Analyse zur Aktie Anheuser InBev

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Am 28.10.21
von Peb
zu Anheuser InBev

Anheuser - Ein Prosit

Anheuser-Busch InBev ist mit 25,7% Marktanteil (Volumen in 2020) der größte Bierproduzent der Welt. Heiniken mit 12 und Carlsberg mit 6% zeigen die Dominanz des in Belgien ansässigen Konzerns. Zu den globalen Marken Budweiser, Stella und Corona gesellen sich u.a. auch die deutschen Biere Beck's, Hassender und Diebels.

Mit über 50 Mrd. US$ Umsatz liegt man vor Coca Cola und nicht weit entfernt von den FMCG Giganten Pepsico, P&G und Unilever. Die knapp 600 Mio jährlich gebrauten Hektoliter bedeuten, dass jeder Erdenbürger im Durchschnitt fast 10 Liter AB-Inbev Bier trinkt. Der globale Bierkonsum schwächelt zwar wohl seit geraumer Zeit, aber mit tektonischen Änderungen ist wohl eher nicht zu rechnen. Insofern ist die Branche auch in Krisenzeiten eine sichere Bank und hat Corona im großen und ganzen gut überstanden, wie die ganz frischen Q3 Zahlen von AB zeigen.

Im aktuellen Quartal hat das Unternehmen den Ausstoß um 3,4% und den Umsatz zum Vorjahr sogar um 7,9% gesteigert. Vor allem die im Zuge dessen gestiegenen operativen Ergebnisse werden von der Börse aktuell mit einem Aufschlag von knapp 9% plus auf 53,70€ bejubelt.

In den vergangenen 9 Monaten erreichte man bei 40,1 Mrd US$ Umsatz 14,3 Mrd. normalisiertes EBITDA - ein hochprofitables Geschäft also. Bei der Unternehmensbewertung (aktuell 103 Mrd €) darf jedoch die Bilanz nicht außer acht gelassen werden. Einerseits hat man hier zum Halbjahr knapp 80 Mrd US$ Eigenkapital ausgewiesen, jedoch stehen auch nach wie vor noch 120 Mrd. Goodwill in den Büchern - und diese Position kann man auch als heiße Luft interpretieren. Aber immerhin sind die langfristigen Verbindlichkeiten von 116 Mrd auf 108 Mrd binnen eines halben Jahres zurückgegangen.

Sobald dieser doch erkleckliche Schulenberg abgetragen ist, der im Rahmen der Übernahmen zusammengetragen wurde, sollte sich die Einschätzung weiter verbessern. Wenn es dann weiterhin zu einer Renaissance des...
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