Kommentar zur Aktie E.ON AG

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Am 19.10.11
von Mr-Corleone
zu E.ON AG

++Eon Chef will Milliarden vom Staat / Stellenabbau / Ausblick++

--Die E.ON AG – Das Unternehmen--


Die E.ON AG ist der größte nichtstaatlichen Energiekonzerns der Welt mit Sitz in Düsseldorf. Die E.ON AG, 2000 aus VEBA und VIAG entstanden, ist eines der weltweit größten privaten Strom- und Gasunternehmen.

Rechtsform: Aktiengesellschaft

ISIN: DE000ENAG999

Gründung: 16. Juni 2000

Sitz: Düsseldorf, Deutschland

Leitung: -Johannes Teyssen, Vorstandsvorsitzender
-Werner Wenning, Aufsichtsratvorsitzender

Mitarbeiter: 85.105(weltweit)

Umsatz: 92, 86 Mrd. € (2010)

Branche: Energie




--E.ON AG - Die neue Strategie--


Der Vorstandsvorsitzende Teyssen verkündete bei Amtsantritt im November 2010 die neue Strategie des E.ON-Konzerns. Unter dem Motto Cleaner & Better Energy möchte E.ON in Zukunft verstärkt außerhalb Europas wachsen und in diesen Regionen innerhalb der nächsten vier Jahre einen Ergebnisbeitrag von 25 % erreichen. Weiterhin fokussiert E.ON die Reduktion der CO2-Emissionen. So soll beispielsweise die Reduktion des Treibhausgasausstoßes gegenüber dem Jahr 1990 um 50 % bereits im Jahr 2020 und nicht, wie bisher geplant, im Jahr 2030 erreicht werden.
Um die finanzielle Handlungsfähigkeit zu bewahren, ist der Abbau der Finanzschulden ein weiterer Bestandteil der neuen Strategie. Im Zuge dessen plant E.ON bis Ende 2013, durch Desinvestitionen rund 15 Mrd. Euro einzunehmen. Die folgende Aufzählung gibt einen Überblick über die bereits angekündigten Verkäufe:
Verkauf der 3,5 % Gazprom-Beteiligung (Erlös: 3,4 Mrd. Euro)
Verkauf des italienischen Gasnetzes (Erlös: 290 Mio. Euro)
Verkauf von Central Networks(britisches Verteilnetzunternehmen) (Erlös ca. 4,7 Mrd. Euro)
Verkauf des 20-prozentigen Anteils an den Stadtwerken Duisburg (Erlös keine Angaben)


-Stellenabbau-

E.ON plant derzeit ein Spar- und Sanierungskonzept – samt Entlassungen und Standortschließungen. Diesem sollem bis zu 11.000 Stellen zum Opfer fallen. Hauptsächlich in der Verwaltung. Laut einem Vorstandsbeschluss sollen drei bedeutende E.on-Standorte in Deutschland aufgegeben werden: E.ON Energie (München), E.ON Kraftwerke (Hannover) und die Gashandelstochter E.ON Ruhrgas (Essen) sollen aufgelöst werden.


--E.ON AG - Konzernstruktur--

-Geschäftstätigkeit-

Die Geschäftstätigkeit der Konzernunternehmen umfasst die meisten Wertschöpfungsstufen der Energieversorgung. Bei der Stromversorgung ist E.ON in der Erzeugung, dem Handel und Vertrieb tätig. Auch bei der Gasversorgung ist der Konzern tätig, beginnend bei der Förderung, über Handel und Transport, bis hin zum Vertrieb an den Endverbraucher.
Der regionale Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit liegt im westlichen und östlichen Zentraleuropa. Dies umfasst vor allem Deutschland sowie Frankreich, Österreich, die Schweiz, die Niederlande, Tschechien, die Slowakei, Ungarn, Bulgarien und Rumänien. Die hier tätigen Konzerngesellschaften sind in der Market Unit Central Europe gebündelt. Auf diesen Märkten werden rund zwei Drittel des Stroms und des Gases abgesetzt.
Daneben existieren die weiteren regional orientierten Market Units Nordic, UK, Italy, Spain, Russia und die überregional tätigen Market Units Pan European Gas, Energy Trading und Climate and Renewables.[


