Kommentar vom 29.04.17
AktieStröer
InvestorChris93
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Ströer SE und Co KGaA: „Shortseller Knockout durch ungebremstes Wachstum“
Ströer SE und Co KGaA: „Shortseller Knockout durch ungebremstes Wachstum“

28.04.2016
Geschätzte Lesezeit 15 Minuten

Für denjenigen, dem einzelne Punkte nicht interessant erscheinen mögen, sei gesagt, dass er diese Punkte problemlos überspringen kann. Jeder Gliederungspunkt ist so geschrieben, dass der Leser sie auch versteht ohne den ganzen Text zu lesen. Auf die beschriebenen Leitfragen werde ich im Text näher eingehen.

I. Profil der Ströer SE und Co KGaA
II. Kursverlauf
III. Fundamentaldaten
IV. Stärken und Schwächen
V. Ausblick


I. Profil der Ströer SE und Co. KGaA

- Welchen wirtschaftlichen Aktivitäten geht die Ströer SE und Co. KGaA nach?
- Auf welchem Segment liegt der Fokus?
- Wurde eine Internationalisierung bereits vorangetrieben?

Die Ströer SE und Co. KGaA ist ein international tätiges Multi Channel Media Unternehmen, welches traditionell in der Außenwerbung tätig ist. In zahlreichen deutschen Städten finden sich Werbeträger von Ströer in Einkaufszentren, Bahnhöfen und Fußgängerpassagen. Diese können in Form von Bildschirmen bis zu Riesenpostern vorliegen. Im Zuge der Digitalisierung hat das Unternehmen seine Präsenz auf das Internet ausgeweitet und bietet dort Kunden eine Vielzahl an individualisierten Werbemöglichkeiten. In diesem Bereich liegt auch der Hauptfokus von Ströer. In den letzten Jahren wurden etliche innovative und kreative Entwicklungen neuer Geschäfts- und Werbemodelle durchgeführt, was Ströer eine gute Wettbewerbsposition in Deutschland bescherte. Zusätzlich kam es zu einigen Akquisitionen und Beteiligungen von E-Commerce Unternehmungen und Websites, wie t-online.de, die BHI Group (eine Online Beauty Boutique) oder Vitsana (Online Apotheke). Die Ströer SE und Co. KGaA ist hauptsächlich in Deutschland aktiv, was auch durch einen Umsatzanteil von 85 % wiedergespiegelt wird. Weitere bearbeitete Auslandsaktivitäten durch Tochterunternehmungen oder Partnergesellschaften sind in der Türkei und in Polen zu finden.


II. Kursverlauf

- Wie entwickelte sich der Kurs in den letzten Jahren?
- Gibt es Erklärungen für mögliche Schwankungen?

