Kommentar zur Aktie Fielmann

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Am 18.04.18
von armericanoo
zu Fielmann

Bietet die Hamburger Optikerkette ihr Brillensortiment künftig auch Online an?

Das erlebt man an der Börse auch nicht alle Tage: Die im M-Dax gelistete deutsche Optikerkette Fielmann bekommt demnächst einen zweiten Vorstandschef: Unternehmensgründer Günther Fielmann wird künftig das Unternehmen gemeinsam mit Sohn Marc Fielmann leiten und läutet damit endlich den längst überfälligen Generationenwechsel ein. Der 78-Jährige Fielmann Senior, der überdies auch Mehrheitsaktionär des Hamburger Konzerns ist (welches bereits im Jahr 1972 in Cuxhaven gegründet wurde), hatte vergangenes Jahr seinen Vorstandsvertrag bis Juni 2020 verlängert. Sein etwa 50 Jahre jüngerer Sohn Marc ist seit Anfang 2016 Fielmann-Vorstandsmitglied und war dort bisher für das Marketing-Ressort zuständig gewesen.


1.) Aufsichtsrat stimmt geschlossen für „Doppelspitze“

Der Aufsichtsrat hat die neue Fielmann-Doppelspitze einstimmig abgesegnet und Fielmann Junior damit mit sofortiger Wirkung zum „Primus inter Pares“ berufen. Fielmann Senior teilte dazu mit, dass er sich sehr auf die Zusammenarbeit mit seinem Sohn freue – vor allem aber, das jener nun noch mehr Verantwortung im Unternehmen übernehme, Fielmann sei zudem am besten in Familienhand aufgehoben. Ihn und seinen Sohn Marc verbinde keinesfalls nur die gleiche kundenorientierte Markt-Philosophie, sondern ebenso beider Arbeitstechnik. Marc Fielmann machte sein Abitur im Internat Schloss Salem, studierte an der London School of Economics und sammelte dann seine ersten "Meriten" in der Augenoptik-Branche bei Luxottica und Safilo.


2.) Gute Zahlen bilden Basis für die 13. Dividendenanhebung

Die Hamburger Optikerkette hat vor geraumer Zeit seine Unternehmenszahlen für das Geschäftsjahr 2017 präsentiert, welche durchaus zu überzeugen wussten. Demzufolge steigerte das Unternehmen seinen Umsatz im vergangenen Jahr um 3,7% auf 1,39 Mrd. Euro. Der Gewinn erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 1,1% auf 173 Mio. Euro. Auf Basis der guten Umsatz- und Ergebnisentwicklung beabsichtigt das Management, dieses Jahr bereits zum 13. Mal in Folge die Dividende anzuheben, welche dann kommenden Juli ausgeschüttet werden soll – und zwar 1,85 Euro/Aktie. Auf Basis des aktuellen Kurses der Fielmann-Aktie bedeutet das eine Dividendenrendite von etwa 2,8%.

Auch die mittelfristigen Unternehmensziele sind fürs laufende Geschäftsjahr 2018 klar definiert worden: So soll der Umsatz auf 2,5 Mrd. Euro steigen, und die Anzahl der Niederlassungen von derzeit knapp 600 auf 800 „aufgestockt“ werden. Als derzeitiger Wachstumsgarant sind vor allem die Gleitsichtbrillen zu nennen, gefolgt von der ungebremsten Nachfrage nach Hörgeräten, Kontaktlinsen und Sonnenbrillen, was ja auch kein Wunder ist, berücksichtigt man die Tatsache, dass die Gesellschaft in Deutschland immer mehr „überaltert“.


Mein FAZIT:

Auch in Zukunft gedenkt die Hamburger Optikerkette keinen Verkauf von Brillen über das Internet anzubieten, da das Management von diesem Vertriebsweg nach wie vor nicht überzeugt ist. Diese „stoische“ Verkaufsstrategie wird zwar immer wieder von den Analysten kritisiert, doch bis dato lag man damit bei Fielmann aber immer goldrichtig. Fielmann ist und bleibt ein vorbildlich geführtes, mittelständisches Familienunternehmen mit einem äußerst rubusten Geschäftsmodell. Allerdings ist die Fielmann-Aktie in den vergangenen Jahren niemals wirklich günstig bewertet gewesen. Meines Erachtens laden jedoch größere Kursrücksetzer in schwachen Marktphasen geradezu zum Einstieg in dieses Papier ein.
Anmerkungen
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Fielmann Aktie
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