Kommentar zur Aktie Deutsche Bank

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Am 05.10.19
von OTOberst
zu Deutsche Bank

Rettet Trump die Deutsche Bank?

Zugegeben, die Überschrift ist reisserisch. Aber die Idee dahinter basiert auf dem dramatischen Kursverfall der Aktie der Deutschen Bank seit Jahren, einer Bank, die immerhin vor dem 1. Weltkrieg als die wichtigste Bank weltweit galt. Gut, dass war vor dem 1. Weltkrieg und viel ist seit dem global im Streit der Mächte geschehen. Der Imperialismus Englands ging in 2 Weltkriegen zu Grunde, wie auch das Deutsche Kaiserreich. Indien, China, Afrika, so wie auch Staaten in Südamerika wurden mehr oder weniger unabhängig...

Aber jetzt haben wir Präsident Trump und da gilt, dass US-Präsident Donald Trump die US-Notenbank FED laufend angreift, wie auch letzten Dienstag, nach den schwächsten US-Produktionsdaten seit zehn Jahren.

In einem Tweet schrieb der Präsident zu FED-Chef Jerome Powell, die Zentralbank habe es dem Dollar ermöglicht, zu stark zu werden, vor allem im Vergleich zu ALLEN anderen Währungen, dass US Produzenten negativ beeinflusst werden. Er behauptete, die Fed habe die Zinsen "zu hoch" gesetzt.

"Sie sind die eigenen schlimmsten Feinde, sie haben keine Ahnung", schrieb er.

Während sein Handelskrieg mit China weiter läuft, hat Trump die Zinspolitik der Fed wiederholt für die sich verlangsamenden US-Wirtschaft verantwortlich gemacht. Er behauptet, die Zentralbank habe sich nicht schnell genug bewegt, um die Geldpolitik zu lockern – obwohl die Fed ihren Leitzins in diesem Jahr zweimal gesenkt hat.

Die schlechten Konjunkturdaten trugen dazu bei, dass die wichtigsten US-Aktienindizes diese Woche stark schwankten und per se fielen.

Der Dollar-Index, der die US-Währung gegen einen Korb globaler Währungen misst, ist in diesem Jahr um mehr als 3% gestiegen und befindet sich in der Nähe des historischen Hochs. Es wird allgemein erwartet, dass ein stärkerer Dollar im Vergleich zu den globalen Währungen die Exporte verringern und die Importe erhöhen wird, was die Wiederwahl von Trump gefährden könnte.

Der Welthandel ist nach wie vor das wichtigste Problem, wie der Rückgang der neuen Exportaufträge zeigt, der im Juli 2019 begann. Insgesamt bleibt die Stimmung hinsichtlich des kurzfristigen Wachstums vorsichtig.

Da Trump die Sorge vor einer schwächelnden Wirtschaft als Aktion sieht, ihn vor den Wahlen 2020 zu diskreditieren, hat er behauptet, die Zentralbank trage die Schuld für jede Verlangsamung.

Als Präsident hat Trump aber besondere Möglichkeiten. Die jetzt diskutierte betrifft die Währung "US$".
Präsident Trump kann als Präsident selbst eine Abwertung des US$ durchführen, ohne die FED einzubinden. Sollte er das tun, z.B. um wiedergewählt zu werden, so würde auch die Deutsche Bank dramatisch berührt werden wegen der hohen Zahl an Derivaten. Was das für den Kurs der Deutschen Bank bedeutet, ist der Masse der Anleger nichr annähernd klar...
Anmerkungen
Katze02 am 26.10.19 13:04 Uhr
Schon jetzt gibt es Kredite mit MINUS 0,5% von der Schweiz bis Dänemark. Wer braucht da noch Aktien? https://www.ariva.de/forum/was-macht-frau-lagarde-als-ezb-ecb-chef-565719
OTOberst am 05.10.19 14:42 Uhr
Die Derivate der deutschen Bank sollen 50 Billionen € hoch sein. Bei einem Abwertungswettlauf der Währungen relativieren sich Risiken aus allen Geldverpflichtungen, da die Währungen an Wert verlieren.
Der obige Kommentar spiegelt ausschließlich die Meinung des Autors wider. Informunity übernimmt dafür keine Haftung.