- In 2012 war der Aktienkurs am 26.November auf einem Mehrjahrestief bei ca. 6,36 € angelangt. Ströer war nicht profitabel und global wirtschaftliche Sorgen zogen die Aktie in den Keller. Bis dahin war man nicht im Onlinewerbebereich tätig und traditionelle Segmente wie die Außenwerbung stagnierten. Am 17.12.2012 stieg Ströer gleich bei vier Online Werbevermarktern (adscale GmbH (91 Prozent) und die von der Media Ventures GmbH gehaltenen Anteile an der Ströer Interactive GmbH (100 Prozent), der freeXmedia GmbH (100 Prozent) und der Business Advertising GmbH (50,4 Prozent) ein oder kaufte diese gleich ganz. Somit wurde Ströer, durch diesen strategisch wichtigen Schritt, direkt in eine sehr gute Wettbewerbsposition im deutschen Onlinewerbemarkt gebracht.
- Seit Ende 2012 befand sich die Aktie dann in einem stetigen Aufwärtstrend. Die neue Konzernstrategie sollte in den folgenden Jahren ein massives Wachstum auslösen, was sowohl die Gewinn-, Umsatz- und Aktienentwicklung betraf. Große Kurskorrekturen gab es kaum, vielmehr entwickelte sich das neu erschlossene Geschäftsfeld der Onlinewerbevermarktung äußerst erfreulich. Der Kurs der Aktie verlief bis Ende 2015 quasi exponentiell steigend und fand sein Allzeithoch Anfang November 2015 bei 63,4 €.
- Nach dem Erreichen dieses Allzeithochs brachen die Kurse plötzlich Mitte November um mehr als 10 % ein und läuteten eine 1-jährige äußerst volatile Talfahrt der Ströer Aktie ein, welche bei 35,14 € ihren Tiefpunkt fand. Doch was war schiefgelaufen in der so erfolgreichen Unternehmung? Die fundamentalen Kennzahlen waren hervorragend und ein Rekordjahr folgte auf das Nächste. Die Antwort kam aus San Francisco. Die dort ansässige Unternehmung „Muddy Waters“ hatte maßgebliche Mängel an Bilanzierungsmethoden der Ströer SE geäußert. Dazu kamen signifikante Shortpositionen von international renommierten Leerverkaufsunternehmen. Zeitweise waren seit November 2015 bis zu 17 % aller frei gehandelten Aktien von Ströer (ca. 44 %) leerverkauft worden. Das große Überangebot von Aktien sorgte für die dramatische Korrektur der Aktie. Mit dem fallen der Kurse bauten allerdings auch die Leerverkäufer ihre Positionen ab, sodass am 1. Dezember 2016 ein Tiefpunkt des Ausverkaufs bei ca. 35,14 € erreicht wurde.
- Seitdem ist Ströer in einem sehr dynamischen Momentum, was dem Unternehmen aktuell hilft selbst die DAX Performance zu übertreffen. Neben leichten Kurskorrekturen ist ein stetiger und scheinbar sehr stabiler Aufwärtstrend seit Ende 2016 in Takt und in den nächsten Monaten könnte sogar wieder das Allzeithoch erreicht werden. Zudem lagen die Fundamentaldaten auch 2016, wo das Papier zeitweise bis zu 50% des Wertes des Allzeithochs eingebüßt hat, in einem äußerst erfreulichen Bereich und es wurde neue Umsatz und Gewinnrekorde vermeldet.


III. Fundamentaldaten

- Welche Geschäftszahlen konnte Ströer SE und Co. KGaA in den letzten Jahren melden?
- Welche Segmente sorgten für die Kernumsätze und wodurch werden diese Umsätze erzielt?
- Wie sind diese zu interpretieren und in welche Bereiche investiert das Unternehmen?
Unternehmenskennzahlen
...............................................................................2015...............2016...............2017e
Umsatz (in Mrd.)*..............................................0,823...............1,12...............1,3
Investitionen (in Mio.)*.....................................76,1.................101,3...............?
EBITDA (in Mil.)* ................................................208.................286.................320
Jahresüberschuss (in Mil.)*...........................107 ................157.....................?
EPS *......................................................................2,12...............2,79....................?
Dividende*............................................................0,4 ................0,7...................1,1
*in €;

Finanzkennzahlen
...............................................................................2015...............2016...............2017*
KGV.......................................................................49....................32,8.................35
Marktkapitalisierung (31.12).........................3,2** ...............2,3**...............2,954**
Kurs am 1.1.......................................................25,84 ...............55,11...............53,78***

