Kommentar vom 18.11.17
Investorarmericanoo
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Am Megatrend "Gesundheit" führt auch künftig kein Weg (mehr) vorbei
Kurzes Firmenprofil: z. B.

Die Merck KGaA ist ein deutsches Unternehmen, welches sich in der Chemie-, Pharma- und Life Science-Industrie weltweit betätigt, und dessen Firmenhauptsitz sich im hessischen Darmstadt befindet. Die Produktpalette von Merck umfasst Originalpräparate gegen Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen sowie Produkte für die Selbstmedikation, Flüssigkristalle für Displays und Elektronikchemikalien zur Chipherstellung, Pigmente, Kosmetik- und Pharmawirkstoffe, Reagenzien, aber auch zahlreiche Laborprodukte für die Pharmaforschung. Die Medikamente des Unternehmens, welche global vertrieben werden, werden bei Erkältungsbeschwerden und beim täglichen Gesundheitsschutz, bei neurodegenerativen Erkrankungen sowie in den Bereichen Onkologie, Fruchtbarkeit, Endokrinologie und Rheumatologie, angewandt. Darüber hinaus entwickelt und verkauft der Konzern auch sogenannte "Performance Materials" für die Branchen Unterhaltungselektronik, Beleuchtung, Drucktechnik oder Kosmetik. Das Produktangebot erstreckt sich hier von Flüssigkristallen für Displays über funktionelle Füllstoffe bis hin zu Effektpigmenten. Ergänzt wird das Angebot von Merck durch Laborchemikalien, Lösungsmittel, Filtertechniken für die Wasseraufbereitung sowie Bioprozessverfahren und bioanalytische Services für die Pharmaindustrie. 2015 übernahm Merck das US-amerikanische Life-Science-Unternehmen Sigma-Aldrich.
Das Unternehmen wurde bereits 1668 von Friedrich Jocab Merck in Darmstadt gegründet. Es erzielte 2016 einen Jahresumsatz von 15,02 Milliarden Euro. Die Merck KGaA beschäftigt weltweit 50400 Mitarbeiter - insgesamt 10.900 in Deutschland, davon im Darmstädter Stammwerk rund 8900. CEO des Konzerns ist seit Mai 2016 Stefan Oschmann. Als die wichtigsten Tochterunternehmen seien an dieser Stelle noch Merck Millipore und Sigma-Aldrich genannt.


ALLGEMEINE BRANCHEN-BESTANDSAUFNAHME:

Sei es Infrastruktur, Digitalisierung oder Gesundheit – Megatrends halten die Börsen seit eh und je auf Trab. Was für den Megatrend "Gesundheit" spricht: Er ist langfristig nachhaltig. Infrastruktur-Projekte sind irgendwann einmal abgearbeitet und werden bei schlechter Haushaltslage oder einem Regierungswechsel schnell auf das Nötigste zusammengestrichen, gekürzt. Aber die Digitalisierung wird nach einer gewissen Anlaufphase allmählich zum Normalmaßstab erhoben und sich auf sehr interessante wie auch lukrative Einzelbereiche zu konzentrieren wissen.

1.) Megatrend Gesundheit erfreut sich nach wie vor einer ungebrochenen Nachfrage

Der Megatrend Gesundheit steht auch zukünftig auf soliden Beinen, denn er geht Hand in Hand mit einen weiteren Boombereich: dem demografischen Wandel. Die Menschen werden zunehmend älter und damit auch krankheitsanfälliger. Immer mehr Teile der rasant wachsenden Weltbevölkerung leiden unter immer neuen Zivilisationskrankheiten. Und immer mehr von uns können sich mit dem wachsenden Lebensstandard auch immer kostspieligere Medikamente und Therapien leisten, die überdies auch zunehmend effektiver werden. Die Spannbreite ist groß. Sie reicht von Medizintechnologien über die Pharma- und Biotech-Industrie bis hin zu Dienstleistungen rund ums Thema Gesundheitsprävension, Helfen, Heilen - wobei auch hier die Digitalindustrie ihren unaufhaltsamen Einzug gehalten hat. Google beispielsweise hat 2013 eigens dafür ihre Tochterfirma "Calico" gegründet, die sich ausschließlich auf die Bereiche Gesundheit und Wohlbefinden konzentriert.

Zunächst besteht die Herausforderung in der Vielfalt von Unternehmen. Allein in den USA sind 180 solcher Firmen im NASDAQ Biotech-Index gelistet. Zu den Risiken und Nebenwirkungen gehört, dass sich trotz hoher Wachstumsraten der Branche eben gerade Biotech-Aktien mitunter sehr "schwankungsanfällig" zeigen. Zudem werden innovative neuere Unternehmen mit Vorliebe von den Branchenprimussen aufgekauft, bevor sie denen noch durch ihre "Nischenprodukte" Marktanteile streitig machen können. Abgesehen von einigen beeindruckenden Senkrechtstartern gehören zu den ertragsstärksten und auch weiterhin aussichtsreichsten Kandidaten Unternehmen wie Novo Nordisk, Amgen, Biogen, Celgene, Morphosys, Cerner, Intuitive Surgical oder Fresenius - aber eben auch Pharma-Flagschiffe wie Merck, Sanofi und Roche, sind jene Konzerne doch schon seit eine gefühlte halbe Ewigkeit fest im universellen Gesundheitssystem verankert.