-Beteiligungen-

Die E.ON AG ist eine Holding mit folgenden Market Units (MU) inkl. deren Führungsgesellschaften:
Corporate Center (E.ON AG, Düsseldorf)
Das Corporate Center (CC) übernimmt die konzernübergreifende Koordinierung der Ressourcen sowie die strategische Weiterentwicklung des Konzerns. Dem CC untersteht beispielsweise die E.ON IT, der IT-Dienstleister des gesamten E.ON-Konzerns.
Central Europe (E.ON Energie, München), in der MU Central Europe sind alle Unternehmen zusammengefasst, die mit der Stromversorgung in Zentraleuropa assoziiert werden.
Regionalversorgungsunternehmen
E.ON Avacon
E.ON Bayern
E.ON edis
E.ON Hanse
E.ON Mitte
E.ON Thüringer Energie
E.ON Westfalen Weser
Kraftwerksbetreiber
E.ON Kernkraft
E.ON Kraftwerke
E.ON Wasserkraft
Pan-European Gas (E.ON Ruhrgas, Essen)
Die MU Pan-European Gas ist für das konzernweite Gasgeschäft verantwortlich. Dabei ist E.ON nach wie vor von der Förderung, über Transport bis zum Vertrieb in jeder Wertschöpfungskette engagiert. Bis zum 30. November 2009 war auch die Thüga ein Bestandteil dieser MU.
Benelux (E.ON Benelux, Eindhoven)
UK (E.ON UK, Coventry)
Skandinavien (E.ON Nordic, Malmö)
Schweden (E.ON Sverige, Malmö)
Energy Trading (E.ON Energy Trading, Düsseldorf)
E.ON Portfolio Solution GmbH, Düsseldorf
Climate & Renewables (E.ON Climate & Renewables GmbH, Düsseldorf)
Russland (E.ON Russia Power, Moskau)
Italien (E.ON Italia, Mailand)
Spanien (E.ON España, Madrid)
E.ON ist mit einem Anteil von 16,6 % an der Betreibergesellschaft der Uran-Anreicherungsanlage Gronau Urenco beteiligt.


--Eon will Milliarden vom Staat--

Wie sehr die Entscheidung der Bundesregierung zum Atomausstieg den Eon-Konzern belastet, davon gibt der Aktienkurs nur eine ungefähre Ahnung.
Die Eon-Aktie hat in diesem Jahr zeitweise rund 44 Prozent an Wert verloren.
Die finanziellen Belastungen sind enorm.
Deshalb kündigte Eon-Vorstandschef Teyssen im Streit mit der Bundesregierung um die Kosten des Atomausstiegs Milliardenforderungen an. Dabei will das Unternehmen Verfassungsklage einreichen. Auch gegen die Brennelementesteuer geht der Konzern vor und sieht große Chancen die Transfers zu kippen.


--Ausblick/Fazit--

Unter den zentraleuropäischen Werten des Sektors ist die Aktie von E.ON mein Favorit. Das Unternehmen sollte selbst in einem schwierigen makroökonomischen Umfeld den Gewinn steigern können. Weiteres langfristiges Aufwärtspotenzial sehe ich infolge der weiteren Preisentwicklung auf dem deutschen Strommarkt. Für die Jahre 2011 bis 2015 wird eine durchschnittliche jährliche Steigerung von 15% vorhergesagt.
Gemessen an den Prognosen für 2013 ist die E.ON-Aktie aktuell bei einem KGV von 8,8 gehandelt. Dies entspricht einem Bewertungsabschlag von 10% gegenüber dem Sektor. Vor diesem Hintergrund ist der Anteilschein attraktiv. Darüber hinaus zeichnet sich E.ON durch eine solide Bilanz und nur geringe Refinanzierungsrisiken aus.
Nach einer Zeit mit starken Schwankungen beim Gewinn und Aktienkurs sollte E.ON wieder zu der Stabilität früherer Tage zurückkehren können.

BUY



Quellen: http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/Eon-macht-sich-Hoffnung-auf-Milliarden-1419579
http://www.finanzen.net/aktien/E.ON-Aktie
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