*(28.04.2017),**Mrd. in €, ***Kurs am 28.04.2017

Die Fundamentalkennzahlen von Ströer SE und Co. KGaA sind seit Jahren äußerst ansehnlich und weisen einen sehr positiven Trend auf. Die Onlinewerbung und der digitale Bereich machten 2016 einen Umsatzanteil von mehr als 45 % aus und das bei rentablen EBITDA-Margen von 28,7 %. Im Segment „Digital“ bietet das Unternehmen digitale Werbeflächen an, welche auch auf eigenen Websites, wie t-online.de direkt vom Unternehmen erstellt werden. Ströer versteht die Werbung in rechte Licht zu rücken und hat eine Vielzahl von verschiedenen individuellen Marketinglösungen für Kunden parat. Online wird eine geschickte Verknüpfung von „Rich Media“ (optische/akustische Anreicherung von Inhalten, z.B. Werbevideos beim Öffnen einer Website) „Native Advertising“ (scheinbar redaktionelle erstellte Artikel die allerdings Werbeartikel sind) und klassischen Werbemitteln kreiert, sodass eine maßgeschneiderte „Produkt-Kunden Kommunikation“ betrieben werden kann. Hinzu kommen digitale Abonnement Erlösmodelle für Internetseiten wie, Statista, Stayfriends, Handelsblatt oder der Financial Times. In der letzten Zeit hat Ströer in die Verlängerung der digitalen Wertschöpfungskette investiert und nun direkten Bezug zu den Kunden durch den Verkauf verschiedener Produkte. Es befinden sich nun die Online Apotheke „Vitsana“, die Online Beautyboutique der BHI Group oder die Online Ernährungsberatung und Boutique Bodychange im Portfolio von Ströer. Generell zeigt sich der Trend, das Ströer mit der bereits vorhandenen Expertise Symbiose Effekte zu erzielen versucht und sich dies bisher auszahlt. Im Bereich zum Vorjahr wuchs in diesem Segment der Umsatz von 243 Millionen € auf 514 Millionen € an und auch das Operationale EBITDA legte von 80,3 Millionen € auf 147,8 Millionen € zu. Wie das Management verlauten lässt ist der Bereich „Digital“ weiter im Fokus und Neuakquisitionen werden beständig geprüft. Neben Neuakquisitionen werden auch strategische Partnerschaften in Erwägung gezogen, wie die im März 2017 vereinbarte Partnerschaft mit der Otto Group zeigt. Dabei soll das Ziel sein „Reichweite mit Daten und Kreation zu verbinden.“ Vorteilhaft für beide Seiten kann diese Partnerschaft allemal sein, da das Werbeinventar von Ströer mit den Datensegmenten von Otto attraktive Erkenntnisse kreieren könnte.
Die weiteren Segmente von Ströer sind die Segmente „Out of Home Deutschland“ und „Out of Home International“. Bei beiden besteht die Kerntätigkeit aus klassischer Außenwerbung. In Deutschland kommt Ströer auf mehr als 230 000 Werbeflächen in mehr als 600 Städten und kann dabei oft langjährige Kontrakte mit öffentlichen, sowie privaten Gebäudeeigentümern vorweisen. Im internationalen Bereich hat Ströer über Tochter- und Partnergesellschaften mehr als 49 000 Werbeflächen in der Türkei aufzuweisen und mehr als 12 000 in Polen. Hinzu kommt auch das Riesenpostergeschäft der Tochterunternehmung „Blow-Up Media“, welches in ganz Europa aktiv ist. In Deutschland, Polen und der Türkei ist Ströer in der Außenwerbung Marktführer und hat eine stabile Wettbewerbsposition. Im Segment Deutschland konnte ein 8 % Umsatzwachstum von 464 Millionen € (2015) auf 501 Millionen € in 2016 erzielt werden. Die Operationale EBITDA Marge lag bei profitablen 27,1 % und das Operationale EBITDA konnte auf 137 Millionen gesteigert werden. Grund hierfür ist ein wachsender Markt an Nettowerbeausgaben, sowie die oft strategisch gute Position von Ströer Werbeträgern. Der Bereich „Out of Home International“ zeigte im letzten Jahr rückläufige Tendenzen, was vor allem mit der aktuell schwierigen politischen Lage in der Türkei und folglich der schwachen Lira zu begründen ist. In den „Out of Home“ Bereichen will Ströer eine Umrüstung auf moderne LED Beleuchtungssysteme vornehmen um die Energiekosten zu optimieren. Bezüglich der Investitionssumme des Konzerns ist zu sagen, dass die von 76,3 Millionen € (2015) auf 101,3 Millionen € in 2016 gestiegen sind. Hierbei wurde vor allem in die IT Infrastruktur, wie zum Beispiel in den Ausbau von Ad – Servern investiert. Ebenso wurde das Budget für innovative Produktentwicklung erhöht, besonders im Bereich „Digital“, und zuletzt bekam auch die Modernisierung der bisherigen Werbeträger einen Anteil des Investitionsbudgets zugesprochen.


