Kommentar vom 26.11.17
Investorarmericanoo
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Flugtaxis: Das sind die führenden "Globalplayer" der Branche
Sogenannte "Flugtaxis" gelten als das Mobilitätskonzept der Zukunft schlechthin. Fliegende Taxis könnten künftig Personen in Ballungsräumen binnen Minuten von einem Stadtende zum anderen befördern. Eine Reise mit solch einem "Flugtaxi" von San Francisco Marina Bay nach San Jose würde z. B. bloß noch eine viertel Stunde dauern, anstatt über 2 Stunden auf der Straße, schätzt man beim Mitfahrdienst Uber. Unternehmen wittern bereits einen künftigen Milliardenmarkt. Da überrascht es auch wenig, dass sich nicht nur innovative Start-ups, sondern auch große Konzerne wie Boeing und Airbus mit dem Thema "Flugtaxi" befassen, arbeiten jene Firmen doch bereits an einem solchen Prototypen.

Das sind derzeit die führenden Hersteller in dieser Branche:

1.) KITTY HAWK (voraussichtliches Marktdebüt: Ende 2017)

Das amerikanische Start-up "Kitty Hawk" arbeitet an einem Fluggerät, das ohne Pilotenlizenz geflogen werden kann. Prinzipiell versteht sich der „Flyer“ als eine "Ein-Mann-Flugdrohne" mit 8 elektrischen Rotoren. Der Einsitzer soll bereits Ende 2017 auf den Markt kommen. Kitty Hawk wird von Google-Mitbegründer Larry Page finanziell unterstützt. Der Google-Visionär hat bis dato bereits 100 Mio. US-Dollar in "Kitty Hawk" und "Zee.Aero" investiert. Diesbezüglich verspricht Kitty Hawk, dass Kunden den „Flyer“ binnen ein paar Minuten beherrschen und fliegen können. Ein Wermutstropfen: Der "Flyer" lässt sich derzeit lediglich über Wasser bewegen.

2.) VOLOCOPTER (voraussichtliches Marktdebüt: 2018)

Die deutsche "Volocopter" gedenkt (die z. T. auch vom Autohersteller Daimler finanziell unterstützt wird), den ersten voll-elektrischen und bemannten Senkrechtstarter der Welt im Jahr 2018 ins Rennen schicken und somit den Traum vom Fliegen für jedermann erfüllbar zu machen. Der "Volocopter 2X" verfügt über 18 Rotoren und bietet immerhin Platz für 2 Personen. Geflogen wird rein elektrisch, wobei sechs Batterien für ausreichend Strom sorgen sollen. Fallen ein oder mehrere Motoren aus, so könnte der "Volocopter" immer noch sicher landen, heißt es in Firmenkreisen. Die maximale Flugzeit gibt das Unternehmen mit 17 Minuten an, wobei das Fluggerät binnen 40 Minuten wieder aufgeladen werden kann.

3.) EHANG (voraussichtliches Marktdebüt: 2018)

Auch der chinesische Hersteller "EHang" zählt zu den führenden Flugtaxi-Pionieren: Der fernöstliche Drohnen-Konstrukteur "bastelt" an einem Modell (EHang 184), welches eine Person transportieren kann. In nicht allzu ferner Zukunft soll es dann völlig autonom fliegen. Die Traglast seiner Drohne gibt "EHang" mit bis 100 Kilogramm an, wobei die Drohne mit seinen 8 Rotoren auf vier Armen eine Maximal-Geschwindigkeit von immerhin 100 km/h erreichen können soll. Alles in allem soll die Flugdrohne annähernd 20 Minuten in der Luft bleiben können. 100 erfolgreiche bemannte Flugtests hat die "EHang 184"-Drohne bereits erfolgreich absolviert. Das chinesische Flugtaxi soll vorbehaltlich nach der Genehmigung durch die entsprechenden Regulierungsbehörden schon nächstes Jahr "einsatzbereit" sein.

4.) AIRBUS "Project Vahana" (voraussichtliches Marktdebüt: 2020)

Auch der Flugzeughersteller "Airbus" beschäftigt sich seit längerem schon mit der Entwicklung von sogenannten "Flugtaxis". Die Silicon Valley Sparte A³ von Airbus arbeitet an einen Einsitzer-Prototypen, dessen Entwicklungsphase noch Ende dieses Jahres abgeschlossen sein soll. "Project Vahana"-Chef Zach Lovering hofft, mit einer Produktions-Version im Jahr 2020 an den Start gehen zu können. Das Flugtaxi von Airbus soll aus 8 Rotoren bestehen und eine maximale Flughöhe von etwa 1.000 Fuß erreichen können und vollends autonom fliegen. Dies wird durch Lidar- und Radar-Techniken erreicht, die mit an Bord sind. Parallel zum "Project Vahana" entwickelt Airbus noch ein Flugtaxi-System namens "CityAirbus", das ebenfalls mehrere Personen auf einmal transportieren können soll. Interessenten sollen das Flugtaxi später dann über eine eigens dafür "kreierten" App buchen können.

