Analyse zur Aktie Amazon

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Am 23.09.18
von Katze02
zu Amazon

mehr Läden - weniger Mitarbeiter

Ende 2016 hat Amazon den ersten Supermarkt, der ohne Registrierkassen oder SB-Kassen auskommt, in Seattle/ USA eröffenet und seit diesem Jahr ist "Amazon Go" auch für die Allgemeinheit zugänglich.

In diesem Laden benötigt man, dank einer Kombination aus Sensoren und Kameras, keine Kassierer mehr. Die einzigen Dinge, die man noch benötigt, sind sein Smartphone, ein Amazon-Account und eine App. Das Bezahlen in diesem Laden funktioniert so: am Eingang des Geschäfts müssen sich die Kunden mir einem Code auswesien, dann suchen sie sich etwas im Laden aus, wobei jede ihrer Bewegungen und Handlungen von den Kameras und Sensoren registriert wird. Zum Schluß gehen die Kunden einfach mit der Ware hinaus. Beim Verlassen des Geschäfts wird das Geld automatisch abgebucht.

Diese Art des Einkaufens hat zwar viele Vorteile, wie zum Beispiel nicht mehr in einer Schlange warten zu müssen, sie wird jedoch auch kritisiert, da ja, wie gesagt, jede unserer Bewegungen registriert wird und man als Kunde/ Nutzer nicht weiß, welche Daten beim Einkaufen gesammelt werden und ob vielleicht automatisch erstellte Bilder gespeichert oder Emotionen beim Einkaufen festgehalten werden.

Doch wie wird es mit den Amazon-Go-Läden weiter gehen?

Der E-Commerce-Riese teilt mit, das Go-Konzept auf ca. 3000 Filialen landesweit ausweiten zu wollen.
Das Unternehmen erwägt die Eröffnung von 10 Standorten bis Ende 2018, 50 Filialen in großen Ballungsräumen bis 2019 und bis zum Jahr 2021 sogar bis zu 3.000 Amazon Go-Stores, heißt es in verschiedenen Medienberichten. Die Strategie dieser kassiererlosen Schnellgeschäfte wird immer noch optimiert, wobei Größe und Art der Artikel noch getestet werden. Die zwei wahrscheinlichsten Optionen, über die z.Z. öffentlich nachgedacht wird, sind ein Geschäft mit nur frischen, vorbereiteten Nahrungsmitteln, um zu greifen und zu gehen, oder ein Geschäft, welches auch eine begrenzte Auswahl von Lebensmitteln enthält.

Ob sich jedoch diese Art des Einkaufens für Amazon auszahlt, ist stark umstritten: Es wird zwar kein Personal mehr benötigt, jedoch eine Menge Harware und die damit verbundenen Kosten und ob der "Kauf direkt aus dem Lager" die menschliche Komponente genügend berücksichtigt, steht noch auf einem ganz anderen Blatt.

Für Amazon-Anleger sind dies natürlich beachtenswerte Vorgänge, denn sollten die Pläne tatsächlich so umfangreich umgesetzt werden, bedeutet das zumindest hohe Kosten. In wieweit sich das rechnet, bewerte bitte jeder selbst.


Der obige Analyse spiegelt ausschließlich die Meinung des Autors wider. informunity übernimmt dafür keine Haftung.