IV. Stärken und Schwächen

+...................................................................................................-
Diversifikation der Tätigkeiten.............................................schwieriges Geschäftslage in der Türkei
Marktführer in dynamischer Branche.................................quartalsabhängiges Geschäft
Starke finanzielle Situation...................................................aggressive Shortseller in der Aktie

Bei Ströer ist interessant zu beobachten, dass eine äußerst profitable Diversifikation durch die Entwicklung neuer Geschäftszweige entstanden ist. Hierbei sind besonders die Onlinewerbeflächen, die neuartigen Online-Abonnementmodelle und seit 2016 auch die direkte Absatz Erschließung von Onlinemärkten durch Neuakquisitionen hervorzuheben. Neben dem Kerngeschäft in der Außenwerbung hat sich Ströer ein weiteres Segment erschlossen, wo die Konkurrenz in Deutschland überschaubar ist und die Margen hoch sind. Wie in der Außenwerbung ist Ströer auch bei Onlinewerbeflächen die Nr.1 in Deutschland und könnte durch eine äußerst attraktive Produktpalette weiteres Wachstum generieren. Positive Effekte wie wachsende Werbebudgets, sowohl in Europa, als auch in Deutschland helfen Umsätze zu steigern. Hinzu kommt eine stetige Entwicklung neuer attraktiver Kundenlösungen und größerer Ausgaben in den Forschungs- und Entwicklungsbereich. Getragen werden die prosperierenden Geschäfte von einer Finanzabteilung die ihre Hausaufgaben macht. Im Juni 2016 wurden Schuldscheine im Wert von 170 Millionen € ausgegeben mit einer Laufzeit zwischen 5 und 7 Jahren. Der Zins ist dabei vornehmlich variabel gewesen. Interessanterweise war die ganze Aktion überzeichnet und das trotz fallender Aktienkurse. Im Dezember 2016 wurden mit einem Bankensyndikat eine neue „Revolving Facility“ vereinbart. Zu Deutsch: „Ströer kann Kredit bis zu einem Limit von 700 Millionen € aufnehmen. In dem vereinbarten Zeitraum können die in Anspruch genommenen Kredit nach Belieben bis zu dem Limit ausgeweitet oder getilgt werden.“ Folglich hat Ströer für die kommenden Jahre eine hohe finanzielle Flexibilität erlangt. Zudem hält keine Bank derzeit mehr als 20 % aller Kreditbeträge von Ströer was dem Unternehmen eine geringe Abhängigkeit gegenüber einzelnen Bankinstituten verleiht. Des Weiteren, will das Unternehmen weiter seine Unabhängigkeit ausbauen und sich in Zukunft stärker über den Finanzmarkt finanzieren. Als Schwäche kann neben diesen Vorzügen kaum etwas genannt werden. Auch der Geschäftsbericht von Ströer beschreibt im Risikobericht nur kleine potentielle Risiken. Dazu könnte beispielsweise kommen, dass das Weihnachtsgeschäft im Q4 nicht läuft wie erwartet. Ströer hat geringe Vorlaufzeiten bezüglich der Aufträge, oft weniger als 8 Wochen. Daraus kann sich eine gewisse Instabilität der Auftragslage ergeben und Aufträge könnten im wichtigen Q2 und Q4 ausbleiben. Neben diese potentiellen Schwierigkeiten des Geschäfts kann sich auch die Lage in er Türkei als problematisch darstellen und die Umsatz- und Gewinnentwicklung negativ beeinflussen, wie die bisherige Abschwächung der Lira zeigt.


V. Ausblick

Wer profitiert von den positiven/negativen Entwicklungen von Ströer?
Wie und wer kann Einfluss auf die Aktienkursentwicklung nehmen?

