Kommentar zur Aktie Gerresheimer

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Am 16.07.18
von armericanoo
zu Gerresheimer

Gerresheimer-Aktie: Großaufträge sowie Übernahme verleihen dem Papier mächtig Rückenwind

KURZ & BÜNDIG:

Die Gerresheimer-Aktie befindet sich im Hausse-Modus: Der Düsseldorfer Verpackungsspezialist kann mit einer Übernahme sowie zwei Großaufträgen punkten!


So richtig gen Norden ging es in den vergangenen Tagen mit der Gerresheimer-Aktie. Seit nunmehr drei Jahren bewegen sich die Anteilsscheine in einem engen Seitwärtskorridor zwischen 60 und 75 Euro. Aber nach dem jüngsten Kursschwung von 10% in wenigen Tagen nähern sich die Papiere wieder dem Allzeithoch vom 2. Juni 2017 bei 78,01 Euro. Genau genommen hatte der jüngste Höhenflug der Papiere gleich mehrere Gründe. Der konkretisierte Jahresausblick, ein Zukauf und darüber hinaus auch noch zwei Großaufträge ließen die Anleger regelrecht jubilieren, was wiederum die Aktie deutlich nach oben katapultierte.


Kurzes Firmenprofil:

Gerresheimer ist ein weltweit führender Partner der Pharma- und Healthcare-Industrie. Mit Spezialprodukten aus Glas und Kunststoff trägt das nordrhein-westfälische Unternehmen zur allgemeinen Gesundheit und Wohlbefinden bei. Die Düsseldorfer produzieren mit rund 10.000 Mitarbeitern dort, wo seine Kunden und Märkte sind. Mit Werken in Europa, Nord- und Südamerika und Asien erwirtschaftete die Gerresheimer AG einen Jahresumsatz von rund 1,4 Milliarden Euro.

Das breite Angebotsspektrum umfasst pharmazeutische Verpackungen sowie Produkte zur einfachen und sicheren Verabreichung von Medikamenten: Insulinpens, Inhalatoren, vorfüllbare Spritzen, Injektionsfläschchen, Ampullen, Flaschen und Behältnisse für flüssige und feste Medikamente mit Verschluss- und Sicherheitssystemen sowie Verpackungen für die Kosmetikindustrie.


Aktuelles Szenario & Aussichten:

Der deutsche Verpackungshersteller "schluckt" die Schweizer Medizintechnik-Firma "Sensile Medical". Der Kaufpreis liegt zunächst bei 175 Millionen Euro - je nach künftigen Erfolgen können daraus allerdings bis zu 350 Millionen Euro werden. Wie der Düsseldorfer Konzern mitteilte, soll mit dem Zukauf das Geschäft mit Mikropumpen für medizinische Anwendungen weiter ausgebaut werden.

In diesem Zusammenhang ist es gut zu wissen, dass "Sensile" ein Spezialist für Mikropumpen-Technologie ist, welche u. a. bei der Verabreichung von Medikamenten wie Insulin zum Einsatz kommt. Auf Basis vorläufiger Erwartungen schätzt Gerresheimer den Umsatz von "Sensile Medical" im laufenden Geschäftsjahr auf rund 15 Millionen Euro. Bis 2027 soll er gar auf 400 Millionen Euro gesteigert werden können. Analysten bewerten die Übernahme positiv, weil sich Gerresheimer damit auf dem zukunftsträchtigen Sektor für Diabetes- und Herzerkrankungen entscheidend verstärkt.

Ungeachtet dieses strategischen Zukaufs gelang es den Düsseldorfern überdies, auch noch zwei Großaufträge unter Dach und Fach zu bringen. Bei einem Deal geht es um die Herstellung von Inhalatoren, bei dem anderen um vorfüllbare Spritzen für einen großen Heparin-Hersteller.

Das Zahlenwerk für das 2. Quartal 2018 fiel denn auch wie erwartet aus: währungsbereinigt stiegen die Umsätze von 335,8 auf 343 Mio. Euro. Dies entspricht einem Zuwachs von 2,1% gegenüber dem Vorjahresquartal. Dabei war die Nachfrage nach Kunststofffläschchen für verschreibungspflichtige Medikamente in den USA äußerst solide.

Aber auch die pharmazeutischen Primärverpackungen aus Kunststoff entwickelten sich ausgesprochen positiv - vor allem durch eine solide Nachfrage aus den fernöstlichen Indien. Die Umsatzerlöse mit Entwicklungsleistungen und Werkzeugen waren dagegen im letzten Quartal wie erwartet rückläufig.


Mein FAZIT:

Mittlerweile zeigt sich die Konzernführung sehr zuversichtlich und schraubt deswegen seinen Jahresausblick weiter leicht nach oben. Für 2018 erwartet das Unternehmen nun einen währungsbereinigten Umsatz von 1,38 bis 1,40 Milliarden Euro. Nur zum Vergleich: Bislang ist Gerresheimer von einer Spanne zwischen 1,35 und 1,40 Milliarden Euro ausgegangen. Seinen Ergebnisausblick hat die Firma zugleich bestätigt. Für das bereinigte Ergebnis EBITDA rechnet der Konzern mit 315 Millionen Euro nach 307,2 Millionen Euro im Vorjahr. Wer also auf solides Wachstum bei einem Unternehmen baut, der kann mittel- bis langfristig mit dem Erwerb einer Gerresheimer nichts falsch machen, zumal die Charttechnik darauf hinweist, das wir bei dem Papier nach einer längeren Durststrecke schon bald wieder neue Höchstkurse sehen könnten.
Anmerkungen
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Gerresheimer Aktie
Kurs: 58,60€     +2,2% vs. Vortag
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