2.) Korrekturphasen als Einstiegsgelegenheit in Biotech-Aktien nutzen!

Schaut man sich die Aktienperformance von vielen Biotech-Aktien an, so kommt es dort nach einem meist länger andauernden Aufwärtstrend immer wieder zu größeren Kurskorrekturen, die aber an den langfristigen Perspektiven der Unternehmen nicht das geringste ändern. Teils sind diese zurückzuführen auf Startschwierigkeiten bei der Einführung eines neuen Produktes oder aber auf Preiskämpfe im hartumkämpften Generika-Markt oder schlichtweg im sogenannten "Blockbuster"-Medikamenten-Segment. Der zunehmende Preiskampf in den USA hat beispielsweise der Aktie von Novo Nordisk arg zugesetzt. Generell aber bietet sie am Markt mit die höchste und nachhaltigste Rendite im Kernbereich Gesundheit. Bis 2022 sollen drei der fünf meistverkauften Diabetespräparate von Novo Nordisk kommen. Die Aussichten für diese Aktie sind also sehr gut. Die faire Bewertung mit einem KGV von 20 eignet sich noch hervorragend für einen dortigen Einstieg.

Vergleichsweise niedrige KGV-Werte weit unter 20 locken auch beim amerikanischen Biotech-Dreigespann Amgen, Biogen, Celgene, von dem sich Biogen aber noch am stabilsten präsentiert. Auf Dekadensicht brachte die Aktie rund 474 %. Amgen und Celgene kamen im gleichen Zeitraum immerhin noch auf gerundete 280 %. Letzt genanntes Unternehmen musste jedoch vergangenes Jahr so richtig Federn lassen – für mich eine gute Gelegenheit zum (Wieder)einstieg - bevor es mit der Aktie wieder spürbar aufwärts geht. Gute Nachrichten wie die vorzeitige Einführung neuer Antikörper in den USA werden Morphosys auch weiterhin beflügeln. Das Papier der Biotech-Schmiede aus Martinsried bei München brachte über die letzten zehn Jahre ein Plus von 471 % und peilt nun wieder die zuletzt 2014 gesehene Rekordmarke von 85,42 € an. Zugegeben: Die Aktie ist derzeit stark überbewertet, doch wen interessiert diese Tatsache ernsthaft, solange das Unternehmen mit solch positiven Nachrichten und Zukunftsaussichten aufwarten kann?

3.) Medizintechnik, Roboter, Dienstleistungen

Zu den allzeit bewährten Kapitalvermehrern gehören unter anderem auch die US-Unternehmen Cerner und Intuitive Surgical. Letzteres ist in der Medizintechnik angesiedelt und bei Robotersystemen führend. Das Papier ist unverändert im grünen Bereich, aber mit einem KGV von 43 ist auch jene Aktie kein Schnäppchen mehr an der Börse Cerner, der führende US-Anbieter von Informationstechnik im Gesundheitswesen, ist zurzeit wiederum nur leicht überbewertet. Die Aktie hat bereits im Oktober etwas konsolidiert. Auf Zehnjahressicht aber brachte sie dem Anleger fast 466 % Depotzuwachs.

Dagegen fällt vergleichsweise das Dekaden-Plus von Fresenius mit 300% doch fast etwas "mickrig" aus. Doch der im Dax gelistete Bad-Homburger Krankenhausbetreiber und Anbieter von Dienstleistungen setzt seinen Wachstumskurs unbeirrt fort. Aktuell geht es dort um die Übernahme des US-Generika-Herstellers "Akorn", dessen Aktie derzeit als fair bewertet einzustufen ist. Fair bis leicht unterbewertet sind dagegen die Anteilsscheine der Pharmariesen Roche, Merck und Sanofi. Die etablierten Konzerne bringen zwar nicht ganz die Kurszuwächse wie die jüngeren bzw. kleineren Aufsteiger (Start-Up's), doch sie werden auch in Zukunft die Entwicklung der Branche maßgeblich mitgestalten und gehören als stabilisierende Größen in jedes Biotech-Depot.

Mein FAZIT: Bei genauerer Betrachtung ist der "Megatrend Gesundheit" schon lange ein Dauerbrenner. Im steten Wandel kommen immer wieder neue Geschäftsfelder und auch Anbieter mit Innovationen hinzu, was die Sache äußerst spannend gestaltet. Wer es sich angesichts der vielen Unternehmen leichter machen will, der kann sich ja auch einen passenden ETF aus dem Biotech-Sektor (mit) ins Depot legen. Die Indexfonds gibt es fürs allgemeine Gesundheitswesen genauso wie etwa für das Segment Healthcare Innovation. Wer also gedenkt, vom Gesundheitsmegatrend (der Zukunft) zu profitieren, der sollte noch beizeiten auf den bereits rollenden Zug aufspringen, denn wenn er erst einmal so richtig Fahrt aufgenommen, ist es dafür zwar nicht unbedingt zu spät, aber es wird dann einem jeden Anleger eine Stange mehr an Geld kosten, will er dann doch noch auf den fahrenden Zug aufspringen.
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Merck KGaA Aktie
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