Analyse zur Aktie Wirecard

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Am 18.06.20
von WSG-Strabo
zu Wirecard

Die Klatsche

Ich war ja bislang immer auf der optimistischen Seite bei wirecard und ich glaube noch immer, dass dieses Unternehmen einmal gut dastehen wird.
Nun aber hat man eine verdiente Klatsche bekommen und es werden Köpfe rollen müssen. 4 mal (!) den Jahresabschluss zu verschieben, das geht gar nicht. Erst recht nicht, wenn man im DAX, der Premiumliga mitspielen will.
Da hat es nun nicht nur mich kalt erwisxht und Milliarden wurden pulverisiert. Heulen und Zähneknirschen hilft aber nichts.
Bleibt die Frage: günstiger Einstieg oder fallendes Messer? Abwarten oder zulangen?

Nun zunächst einmal kippen jetzt auch einige Analysen auf "Verkaufen". Kein Wunder. Schließlich ist der Verbleibt von fast 2 Milliarden nicht testatfähig geklärt. Noch mal, das geht gar nicht. Allerdings wurde die Aktie auch entsprechend abgestraft. Bis zu 70% Verlust an einem Tag - das muss man ohne Konkur erst einmal hinbekommen!

Wer jetzt investiert muss auf jeden Fall klare Ziele setzen. Langfristanlage? Kann man machen. Dann aber noch nicht mit der vollen Summe einsteigen. Trading? Sicherlich ein top-interessanter Titel mit ganz guten Gewinnchancen. Aber immer noch weiteren Risiken. 50% Gewinn oder Verlust in einer Wochen, alles ist drin. Vermutlich aber erst einmal wildeste Schwankungen.

Das kann man natürlich mit entsprechenden Limits ausnutzen. Ein bisschen Zocken mit keinem großen Kapitaleinsatz kann sich durchaus lohnen.

Dem ernsthaften Kapitalanleger verbietet sich vorerst allerding ein Einstieg. Wen es schon erwischt hat (Blick in den Spiegel) sollte die Nerven bewaren. Ausstieg in Panik bringt die größten Verluste, und zu diesen Kursen würde ich nicht verkaufen. Ob man sich bei allfälligen Kurserholungen nicht besser von einem solchen Titel trennt, ist die andere Frage. Wieder heißt es, ein klares Limit zu setzen, das durchzuziehen und sich später dann nicht ärgen wenn der Kurs doch noch höher steigt. Von den Kursgipfeln der letzten Jahre müssen wir uns wohl erstmal verabschieden. Zunächst muss der "Saustall ausgemistet" werden, der Jahresabschluss kommen und sehr viel unnötig verspieltes Anlegervertrauen wieder hergestellt werden. Das geht nur mit frischem Führungspersonal.
Der obige Analyse spiegelt ausschließlich die Meinung des Autors wider. Informunity übernimmt dafür keine Haftung.