Im Großen und Ganzen ist Ströer ein Unternehmen das vielseitig überzeugt. Die Entscheidungen des Managements in neue Geschäftszweige zu investieren war seit 2012 oft von Erfolg geprägt. Das Unternehmen generierte ein dynamisches Unternehmenswachstum, wo von vor allem (neben den Aktionären) die beiden Gründer Dirk Ströer und Udo Müller profitierten. Letzterer hat zuletzt im Oktober 2016, als die Aktie sehr Tief stand, Aktienkäufe im Millionenbereich getätigt. Neben Kurszuwächsen war für diese Entscheidung vor allem die Dividendenpolitik interessant (an der er selbst mitwirkt). Da Dirk Ströer und Udo Müller 21,8%, bzw. 21,7 % der Unternehmung besitzen sind sie auch die größten Profiteure einer hohen Dividende. Da Ströer mit dem Geschäftsbericht 2016 verkündete auch in 2017 zwischen 25 % und 50 % des Gewinns als Dividende auszuschütten, profitieren nicht nur die Kleininvestoren von den Ausschüttungen, sondern besonders die beiden CEOs von Ströer. Beide können sich auf zweistellige Millionenbeträge freuen, falls die Dividende wie geplant bei 1,1 € pro Aktie liegt. Neben erfreulichen Nachrichten wie einer sich stetig erhöhenden Dividende, kann auch die Kursentwicklung mit Interesse verfolgt werden. Im letzten Jahr war diese geprägt von erhöhter Volatilität. Diese wurde vor allem von Leerverkäufern erzeugt, die nach einem veröffentlichten Bericht die Geschäftszahlen als geschönt und nicht der Realität entsprechend darstellten. Die aufgebauten Short-Positionen der Leerverkäufer sorgten für fallende Kurse (zeitweise - 45 % zum Höchstkurs im Vorjahr) aufgrund eines großen Überangebots an Aktien. Doch das ist nun eine Chance für Ströer SE und Co. KGaA. Da Leerverkäufer die Aktien zunächst verkaufen und sich verpflichten diese später zurückzukaufen, kann sich dieses Überangebot in eine Übernachfrage entwickeln. Genau dies könnte jetzt als Fall eintreten. Die Leerverkäufer haben ihre Gewinne gemacht, die Kurse sind gefallen und die große Korrektur war da. Ströer hat dem Standgehalten und Rekorde bezüglich der Geschäftszahlen geliefert! Die Aktuellen gemeldeten Leerverkaufsmeldungen bei Bundesanzeiger.de belaufen sich auf ca. 3,4 % des ausgegebenen Aktienkapitals von Ströer. Das scheint wenig, ist es jedoch nicht. Zurzeit sind nur 33,76 % des Gesamtaktienkapitals im Streubesitz, somit sind fast 10 % aller handelbaren Aktien leerverkauft. In Bezug auf Angebot und Nachfrage ist das ein beträchtlicher Anteil. Falls den Leerverkäufern nun die Puste ausgeht, kann die Ströer Aktie davon profitieren.
Gegen ein weiter dynamisches Wachstum der Unternehmung scheint zudem wenig zu sprechen und folglich kann man deutliche Kurssteigerungen der Ströer SE und Co. KGaA erwarten. Die Aktie ist aktuell auf dem Weg zum Allzeithoch und könnte dieses, bei weiterhin positiver Gesamtmarktentwicklung bald überwinden. Aktuell ist die Aktie zwar nicht sehr günstig bewertet (am KGV gemessen: 32) hat aber deutliches Aufwärtspotential. Bis Jahresende könnten Stände von 80 € erreicht werden, falls die globale Konjunktur weiter anzieht. Über eine Vertiefung der Internationalisierungsstrategie von Ströer kann nur spekuliert werden, allerdings von weiteren Akquisitionen und somit einer weiteren Diversifikation der Geschäftsfelder kann ausgegangen werden. Bei Ströer bleibt es weiterhin spannend, vor allem wie die neuübernommenen Unternehmen integriert werden und wie sich demnach die Umsätze und Gewinne entwickeln.

Kernfragen des Unternehmenserfolgs sind unter anderem:

1. Schafft es Ströer sich durch gezielte Zukäufe kontinuierliches Wachstum zu generieren und gleichzeitig die hohen EBITDA Margen zu halten?

2. Kann Ströer die zugekauften Unternehmen erfolgreich in die Kerntätigkeiten integrieren und die veranschlagten Symbiose Effekte, in Bezug auf Kosteneinsparungen und Knowhow-Transfer, erzielen?

3. Wird Ströer in den nächsten Jahren weitere europäische Kernmärkte mit seinen Dienstleistungen erobern?

Fragen, Kritik und Anregungen sind immer willkommen, ebenso wie ein privater Austausch unter Investoren.

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