Kommentar vom 04.06.17
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Mit "haptischer" Technik im Sportschuh zukünfig auf der Überholspur!
FIRMENDATEN:

NIKE INC.

US-am. Sportartikelanbieter (seit 1989 Weltmarktführer)
Gegründet: 25. Januar 1964
Hauptsitz: Beaverton, Oregon, Vereinigte Staaten
CEO: Mark Parker (23. Jan. 2006–)
Tochterunternehmen: Converse, Hurley International LLC, Umbro
Gründer: Philip Knight, Bill Bowerman

Smart Shoes – Wie Nike der Konkurrenz den Rang ablaufen will

Zukünftig werden Nutzer nicht nur Smartphones, Tablets oder Uhren aufladen, sondern möglicherweise auch bald Schuhe. Darauf verweisen immerhin die neuesten Angebote von Nike & Co.

2016 brachte Nike seinen neuesten Hightech-Schuh, den Nike Hyper Adapt 1.0 auf den Markt. Dabei handelt es sich um einen selbstschnürenden Hightech-Schuh (Smart Shoe) für stolze 720 US-$.

Streift man sich den "Smart Shoe" über den Fuss, so erkennt darin ein Sensor in der Ferse den Druckpunkt, löst so einen Mechanismus aus, der den Schuh automatisch zubindet. Durch zwei seitliche Drucktasten lässt sich die Zugstärke individuell nachjustieren. Die Energie für den Schnürmechanismus kommt aus dem Akku, der alle zwei Wochen aufgeladen muss (Dauer: ca. 3 Stunden).

Das Nike-Management betont ausdrücklich, dass es sich dabei keinesfalls um eine sinnfreie Spielerei handelt. Vielmehr soll diese technische Innovation auch in einigen weiteren Sportschuh-Modellen "eingebaut" werden. Nike-Fans können sich also auch in Zukunft noch auf einige Nachfolgemodelle der "selbstbindenden" Schuhe freuen.

Die Idee dahinter: die "Smart Shoes" sollen künftig "selbständig" erkennen können, ob der getragene Sportschuh am Fuss zu fest oder locker sitzt.

Beim Blick ins Innere des Hyper Adapt 1.0 hat die Engineering-Firma Mindtribe entdeckt, dass die Technik im Hightech-Schuh so verändert werden kann, dass in naher Zukunft eine Kommunikation zwischen Schuh und mobilem Endgerät (Smartphone, Smartwatch) via Bluetooth möglich ist.

Dadurch lassen sich wertvolle Daten gewinnen. Nicht nur, wie weit oder lange der Besitzer des Schuhs gelaufen ist, sondern im Besonderen, wie der Sportler seine Runden dreht.

Allein in Amerika gibt es 36 Millionen aktive Läufer, von denen sich über 60 % mindestens einmal pro Jahr bei der Ausübung dieses Freizeitsports verletzen.

Mithilfe der entsprechenden Sensoren des "Smart Shoes" lässt sich diese Verletzungsrate möglicherweise deutlich senken, denn aufgrund seiner diversen Sensoren und Parameter (Auftritt auf den Boden, Rhythmus etc.) kommt es zu sinnvollen Rückmeldungen, welche die Schuhträger zum Beispiel vor Fussfehlstellungen warnen – ein entscheidender Vorteil gegenüber den klassischen Fitness-Trackern.

Der Vorstoß von Nike im Marktsegment "haptische Techniken" kommt nicht von ungefähr, denn der globale Markt soll bereits im Jahr 2022 ein Volumen von rund 20 Mrd. US-Dollar umfassen (Quelle: Research and Markets).

Nike setzt mit seinem Vorstoß ein erstes Zeichen, und hat damit schon einmal die Tür zu diesem potenziellen Milliardenmarkt aufgestoßen. Denn bloß diejenigen, die sich rechtzeitig am Markt positionieren, werden am Ende auch die Nase vorn haben.

Mit dem "Hyper Adapt 1.0" wird Nike wohl kaum ein Millionenpublikum erobern -, dafür ist der "intelligente" Sportschuh ganz einfach zu teuer - allerdings steckt der Markt für Smart Shoes und Zubehör ja auch noch in den Kinderschuhen.

Die ersten Anwendungsbereiche für haptische Sensoren machen aber auf jeden Fall Lust auf mehr. Immerhin lassen sich so zum Beispiel heute schon mithilfe digitaler Sohlen kalte Füße verhindern.

Bei der neuen Produktpalette geht es also nicht bloß darum, unfangreiche Daten zu sammeln, sondern auch die Sportschuh-Eigenschaften dergestalt zu modifizieren, dass ein echter Mehrwert (geringeres Verletzungsrisiko, mehr Tragekomfort etc.) für die Besitzer entsteht.

Grundsätzlich können sich Firmen wie Nike und Adidas hierdurch von der Konkurrenz weiter entscheidend differenzieren und so neue Marktbereiche erschließen, was sich auch sehr positiv auf deren zukünftige Wachstumsaussichten auswirken dürfte.

Mein FAZIT: für langfristig orientierte Anleger ist das Nike-Papier eine klare Depotbereicherung!

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