Kommentar zur Aktie Walt Disney

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Am 24.02.20
von armericanoo
zu Walt Disney

Disney – ein Vermarktungsgenie setzt Maßstäbe

Liebe Börsenfreunde,

Artikel kommen und gehen. Die aktuelle Mode ist schneller wieder „out“, als sie sich zuvor in der Bevölkerung etabliert hat. Aber Trickfiguren? Sie haben dauerhaften Bestand, und wer wüsste das nicht besser als der US-Mediengigant Disney. Zeichentrickfilme a la „Schneewittchen und die sieben Zwerge“ wurden bereits 1937 veröffentlicht, und der „Merchandise“ mit diesen Figuren läuft auch heutzutage noch sehr gut. Das gleiche gilt auch für seine zeitlosen Artgenossen aus „Aschenputtel“ (1950), „Alice im Wunderland“ (1951) oder Dornröschen (1959). So ist es auch nur allzu verständlich, dass Disney beim Ranking der Handelseinnahmen jeden anderen Markenhalter selbstbewusst in die Schranken weisen kann.


Kurzes Firmenporträit:

Die Walt Disney Company ist ein US-amerikanisches Medienunternehmen, welches im Jahr 1923 in Los Angeles, Kalifornien, gegründet wurde. Der US- amerikanische Medienkonzern erlangte seinen großen internationalen Bekanntheitsgrad durch die Produktion von Zeichentrickfilmen und Unterhaltungsfilmen für Kinder und Jugendliche. Disney ist derzeit der drittgrößte Medienkonzern der Welt und rangiert damit gleich hinter „Alphabet“ und „Comcast“.


Disney – Ein „ehernes“ Gesetz der Branche

Es gilt seit eh und eh in der Medienbranche als „eisernes“ Gesetz, das beliebte Trickfiguren aus Büchern, Filmen oder Spielen auf allen Fernsehkanälen vermarktet werden. Disney folgt diesem Prinzip schon seit Jahrzehnte und schafft es nicht zuletzt dadurch wie kein anderer Medienkonzern, sein geistiges Eigentum in klingende Münze umzuwandeln. „Micky“ und „Goofy“ tapsen also nicht nur durch Comic-Hefte oder -Bücher, sondern eben auch durch Zeichentrickfilme und diversen Freizeitparks. Computerspiele mit den jeweiligen Comic-Helden runden eine perfekt geschlossene Verwertungskette noch ab.


Disney – Erfolgsjahr 2019

Das vergangene Geschäftsjahr war überdies ein voller Erfolg für Disney. Seit der vollmundigen Ankündigung des Managements, man beabsichtige mit „Disney+“ auf breiter Front in den noch immer zukunftsträchtigen „Streaming“-Sektor einzusteigen und mit dem „Launch“ des Dienstes im November 2019, hat die Disney-Aktie seit Anfang 2019 um über 30% zulegen können.

Bei den Filmproduktionen beweist Disney zudem seit Jahrzehnten ein gutes Gespür, was das junge bzw. jung gebliebene Publikum sehen will oder nicht. Von den 20 erfolgreichsten Filmen aller Zeiten kommen immerhin 12 aus dem Hause Walt Disney. „Avatar - Aufbruch nach Pandora“ wurde z. B. von der übernommenen „20th Century“ produziert.

Die 12 Streifen spielten bereits insgesamt über 22 Mrd. US-Dollar ein. Mit der Fortsetzung von „Frozen 2“ (Die Eiskönigin) ist Disney überdies ein weiterer Mega-Blockbuster gelungen, spülte jener Animationsfilm doch schon am Premieren-Wochenende 350 Mio. US-Dollar in die Kassen. Zum Vergleich: Der erste Teil hatte an seinem Startwochenende gerade einmal 93 Mio. US-Dollar an den Kinokassen einzuspielen vermocht.


Disney – Geschäftszahlen besser aufgenommen als erwartet

Und dennoch hat Disney im 4. Quartal 2019 einen Gewinneinbruch verbuchen müssen. Schon im 3. Quartal sank der Gewinn um fast 2/3 auf 785 Mio. US-Dollar. Dabei steigerte Disney jedoch den Quartalsumsatz - auch dank zugekaufter Geschäftsteile des Konkurrenten „21st Century Fox“ - um 34% auf 19,1 Mrd. US-Dollar. Der Gewinn litt allerdings unter dem hohen Investitionsaufkommen für den Streaming-Service „Disney+“. Trotz des Gewinnrückgangs übertrafen die Zahlen aber dennoch die Erwartungen des Marktes. Bereits im Dezember des vergangenen Jahres hat das wichtigste neue Fahrgeschäft in Disneys „Florida Ressort“ eröffnet - Star Wars: Rise of the Resistance.


Mein FAZIT:

Es ist schwer, sich ein Medienunternehmen vorzustellen, dass nach der Übernahme von „Fox“ noch größer sein könnte als eben Disney. Oberste Priorität ist nun aus Sicht des Managements der Aufbau eines robusten „Direct-to-Consumer“- Business. Zudem wird in Bereichen wie Außergewöhnliches Content und Innovative Technologien weiter massiv investiert, um den Erfolg auf diesen Geschäftsfeldern voranzutreiben. Aber auch der Disney-Anleger kommt keinesfalls zu kurz. Eine Dividendenrendite von 1,33% sichert jenen einen Ertrag, der weit über dem von Festgeld  oder einer Staatsanleihe liegt.

Wünsche allen auch weiterhin ein "glückliches" Händchen beim Investieren!*


*An dieser Stelle sei noch ausdrücklich erwähnt, das ich keinerlei Haftung für meine Aktienempfehlungen übernehme, sie sind also alle wertfreier Natur. Jeder, der ihnen dennoch folgt, handelt also komplett auf eigenes Risiko!
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Walt Disney Aktie
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