Kommentar zur Aktie Apple

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Am 27.01.18
von armericanoo
zu Apple

Sinkende Verkaufszahlen beim iPhone X oder alles bloß unnötige Panikmache?

Kurze Apple-Historie:

Die Apple Inc. hat ihren Hauptsitz im US-amerikanischen Cupertino, Kalifornien und ist einer der weltweit führenden Konzerne in den Segmenten Computer, Smartphones, Unterhaltungselektronik, Betriebssysteme sowie Anwender-Software. In den 1970er-Jahren war die Apple Inc. einer der ersten Produzenten von PC's und maßgeblich an deren Verbreitung beteiligt. In den 1980er-Jahren waren die Cupertiner führend in der Einführung der grafischen Benutzeroberfläche und der Maus. Die Geschäftsaktivitäten wurden mit der Präsentation des iPods 2001 und des iPhones 2007 sowie des iPads 2010 auf andere Produktbereiche ausgeweitet.
Die Unternehmenshistorie der Apple Inc. begann mit der Gründung 1976 durch Steve Jobs, Ronald Wayne und Steve Wozniak mit einem Startkapital von 1.750 US-Dollar. Die ersten Rechner wurden von Steve Wozniak in Los Altos, dem heutigen Silicon Valley, entworfen. Steve Wozniak und Steve Jobs "schusterten" jene in einer Garage zusammen. Anfang 1977 wurde die Partnerschaft von Steve Jobs und Steve Wozniak mit Ron Wayne aufgelöst und das Unternehmen, welches seinerzeit unter Apple Computer firmierte, wurde in eine Gesellschaft umgewandelt. 1983 präsentierte die Apple Inc. mit Lisa einen der ersten PCs mit grafischer Benutzeroberfläche und Maus und 1984 die Sparversion von Lisa, den Macintosh.


Die Apple-Anteilsscheine haben an den vergangenen Tagen einige Prozentpunkte von ihrem Höchststand abgegeben. Verantwortlich dafür waren die aufkeimende Sorgen, dass sich das neue iPhone X doch nicht so gut verkauft wie bislang erwartet. Von solchen Spekulationen sollte man sich jedoch nicht gleich ins "Bockshorn" jagen lassen. Der Auslöser war die Veröffentlichung einer kritischen Apple-Studie von der US-Investmentbank JPMorgan: Darin prognostizierte Analyst Ming-Chi Kuo, bekannt für seine in der Vergangenheit des öfteren zutreffenden Vorhersagen zu Apple, dass die Kaliformier Technologieschmiede nach einem starken Weihnachtsgeschäft im 1. Quartal 2018 lediglich 18 Mio. iPhone X verkauft haben würde. Außerdem orakelt er weiter, dass Apple sein bis zu 1.320 Euro teures Spitzenmodell schon im kommenden Sommer vom Markt nehmen könnte, da es den Nachfolgermodellen zu ähnlich wäre.

Aber auch andere Analysten hatten ihre Prognosen für die iPhone X-Verkäufe im 1. Quartal nach unten korrigiert. Mit erhobenem Zeigefinger verwiesen jene darauf, dass Apple seine Bestellungen bei seinen asiatischen Zulieferern inzwischen zurückgefahren habe. Zu den Spekulationen um die Zukunft des iPhone X gesellte sich eine sehr vorsichtige Prognose von Texas Instruments hinzu. Der Chipkonzern, dessen Geschäftsentwicklung als Indikator für die gesamte Branche gilt, stellte für das laufende Quartal bloß leicht sinkende bis stagnierende Umsätze in Aussicht.

Eben gerade diese "Hiobsbotschaft" belastete zuletzt auch "durch die Bank" die Aktien des Chipsektors. Bei den Apple-Zulieferern AMS und Dialog Semiconductor fielen die Verluste sogar überproportional hoch aus. Und dies hat Methode: Wann immer Apple auch nur hustet, steigen die Anleger in Scharen aus den Zulieferer-Papieren aus. Wer in den Erfolg des iPhone investieren möchte, der tut deswegen besser daran, gleich ein Direktinvestment in die Apple-Aktie einzugehen. Und derjenige, der das Papier bereits im Depot liegen hat, der sollte sich dennoch nicht durch derlei Spekulationen aus der Ruhe bringen lassen, denn es ist ja hinlänglich bekannt, dass die Analysten nur allzu gern ihre neuerlichen Schätzungen mal nach oben oder unten den gegebenen "Realitäten" anpassen. Hinzu kommt auch noch das hartnäckige Gezeter um die Verkaufserfolge der aktuellen iPhone-Generation. Dem langfristigen Siegeszug der Apple-Aktie hat dies jedoch in den vergangenen zehn Jahren keinen Abbruch getan.

Trotzdem wäre es sehr naiv, negative Unternehmensnachrichten zu Apple komplett auszublenden. Auch Apple besitzt kein Abo auf immerwährenden Erfolg. Daher gilt für Apple-Anleger, die Entwicklung zu beobachten, um – falls sich eine Verschlechterung der Geschäfte abzeichnet – noch rechtzeitig aus der Aktie aussteigen zu können, um seine "Schäfchen" ins Trockene zu bringen. Aber so weit ist es noch lange nicht!

Mein FAZIT: Am 1. Februar legt der Cupertiner Technologiekonzern seine Geschäftszahlen für das Weihnachtsquartal auf den Tisch und dürfte sich dann wohl auch zum laufenden 1. Quartal äußern. Dann sind wir (zumindest etwas) schlauer inpunkte der Absatzzahlen beim iPhone X. Während es derzeit noch unklar ist, ob oder wann die Erfolgsstory von Apple endet, besitzt die Konkurrenz womöglich die Chance, in die riesigen Fußstapfen von Apple zu treten.
Von ihrem Allzeithoch vom 8. November des vergangenen Jahres bei 151,30 Euro hat sich die Apple-Aktie mit 137,60 Euro doch inzwischen ziemlich weit entfernt. Die Charttechnik weist jedoch darauf hin, dass gerade bei dieser 137 Euro-Marke eine relativ starke Unterstützungszone verläuft. Auch wenn die halten sollte, so sehe ich derzeit kein großes Potenzial für die Apple-Aktie, da sie vor kurzem die 140 Euro-Marke signifikant nach unten durchbrochen hat. Sollten also vom "angebissenen Apfel" auf absehbare Zeit keine positiven Nachrichten kolportiert werden, so wird es mit dem Aktienkurs wohl eher seitwärts oder gar gen Süden gehen - zumindest aber bis zum 1. Februar.
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