5.) UBER "UberAir" (voraussichtliches Markdebüt: 2020)

Uber ist momentan der weltweit führende Mitfahrdienst auf der Straße. Diesen Service (UberAir) gedenkt Uber in Zukunft auch in der Luft anzubieten. Die ersten Lufttaxis aus dem Hause Uber sollen über das Projekt "Uber Elevate" ab 2020 in Los Angeles verfügbar sein. Um dieses ambitionierte Ziel zu realisieren, arbeitet Uber u. a. mit der US-Weltraumbehörde NASA zusammen, um ein Flug-Management-System zu entwickeln. Mitfahrten via "UberAir" sollen zum Marktstart dann in etwa genauso viel kosten wie Mitfahrten in "Uber X". Pünktlich vor dem Marktstart von "UberAir" soll der Konzern dann auch noch an die Börse gebracht werden.

6.) "Elektro-Jet" von LILLIUM (voraussichtliches Marktdebüt: ab 2020 +)

Das Münchner Start-up Lillium beabsichtigt dagegen, den weltweit ersten "Elektro-Jet" auf den Markt bringen, der mithilfe von Elektromotoren senkrecht starten und auch wieder landen kann. Erste Testflug-Reihen wurden bereits in Deutschland abgeschlossen. Der Mehrsitzer soll in erster Linie eine Alternative zu den beiden Mitfahrdiensten von Uber und Lyft sein. Lillium verspricht eine Reichweite von maximal 300 Kilometern, wodurch Passagiere von London nach Paris in einer Stunde reisen können sollen. Überdies wird die Reisegeschwindigkeit im innovativen Lillium-Flugvehikel mit 300 km/ h angegeben. Aber die fliegenden Elektro-Jets von Lillium sollen nicht etwa verkauft werden, vielmehr sollen die Fluggeräte Teil eines Flugtaxi-Services sein, der später nicht teurer sein soll als ein konventionelles Straßen-Taxi.

...and "last-but-not-least"...

7.) "Terrafugia TF-X" von GEELY (voraussichtliches Marktdebüt: 2025)

Der chinesische Autoproduzent Geely Holding hat sich erst jüngst mit der Übernahme des Flugtaxi-Herstellers "Terrafugia" verstärkt. Das US-amerikanische Start-up "schraubt" bereits seit einigen Jahren an einem Flugauto mit Namen "Terrafugia TF-X". Jenes Flugtaxi soll Raum für 4 Personen bieten. Außerdem soll es automatisch sowie völlig autonom "abheben" können, fliegen und ebenso wieder landen. Der "Plug-In-Hybrid" ist mit Elektromotoren und einem 300 PS starken Verbrennungsmotor ausgestattet und soll eine maximale Reichweite von 500 Meilen bei einer Reisegeschwindigkeit von gut 200 Meilen pro Stunde bieten – eine Promo-Version ist allerdings erst in 2025 geplant. In zwei Jahren (2019) soll dann allerdings der "Transition" kommen. Dabei handelt es sich um ein Flugauto, das schon seit 2009 entwickelt wird und mit einer Geschwindigkeit von 160 Stundenkilometern eine Reichweite von 640 Kilometern haben soll.

Mein FAZIT: Man darf also sehr gespannt sein, was aus diesem Marktsegment schon in einer nicht mehr allzu fernen Zukunft so alles an innovativen "Flugbeförderungsmittel" auf uns zukommen wird - vor allen aber, welches Unternehmen sich diesbezüglich am Markt mit seinem Produkt/Konstrukt durchsetzen wird und die (lästige) Konkurrenz letztlich auf die Plätze verweist. Ich jedenfalls freue mich darauf, und unter jenen Unternehmen, die sich schon "seit gestern" intensiv mit der Forschung und Entwicklung der "unbemannten" Flugtaxis auseinandergesetzt haben, deren Anteilsscheine werden nach "Vorlage" der entsprechenden Ergebnisse an der Börse schon bald "durch die Decke" gehen. Der große Visionär aus Entenhausen, Daniel Düsentrieb, lässt grüßen, während sein cleverer Mäzen, Dagobert Duck, die Früchte seiner innovativen Ideen tut in vollen Zügen genießen.
Anmerkungen
Hallo, es geht hier um den direkten Vergleich in einem ganz speziellen Branchensegment zwischen Airbus und der Konkurrenz, und dies ist in einem persönlich abgefassten Kommentar durchaus legitim und auch von vielen Lesern erwünscht.
armericanoo
29.11.17 17:55 Uhr
Meinen tue ich damit, dass ein Kommentar aktienbezogen sein muss. Danach läge dein Fokus beim Schreiben viel zu sehr auf Projekten der Konkurrenz. Dein Beitrag zu Airbus selbst wäre höchstens "interessant".
Paul-McCarty
29.11.17 17:31 Uhr
Es fällt mir schwer diesen Kommentar zu bewerten. Einerseits ist er gut strukturiert und inhaltlich nicht zu verachten. Andererseits sehe ich hier in gewissem Maße die "Regeln für die Veröffentlichung von Kommentaren" tangiert.
Paul-McCarty
29.11.17 17:25 Uhr
Der obige Kommentar spiegelt ausschließlich die Meinung des Autors wider. Informunity übernimmt dafür keine Haftung.   



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