Kommentar zur Aktie Deutsche Telekom

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Am 06.01.11
von SoZuSagen
zu Deutsche Telekom

Unsicherheiten für 2011 durch zuletzt negativ entwickelnde US-Wirtschaft

Deutsche Telekom: Zusammenfassung des 3. Quartals

-Der Konzernumsatz sank in den ersten drei Quartalen 2010 um 3,0 %.
-Ohne Berücksichtigung von T-Mobile UK stieg der Konzernumsatz des dritten Quartals 2010 um 1,0 % im Vergleich zum dritten Quartal 2009.
-Konsolidierungskreiseffekte (OTE, T-Mobile UK) und Wechselkurseffekte von insgesamt 0,3 Mrd. € beeinflussten den Konzernumsatz negativ.
-Positive Auswirkungen auf das operative Geschäft hatten: Die Entwicklung der Datenumsätze im Mobilfunk und der Umsatzanstieg im Systemgeschäft aufgrund neu gewonnener Verträge.
-Negative Auswirkungen auf das operative Geschäft hatten: Wettbewerbsbedingte Anschlussverluste im Festnetz und regulationsbedingte Preisänderungen.

Die Auslandsquote blieb nahezu konstant bei 56,8 % (Vorjahresvergleichsperiode: 56,7 %). Der Inlandsumsatz lag in den ersten neun Monaten 2010 bei 20,3 Mrd. € und damit 0,7 Mrd. € niedriger als in den ersten neun Monaten des Vorjahres. Der Auslandsumsatz sank im Vergleich zur Vergleichsperiode um 2,8 % auf 26,7 Mrd. €.

Wesentliche Ursache für den gesunkenen Auslandsumsatz war die Gründung des neuen Joint Venture Everything Everywhere in Großbritannien.


-Das bereinigte Konzern-EBITDA sank im Vergleich zu den ersten neun Monaten 2009 um 4,3 %.
-Wechselkurseffekte und Konsolidierungskreiseffekte (OTE, T-Mobile UK) von insgesamt 0,1 Mrd. € beeinflussten das Konzern-EBITDA positiv.
-Die bereinigte EBITDA-Marge konnte, trotz Umsatzrückgang, verteidigt werden.
-Das Konzern-EBITDA reduzierte sich im Vergleich zur Vorjahresperiode von 15,4 Mrd. € um 1,4 Mrd. € auf 13,9 Mrd. €.

-Free Cash-Flow ist – trotz eines im Vorjahr um 0,7 Mrd. € höheren positiven Effekts aus Forderungsverkäufen („Factoring“) – lediglich um 0,3 Mrd. € gesunken:
Ausblick von rund 6,2 Mrd. € für 2010 wird bestätigt.


Zur positiven Kursentwicklung der T-Aktie trugen insbesondere die im Februar 2010 beschlossene Aktionärsvergütungspolitik sowie die Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal 2010 bei. Der Vorstand der Deutschen Telekom AG hat im Rahmen der Aktionärsvergütungspolitik am 27. Juli 2010 beschlossen, Aktien der Gesellschaft bis zu einem Kaufpreis von insgesamt 400 Mio. € über die Börse zu erwerben. Bis zum 30. September 2010 wurden insgesamt 180 490 eigene Aktien zu einem Gesamtpreis von rund 2 Mio. € erworben.

Das dritte Quartal 2010 ist für die Aktienmärkte überwiegend erfreulich verlaufen. Vor allem Rohstoff- und Industrie-Werte trugen die Erholung und wiesen eine sehr gute Entwicklung aus. Dennoch sind weiterhin Unsicherheiten über die Perspektiven der Weltwirtschaft vorhanden, gerade die US-Konjunkturindikatoren hat zuletzt negativ überrascht.

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