Analyse zur Aktie Tesla

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Am 08.10.17
von armericanoo
zu Tesla

Was Teslas "Model 3" und der ehemalige DDR-"Trabbi" gemeinsam haben

Wer hätte das gedacht: Tesla ist einmal mehr an einem seiner ambitionierten Ziele gescheitert! Man ist schon fast geneigt zu sagen, dass war doch absehbar. Denn warum sollte es diesmal anders sein, als in den vorangegangenen Wochen und Monaten? Erst etwas vollmundig verkünden, um dann später in einer ad hoc-Nachricht kurz und kleinlaut kolportieren lassen, was jeder bereits bei Bekanntgabe des ergeizigen Unterfangens insgeheim befürchtet hat: Die Produktion des neuen "Model 3" läuft wesentlich schleppender an als gedacht. 1.500 Fahrzeuge sollten im dritten Quartal 2017 hergestellt werden. Das war die Messlatte, an die sich Tesla-CEO Elon Musk nun messen lassen muss. Schlussendlich liefen davon gerade einmal "lächerliche" 260 Produktionseinheiten vom Band.

Die Anleger reagierten zunächst "verschnupft" auf diese neuerliche Enttäuschung aus dem Hause Tesla, ließen dann aber noch einmal "Milde" walten. Kein Wunder, ist man von den Kaliforniern mittlerweile doch nichts anderes gewohnt, als mit "bad news" abgespeist zu werden. Na klar: Klappern gehört zum Handwerk, um die ohnehin schon ziemlich mürrisch dreinblickenden Investoren bei Laune zu halten, doch wer ständig "lügt", dem glaubt man irgendwann nichts mehr. Denn ist das Vertrauen erst einmal über eine lange Zeit verspielt worden, dann dauert es nachher zumeist ebenso lange, bis man es wieder zurückgewonnen hat - und dies käme gerade im Fall Tesla einem Desaster gleich.

Genau aus diesem Grund schraubt die Analystengilde ihre Erwartungen schon im Vorfeld auf ein für Tesla-Verhältnisse "realistisches" Maß herunter, was für die kalifornische Technologieschmiede wiederum den nehezu "unschlagbaren" Vorteil beinhaltet, dass es für sie überhaupt im Bereich des Möglichen liegt, diese "abgespeckten" Markterwartungen dann doch einmal zu toppen. Gelungen ist dies zuletzt bei den Absatzzahlen, die um 4,5 Prozent...
Der obige Analyse spiegelt ausschließlich die Meinung des Autors wider. Informunity übernimmt dafür keine Haftung.