Kommentar zur Aktie Apple

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Am 13.09.17
von armericanoo
zu Apple

Die "Erfolgsstory" geht weiter: "iPhone 8" und "iPhone X" gehen an den Start!

Der wahre Apple-Fan, Anleger und Analysten haben am gestrigen Abend gespannt bis gebannt nach Cupertino (Kalifornien) geblickt, hat das Apple-Management doch dort in seiner erst vor kurzem fertiggestellten neuen Firmenzentrale sein neues "Zugpferd", die iPhone 8, vorgestellt. Nach den eher kosmetischen "Verbesserungen" seines Vorgänger-Modells waren die Ansprüche und Erwartungen an das neue "Wunderwerk der Technik" aus dem Hause Apple doch ziemlich hoch.

Daher brodelte es im Vorfeld in der "Gerüchteküche" auch so stark, wie seit Jahren nicht mehr. „Die Zukunft des Smartphones“ nannte Apple-Chef Tim Cook die neuen Smartphones - zum einen das "iPhone 8" und das im höheren Preissegment angesiedelte Jubiläums-Gerät "iPhone X". Für letzteres muss der Kunde sehr tief in die Tasche greifen: Es soll in Deutschland nicht unter 1149 € erhältlich sein. Das "iPhone 8" watet mit den eher üblichen Neuerungen eines neuen Modells auf: Ein verbesserter Chip soll das Gerät schneller und leistungsfähiger machen. Zudem wird es kabellos aufladbar sein.

Überdies hat Apple ein Verfahren namens „Air Power“ entwickelt: Es ist eine Art "Kissen", auf das gleich mehrere Apple-Geräte zum Aufladen gelegt werden können. Im Jubiläums-Modell "iPhone X" haben die versierten Apple-Techniker noch einige weitere Extras "untergebracht", um es für zahlungskräftige Kunden noch um einiges attraktiver zu gestalten: Es erhielt einen 5,8 Zoll-Bildschirm mit den superhellen Leuchtdioden "OLED", die mit mehr Schärfe, verbesserte Farben und einem wesentlich geringeren Energieverbrauch aufzuwaten wissen.

Aber seine auffälligste, technische Neuerung ist die neue Gesichts-Erkennung „FaceID“, welche den Fingerabdruck-Sensor ersetzt. Per Gesichts-Scan sollen in Zukunft auch Transaktionen über das hauseigene Bezahlsystem "Apple Pay" getätigt werden. Gleichzeitig präsentierte Apple die neusten Generationen von Apple Watch und Apple TV: Die 3. Generation der Computer-Uhr erhält dabei erstmals Zugang zum schnellen LTE-Mobilfunknetz. Das wiederum ermöglicht den Nutzern, völlig unabhängig vom iPhone aus zu telefonieren. Apples' TV-Box "Apple TV" ist zudem mit einer höheren Auflösung ausgestattet, die rund 4x so viele Pixel enthalten soll wie das bisherige Full HD.

Erstaunlicherweise hat sich die gestrige Präsentation kaum auf den Apple-Aktienkurs ausgewirkt: Sie ging sogar mit einem kleinen Minus aus dem Handel - was wohl daran lag, dass die vorgestellten Neuerungen keine allzu großen Überraschungen darstellten. In diesem Zusammenhang darf jedoch nicht vergessen werden, dass sich das Investment im laufenden Jahr schon ausgesprochen positiv entwickelt hat, sodass davon auszugehen ist, das einiges von diesem Kurszuwachs unter der Rubrik "Vorschusslorbeeren" bereits im jetzigen Aktienkurs miteingepreist ist.

Mein FAZIT: Apple's Zukunft hängt mehr denn je vom Erfolg der neuen iPhone-Modelle ab. Die Erwartungshaltung daran ist ausgesprochen hoch. Aber jene in vollstem Umfang zu erfüllen, ja sogar noch zu übertreffen, das wird sicher einem "Drahtseilakt" gleichkommen, doch ich bin diesbezüglich trotzdem sehr zuversichtlich gestimmt, das dies der Cupertiner-Technologieschmiede abermals gelingen wird, denn die Strategie, neben dem "iPhone 8" auch gleich das teurere "iPhone X" Jubiläumsmodell auf den Markt zu bringen, dürfte sich schon bald als ein sehr cleverer Schachzug erweisen. Die Apple-Aktie bleibt mit den neuen iPhones also nach wie vor ein aussichtsreiches Investment. Doch nach der gigantischen, jedem bereits hinreichend bekannten Erfolgsstory des Konzerns hält sich das weitere Kurspotenzial der Aktie wohl in überschaubare Grenzen. Auf annähernd hohe Kursgewinne, wie sie der Anleger in den vergangenen 10 Jahren seit Markteinführung des 1. iPhones gewohnt ist, wird es wohl nicht mehr reichen, aber dennoch: Mittel- bis langfristig wird auch sie weiterhin eine gute Rendite für den Investoren abwerfen. Eine "sichere Bank" wie Apple wird auch in Zukunft immer einen Weg finden, sich aus der lästigen "Umklammerung" der Konkurrenz zu befreien.
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