Kommentar zur Aktie Linde

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Am 16.08.16
von Donnaopp
zu Linde

Ein Befreiungsschlag für Linde . . .

Ein Zusammenschluss des Münchner Gasekonzerns mit dem US-Konkurrenten Praxair könnte gleich mehrere Probleme lösen. Die kartellrechtlichen Hürden sind allerdings extrem hoch.
Offiziell will sich weder Linde noch der amerikanische Industriegasekonzern Praxair äußern. "Kein Kommentar", heißt es aus beiden Konzernzentralen zu den Gerüchten, die Unternehmen könnten sich zum weltgrößten Anbieter von Industriegasen zusammenschließen. Mehrere Insider aus Finanzkreisen, die mit den Gesprächen vertraut sind, berichten allerdings, beide Unternehmen redeten seit einigen Wochen tatsächlich miteinander. Die Gespräche, heißt es, gingen mal, schneller mal langsamer voran. Angestrebt werde eine Fusion "unter Gleichen".

Praxair und Linde sind derzeit mit jeweils 30 Milliarden Dollar an der Börse bewertet. Allerdings ist Linde mit zuletzt fast 18 Milliarden Euro Umsatz und knapp 65.000 Mitarbeitern etwa doppelt so groß wie der US-Konkurrent. Praxair dagegen ist profitabler: Bei einem Umsatz von 9,6 Milliarden Euro kam das Unternehmen zuletzt auf einen Gewinn von 1,5 Milliarden Euro; Linde brachte es nur auf 1,15 Milliarden Euro. Beide Konzerne verdienen ihr Geld in erster Linie mit Industriegasen wie Sauerstoff, Stickstoff, Acetylen oder Kohlendioxid.
Die weltweit größten Industriegasekonzerne
Air Liquide
Linde
Praxair
Air Products

Für Linde wäre der Deal, sollte er denn am Ende wirklich zustande kommen, gleich in mehrerer Hinsicht ein Befreiungsschlag. Als im Frühjahr Konkurrent Air Liquide aus Frankreich das US-Unternehmen Airgas kaufte, war der Schock in München groß. Auf einmal war der Linde-Konzern, den der frühere Chef und jetzige Aufsichtsratsvorsitzende Wolfgang Reitzle zu beinahe beispiellosen Erfolg geführt hatte, nicht mehr die Nummer Eins im weltweiten Gasemarkt.

Linde und Praxair wäre eine der größten Transaktionen in diesem Jahr: Laut Insidern reden der
Dax-Konzern Linde und der US-Wettbewerber Praxair über einen Zusammenschluss.

Das Problem bei dem deutsch-amerikanischen Projekt sind die kartellrechtlichen Hürden. Die Top-Vier der Branche kontrollieren 70 Prozent des weltweiten Gasemarktes. In allen Teilen der Welt, außer in Korea, Japan und China sind die Anteile sogar noch größer. In Europa kontrollieren alleine Linde und Air Liquide 70 Prozent des Marktes. Eine Fusion dürften die Kartellbehörden daher wohl nur unter strengen Auflagen genehmigen.

Kurzprofil Linde AG:

The Linde Group (ISIN: DE0006483001, WKN: 648300, Ticker-Symbol: LIN, Nasdaq OTC-Symbol: LNAGF) hat im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 17,944 Mrd. EUR erzielt und ist damit eines der führenden Gase- und Engineeringunternehmen der Welt. Mit rund 65.000 Mitarbeitern ist Linde in mehr als 100 Ländern vertreten.

Die Strategie der Linde Group ist auf ertragsorientiertes und nachhaltiges Wachstum ausgerichtet. Der gezielte Ausbau des internationalen Geschäfts mit zukunftsweisenden Produkten und Dienstleistungen steht dabei im Mittelpunkt. Linde handelt verantwortlich gegenüber Aktionären, Geschäftspartnern, Mitarbeitern, der Gesellschaft und der Umwelt - weltweit, in jedem Geschäftsbereich, jeder Region und an jedem Standort. Linde entwickelt Technologien und Produkte, die Kundennutzen mit einem Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung verbinden.

Informationen über The Linde Group online unter www.linde.com.

Quellen:
Aktien Check
Finanznachrichten



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Linde Aktie
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