriebsrat einen Zukunftspakt ausgehandelt, mit dem die Marke VW ihre chronisch niedrige operative Rendite bis 2020 auf vier Prozent verdoppeln soll. Es ist ein massiver Stellenabbau vorgesehen, der aber sozialverträglich über Fluktuation und Altersteilzeit abgewickelt werden soll. Streit gab es unlängst, weil der Betriebsrat vorwarf, sich nicht an die Vereinbarung zu halten und mehr Leiharbeiter abbauen zu wollen als geplant. Jedoch ist der Umbau von Volkswagen richtig und wichtig. „Es geht nicht nur um Mitarbeiteraufbau in Zukunftsfeldern, sondern es geht auch um eine dramatische Produktivitätssteigerung und Mitarbeiterabbau.“
Auch Konzernchef Matthias Müller glaubt, dass die Neuausrichtung gelingt. „Wir haben 2016 die Weichen gestellt für die größte Transformation in der Geschichte dieses Unternehmens – und dabei operativ besser abgeschnitten als viele uns das zugetraut hätten.“ Der Konzern sei finanziell gerüstet, um die Folgen der Dieselkrise zu tragen. Im vergangenen Jahr hatte Volkswagen mit seinen zwölf Marken trotz weiterer Belastungen durch die Dieselaffäre einen Betriebsgewinn von 7,1 Milliarden Euro eingefahren. Vor Sonderlasten verbuchten die Wolfsburger ein operatives Ergebnis von 14,6 Milliarden Euro, eine neue Bestmarke. Die bereinigte operative Rendite lag bei 6,7 Prozent und damit im Mittelfeld der Konkurrenz. Der Netto-Gewinn des Wolfsburger Konzerns lag bei 5,1 Milliarden Euro, nachdem im vorangegangenen Jahr noch tiefrote Zahlen zu Buche gestanden hatten.
Der inzwischen weltgrößte Autokonzern plant in diesem und im nächsten Jahr zehn Modelle mit Elektroantrieb und will bis 2025 mehr als 30 neue, rein batteriegetriebene Fahrzeuge auf die Straße bringen. Gleichzeitig arbeiten die Niedersachsen mit Hochdruck an der Entwicklung von selbstfahrenden Autos. Der Umbau des Automobilgeschäfts laufe planmäßig, das neue Geschäftsfeld für Mobilitätsdienste nehme Gestalt an. Der Umschwung verschlingt viel Geld. Allein für die Transformation des Kerngeschäfts und den Aufbau neuer Mobilitätsdienste veranschlagt der Konzern bis 2025 einen zweistelligen Milliardenbetrag. Auch für die Aufarbeitung der Dieselkrise sind Milliardensummen nötig. Bisher hat Volkswagen dafür 22,6 Milliarden zurückgestellt – und noch ist nicht absehbar, ob der Konzern Dieselbesitzern und Anlegern in Europa Schadensersatz zahlen muss. Finanzvorstand Frank Witter machte klar, dass die Nettoliquidität dieses Jahr zeitweise unter die Marke von 20 Milliarden Euro sinken könne.

Quelle: wikipedia, die Zeit, DW, börsennachrichten
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