Kommentar zur Aktie Pepsico

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Am 15.03.20
von armericanoo
zu Pepsico

Erneute Kampfansage an Coca Cola durch "Rockstar"-Akquisition

Liebe Börsenfreunde,

...und wieder wird eine Runde im Kampf um die Vorherrschaft auf dem Getränkemarkt eingeläutet: Nun gedenktl sich der ärgste Coca Cola-Rivale den Energy-Getränke-Spezialisten „Rockstar Energy Beverages“ einzuverleiben. Durch jenen milliardenschweren Zukauf soll denn auch die eigene Position im gewinnträchtigen Markt mit Energy-Getränken gestärkt werden.


PepsiCo - Firmenporträt

Schon im Jahr 1983 wurde die Pepsi-Cola von einem Apotheker namens Caleb Bradham entwickelt. Das Unternehmen hat eine sehr bewegte Firmengeschichte hinter sich, wechselte immer wieder den Besitzer und stand in dieser Zeit sogar mehrmals knapp vor dem endgültigen Aus. Der nachhaltige Durchbruch gelang erst in der Rezessionszeit der 1930er Jahre, als man sich konsequent als Billigmarke etablierte. Man bot die eigene Brause zum exakt selben Preis wie Coca Cola an, nur eben mit dem gravierenden Unterschied, jene in doppelt so großen Flaschen abzufüllen. In Kombination mit einer aggressiven Werbekampagne etablierte sich die „Pepsi“ sehr rasch am heiß umkämpften Getränkemarkt.

Aktuell zählt der Brausekonzern aus dem US-amerikanischen Purchase, New York, zu den erfolgreichsten „Globalplayern“ dieser Zunft. Zu den bedeutendsten Marken zählen neben „Pepsi“ auch noch „7Up“, „Tropicana“, „Lay´s“, „Doritos“ und „Gatorade“. PepsiCo verkauft seine diversen Getränke und Speisen über ein breites Netzwerk an Händlern und Zwischenhändlern auf der ganzen Welt.

Die Produktpalette besteht aus Soft- sowie Energiedrinks, Kaffee, Tee und Mineralwasser, Snacks wie z. B. Chips und Tortillas mit dem dazugehörigen „Dips“ sowie Zerealien, Reis- und Nudelprodukte, Sirups, Hafergrütze und Maismehl. Indes „versucht“ sich das Unternehmen aber auch an der Herstellung kalorienarmer Speisen.


PepsiCo - Akquisition setzt Coca-Cola unter Zugzwang

Mit der kolportierten Übernahme von „Rockstar Energy“ will sich PepsiCo vor allem auf dem „hippen“ und dadurch sehr lukrativen Markt für Energydrinks verstärken und seinem „Erzrivalen“ Coca-Cola ordentlich Paroli bieten. Bisher ist PepsiCo dort bereits mit Getränke-Kreationen wie „Mountain Dew’s Kickstart“, „GameFuel“ und „AMP“ vertreten.

Diese „Akquise“ lässt sich PepsiCo echt was kosten – nämlich 3,85 Milliarden US-Dollar. Dabei „schluckt“ der Purchaser Konzern nicht etwa einen sogenannten „Nobody“, denn es existiert bereits seit 2009 eine Vertriebsvereinbarung mit „Rockstar“, die laut Pepsi-Finanzchef Hugh Johnston das Unternehmen bisher davon abgehalten hat, Innovationen auf diesem Markt oder Partnerschaften mit anderen Unternehmen voranzutreiben.  „Rockstar“ produziert immerhin 30 Getränkevarianten und veräußert sie darüber hinaus auch noch in mehr als 30 Ländern.


PepsiCo - Energydrinks liegen weiter voll im Trend

Während die Nachfrage am Markt für Soda-Getränke seit Jahren vor sich hin „dümpelt“, zeigt sich der Verkauf von Energiegetränken erstaunlich robust. Zwischen 2013 und 2018 legte der Absatz von Energy-Getränken um etwa 30% zu. Doch auch durch die bevorstehende Übernahme von „Rockstar“ rangiert PepsiCo ebenso wie auch Coca-Cola noch immer weit hinter dem dortigen Marktführer „Monster Beverage“.


Mein Fazit:

PepsiCo und Rockstar Energy Beverages müssen vor dem Abschluss des „Deals“ noch die Genehmigung der jeweiligen Aufsichtsbehörden einholen. Solange jene keine ernstzunehmenden „Vorbehalte“ dagegen anmelden werden, sollte der Zukauf auch bereits im ersten Halbjahr 2020 unter Dach und Fach gebracht werden können.

Zuletzt konnte der US-Getränkegigant die Erwartungen der Analysten mit einem Quartalsumsatz von 20,64 Milliarden Dollar (+6%) und einem Gewinn/Aktie von 1,45 US-Dollar leicht übertreffen. Für 2020 erwartet Pepsi dagegen ein organisches Umsatzwachstum von 4% und ein Wachstum des Gewinns pro Aktie von 7% - wenn man einmal die schwer einzukalkulierenden Währungsschwankungen ausklammert. Darauf dürfte die pandemische Ausmaße angenommen habende Coronavirus-Krise jedoch nur einen mäßigen Einfluss ausüben. Zwar standen nach ihrem Ausbruch in China für kurze Zeit die chinesischen Werke still, aber der China-Beitrag ist mit 2% an den Gesamterlösen des Konzerns sowieso eher zu vernachlässigen.

Die PepsiCo-Aktie befindet sich derzeit ebenso im Würgegriff der Corona-Pandemie und rauscht deswegen mit Riesenschritten ihrem Jahrestief von 15. März 2019 bei 102,48 Euro entgegen (derzeitige Notierung 106,84). Doch um die 100 Euro Marke existiert eine signifikante Unterstützungslinie, bei deren Erreichen eine Gegenbewegung des Marktes zu erwarten ist. Sollte die jedoch deutlich unterschritten werden, so könnte es auch noch sehr rasch bis zur 80 Euro Marke mit dem Pepsi-Aktienkurs heruntergehen. Die bevorstehende Börsenwoche wird dem Anleger gewiss einigen Aufschluss darüber geben, wohin die Reise mit ihr gehen wird. Von einem Einstieg in diese Aktie kann ich deshalb zurzeit nur abraten!

Wünsche dennoch allen auch weiterhin ein "glückliches" Händchen beim Investieren!*


*An dieser Stelle sei noch ausdrücklich erwähnt, das ich keinerlei Haftung für meine Aktienempfehlungen übernehme, sie sind also alle wertfreier Natur. Jeder, der ihnen dennoch folgt, handelt also komplett auf eigenes Risiko!
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Pepsico Aktie
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