Analyse zur Aktie KUKA AG

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Am 07.08.17
von armericanoo
zu KUKA AG

Der Roboter-Konstrukteur schraubt die Jahresziele deutlich nach oben

Es ist gerade einmal ein paar Monate her, da hat der chinesische Elektrogeräte-Hersteller Midea etwa 95% des Kuka-Aktienkapitals für die stolze Summe von 4,5 Mrd. € erworben. Warum sich der chinesische Multikonzern den deutschen Roboterbauer einverleibt hat, liegt wohl klar auf der Hand, ist der chinesische Markt in Bezug auf Haushaltsgeräte bereits stark gesättigt. Und was tut man, wenn die Inlandsnachfrage nach den eigenen Produkten stagniert? Na klar, man begibt sich auf die Suche nach neuen Wachtumschancen - und dabei schaut sich die fernöstliche Wirtschaft eben nur allzugern auf dem "alten" Kontinent um, und dort ist sie wieder einmal in "Good-Old-Germany" fündig geworden: Diesmal musste es eben der renomierte Augsburger Roboterhersteller KUKA sein.

Wie bekannt sein dürfte, hat der chinesische Markt noch einen riesigen Nachholbedarf inpunkto Automatisierungslösungen, sind doch die Lohnkosten in China seit der Jahrtausendwende um gigantische 700% gestiegen. Von nicht wenigen Marktauguren wurde der gezahlte Übernahmepreis für KUKA denn auch als zu teuer eingestuft. Drum wird jetzt mit Spannung zu beobachten sein, wie es bei den Augsburgern nach dem unter Dach und Fach gebrachten Megadeal operativ weitergehen wird.

KUKA konzentriert sich im Kerngeschäft auf Lösungen zur Automation industrieller Produktionsprozesse. Nach der Übernahme von Swisslog liegt der Anteil der Automobilindustrie am Konzernumsatz bei circa 50%. Der Bereich Robotics entwickelt und produziert Industrieroboter, roboternahe Dienstleistungen sowie Steuerungssysteme. Die strategische Zielausrichtung bei KUKA ist der Ausbau des Geschäfts in den Non-Automotive- Sektoren mit einem geringen Automatisierungsgrad.

Zudem ist KUKA eine herausragende Marke im Bereich der Industrie-Roboter. Das Augsburger Unternehmen unterhält in diesem Zusammenhang auch sehr gute Geschäftsbeziehungen zu führenden Automobilbauern wie VW, Daimler, BMW und Ford. Die...
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