Kommentar vom 10.02.18
Investorarmericanoo
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Aktie des US-Software-Giganten auch weiterhin eine Bank!?
Kurses Firmenprofil:

Die Microsoft Corporation ist weltweit der größte Softwarehersteller. Das am 4. April 1975 in Albuqueque im US-Bundesstaat New Mexico gegründete Unternehmen bietet ein breites Spektrum an Software-Produkten und Dienstleistungen für verschiedene Nutzergeräte. Die Produktpalette erstreckt sich von den Windows-Betriebssystemen für PC's, Mobilgeräte und Netzwerke über Serversoftware für Client-Server-Umgebungen, Anwendungsprogramme und Desktop-Applikationen für Unternehmen sowie private Nutzer und Multimedia-Anwendungen bis hin zu Internet-Plattformen und Entwickler-Tools. Gemeinsam mit dem global meistverwendeten Betriebssystem "Windows" bilden die Büroprogramme der Marke "Office" die Eckpfeiler des Softwarekonzerns. Im Onlinebereich betreibt Microsoft die Internet-Suchmaschine "Bing" und die Abonnementversionen der neuesten Office-Varianten. Über den Internet-Telefondienst "Skype" stellt das Unternehmen seinen Kunden sowohl Sprach- als auch Videotelefonie zur Verfügung. Im Tablet- und Softwaremarkt ist der Software-Gigant über das Tablet "Surface" und die in Kooperation mit diversen Smartphone-Herstellern wie HTC und Samsung entwickelten "Windows Phones" vertreten. Mit den Videospielkonsolen "Xbox 360" und "Xbox One" nimmt Microsoft überdies auch noch eine Spitzenposition in der Videospielbranche ein. Bereits 2014 übernahm Microsoft die gesamte Handy-Sparte vom der finnischen Nokia, im Jahr 2016 folgte dann auch noch die vollständige Übernahme von "LinkedIn", dem Karriere-Netzwerk-Provider.


Neuer Chef, neues Glück – so lässt sich wohl in Kürze die Unternehmensentwicklung zusammenfassen, die Microsoft in den vergangenen fünf Jahren absolviert hat. Mehr als ein Jahrzehnt hatte Steve Ballmer dem Technologie-Dino als CEO vorgestanden, ein Zeitraum, in dem es mit der Softwareschmiede von Bill Gates rapide abwärts ging. Microsoft, in den 1990ern noch gefeierter Star und unantastbare Nummer eins im Softwarebereich, wurde seinerzeit binnen weniger Jahre scheinbar mit Leichtigkeit von Apple und Google auf die Plätze verwiesen. Parallel dazu durchlitt auch der finnische Handyhersteller Nokia ein ganz ähnliches Schicksal: Um die Jahrtausendwende noch "State of the Art", gerieten deren Modelle spätestens mit der Markteinführung des ersten "iPhones" im Jahr 2007 mächtig ins Hintertreffen. Daraufhin taten sich jene beiden "Loser"-Firmen zusammen - Microsoft übernahm die Handysparte von Nokia – und dennoch scheiterten beide Unternehmen mit dieser einst so hochgejubelten Kooperation. Inzwischen ist dieses desaströse Projekt längst Geschichte, Nokia wandelt auf neuen Pfaden, und Microsoft hat sich weitgehend aus dem Smartphone-Segment verabschiedet.

Doch während noch vor einigen Jahren etliche Analysten den Anfang vom Ende für das Unternehmen orakelten, wird mittlerweile deutlich, dass das Gegenteil der Fall ist: Der Chefwechsel hin zu Satya Nadella, der das Ruder bei Microsoft 2014 von Ballmer übernahm, hat dem Tech-Riesen ausgesprochen gut getan. Nadella war mutig genug, tiefgreifende Veränderungen innerhalb des Konzerns in Gang zu setzen. Vor allem das Cloudgeschäft, also die Bereitstellung und Wartung virtueller Speicherkapazitäten, hat in den vergangenen Jahren stark an Bedeutung gewonnen und gilt als zukunftsträchtiger Bereich für die gesamte Branche – eben auch für Microsoft.

Die Erfolge der Radikalkur lassen sich inzwischen auch in den Geschäftszahlen ablesen. Im 2. Quartal des laufenden Geschäftsjahres erwirtschaftete Microsoft einen Umsatz von fast 29 Milliarden US-Dollar und damit 12 % mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Zudem konnten die Erwartungen der Analysten um eine halbe Milliarde US-Dollar um einiges überboten werden. Dass anstelle eines Nettogewinns ein Verlust von 6,3 Milliarden US-Dollar ausgewiesen wurde, dass lässt sich auf Einmaleffekte der US-Steuerreform zurückführen, ein Umstand, der allerdings nicht nur Microsoft, sondern ebenso etliche andere US-Großkonzerne betrifft.


Mein FAZIT: Ohne diesen Begleiteffekt hätte Microsoft immerhin einen Gewinn von 7,5 Milliarden US-Dollar oder 0,96 US-Dollar/Aktie in den Büchern ausweisen können und auch damit die Experten-Prognosen bei Weitem übertroffen. Wie sich denken lässt, kam dieses "Szenario" an den Börsen sehr gut an - und das trotz der derzeitigen scharfen Konsolidierungsphase an der Wall Street, bei der ja in der Hauptsache die Tech-Werte in den Keller "geprügelt werden. Die Microsoft-Aktie notiert dieser Tage allerdings trotzdem auf Höchstniveau. In den vergangenen fünf Jahren hat sich das Papier von unter 30 auf zuletzt mehr als 95 US-Dollar mehr als verdreifacht, oder in Zahlen ausgedrückt, um sage und schreibe gut 240 % am Aktienmarkt verteuert. Allein auf Jahressicht haben die Anteilsscheine um satte 50 Prozent zugelegt. Trotz dieser fulminanten Kursrally sehen Analysten das Ende der Fahnenstange für die Microsoft-Aktie noch längst nicht erreicht. Sie schreiben dem Papier weiteres Aufwärtspotenzial zu und empfehlen es mehrheitlich zum Kauf - einer Meinung, der ich mich nur anschließen kann! Deren Kursziele bewegen sich denn auch auf Jahressicht überwiegend im Bereich zwischen 100 und 115 US-Dollar, und diese sind ja vom aktuellen Kursniveau des gestrigen Freitag noch ein gutes Stück weit entfernt. Da heißt's: In Schwächephasen weiter zugreifen! Und von denen werden wir wohl in den kommenden Tagen und Wochen noch so einige an den Börsen zu Gesichte bekommen. Aber "Don't worry!": Microsoft ist eine Bank für Investoren, und Banken schreiben "in der Regel" keine Verluste, sondern finden immer wieder Mittel und Wege, jene, auf wen auch wieder, abzuwälzen, oder noch irgendwie "gewinnbringend" abzuschreiben - auf dass sich die Anleger auch in den künftigen Jahren sicher noch an einer überduchschnittlichen Jehresrendite nebst Dividende erfreuen können.
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