Analyse zur Aktie Commerzbank

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Am 14.02.17
von Master199090
zu Commerzbank

Gewinneinbruch bei Commerzbank

Für 2016 wurde ein Gewinneinbruch gemeldet. Auch 2017 dürfte nicht besser laufen, unerfreuliche Belastungen sind zu erwarten.
Die Krise in der Schifffahrt überschattet das Geschäft der Commerzbank AG. 75% Gewinneinbußen sind für 2016 zu verzeichnen. Abschreibungen beim Investmentbanking sind ausschlaggebend. Der Vorstandschef Zielke sprach von einem guten Ergebnis, welches noch weiter zu verbessern ist. Durch die Streichung des Investmentbanking hat die Bank weiteren Handlungsspielraum geschaffen.
Nach der Übernahme der Dresdner Bank, musste diese vom Steuerzahler gerettet werden. 15% der Dresdner Bank gehören nach wie vor dem Bund.
Analysten gehen von weiteren Belastungen im aktuellen Geschäftsjahr aus. Zum einen schlagen die Kosten für den Konzernumbau zu Buche. Dessen Modalitäten vom Betriebsrat ausgehandelt werden sollen. Zudem steigen die Ausfälle der Schiffskredite, welche aller Voraussicht nach nicht weniger werden. Man rechnet mit Abschreibungen in Höhe von 600 Millionen Euro.
Die Commerzbank hat durch den Abbau der Bilanzrisiken ein komfortables Kapitalpolster geschaffen, welches es bedarf. Die Kernkapitalquote stieg zum Ende vergangenen Jahres auf 12,3%, da die Bilanzsumme auf 480 Milliarden Euro schrumpfte. Für das Jahr 2017 wird eine gleiche Quote angestrebt. Die Verschuldung sank von 4,8% auf 4,5%.
Die Commerzbank stärkt die Privatkunden-Sparte und erhofft sich durch die weniger Kapital verschlingende und riskoreiche Sparte, sichere Rendite einzufahren. Die Privatkunden-Sparte hat in den vergangenen 4 Jahren 1,2 Millionen Kunden gewonnen und nimmt weiter zu.
Die Zukunft der Commerzbank bleibt weiterhin spannend. Kurzfristig sind jedoch kein Aktiengewinne zu erwarten.

Quelle: wikipedia.de, Die Welt, Wallstreet journal, die Zeit
Der obige Analyse spiegelt ausschließlich die Meinung des Autors wider. informunity übernimmt dafür keine Haftung.