Kommentar vom 29.05.17
Investorarmericanoo
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So sehen Sieger aus!
Was hat der deutsche Mobilfunkmarkt bereits für aufregende Jahre hinter sich: doch so, wie die Dinge in diesem zukunftsträchtigen Marktsegment liegen, wird das wohl auch noch eine Weile so weitergehen:

Aus D2-Mannesmann wurde Vodafone, Viag-Interkom wurde sich vom spanischen Anbieter Telefonica einverleibt und in o2 umbenannt. Beide Übernahmen liegen zwar schon einige Jahre zurück, doch es waren die ersten Konsolidierungsschritte auf einem damals noch in seinen Kinderschuhen steckenden, jungen Markt.

Der letzte bedeutende Coup war der Zusammenschluss der zwei kleineren Anbieter o2 und E-Plus, die seitdem zum spanischen Anbieter Telefonica gehören. Die Wettbewerbshüter stimmten diesem Zusammenschluss derzeit bloß unter bestimmten Auflagen zu. Eine davon war, dass Teile der Netzkapazitäten einem anderen Mobilfunkanbieter zugänglich gemacht werden mussten, um eine zu starke Marktkonzentration zu verhindern.

Den Zuschlag dafür bekam seinerzeit Drillisch, ein damals noch recht unbekannter Anbieter, der keinerlei eigene Netze unterhält, sondern bloß Lizenzen erwirbt und weiterveräußert. Nach dem Deal hatte Drillisch Zugriff auf etwa 20 Prozent der Netzkapazitäten von o2 und konnte mit Marken wie Yourfone oder Smartmobil seinen Kundenstamm im Nu erheblich erweitern. Inzwischen sind über Drillisch gut 3,6 Millionen Handyverträge abgeschlossen worden.

Dieser Erfolg ist der Konkurrenz natürlich ein Dorn im Auge, ruft nun Interessenten wie United Internet auf den Plan, sich Drillisch einverleiben zu wollen. United Internet, Telekommunikationskonzern mit Sitz in Montabaur, gedenkt deshalb die eigene Mobilfunksparte mit der von Drillisch zusammenführen. Durch eine Kapitalerhöhung ist United Internet bereits heute schon 30%iger Anteilseigner der Drillisch AG.

Seit Mitte Mai liegt das Übernahmeangebot von United Internet auf dem Tisch: man ist bereit, 50 Euro/ Drillisch-Aktie bei Übernahme zu zahlen. Das ist ein 3%iger Aufschlag gegenüber dem Aktienkurs vor Bekanntgabe der Offerte. Insgesamt gedenkt United Internet für den Deal rund 2,2 Milliarden Euro zu berappen.

Nach den Wettbewerbshütern, müssen nun selbstverständlich auch die Drillisch-Aktionäre dieser Fusion zu den ausgehandelten Konditionen auf der für den 25. Juli beanraumten Hauptversammlung zustimmen. Dort sollen die Anleger dann u. a. einer Verdreifachung des Kapitals zustimmen, und die neuen Aktien würden zu 100% an United Internet gehen.

Die Anleger haben nun bis zum 23.6. Zeit, ihre Drillisch-Aktien United Internet zum Kurs von 50 Euro anzubieten. Marktauguren halten eine Anhebung des Preises jedoch nicht für ausgeschlossen.

Bis dato profitierten die Aktien beider Unternehmen in erheblichen Maße von der Übernahme-Offerte: Die U.I.- Aktie schoss nach Bekanntgabe des Angebots auf Monatssicht knapp 12 Prozent nach oben, die Drillisch-Papiere legten im gleichen Zeitraum sogar fast 14% zu.

Analysten sehen Synergieeffekte und gute Voraussetzungen für eine neue vierte Kraft am deutschen Mobilfunkmarkt.

Mein FAZIT: ein Einstieg bei der "neuen" United Internet-Aktie wird den Anlegern auch auf diesem hohen Kursniveau zukünftig sicher noch viel Freude bereiten!
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United Internet Aktie
Kurs: 58,14€     +0,3% vs. Vortag
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