Kommentar vom 16.10.18
Investorarmericanoo
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Schwingt sich die Aktie durch die Übernahme von "Randgold" wieder zu alten Kurshöhen auf?
KURZ & BÜNDIG:

Das kanadische Goldbergbauunternehmen "Barrick Gold" festigt mit der Übernahme von der "Randgold Resources Ltd." (Jersey) seine Position als weltweit größter Goldproduzent. Der Zeitpunkt dazu erscheint ideal.


Für Aktionäre des weltgrößten Goldproduzenten ist es der absolut richtige Zeitpunkt: Barrick Gold verleiht der Einkauf des Konkurrenten Randgold neuen Auftrieb - und das in einer Zeit steigender Goldpreise! Während US-Aktienindizes wie Dow Jones, S&P 500 oder Nasdaq in die Tiefe rauschten, startete dieses Edelmetall so richtig durch: von 1.186 US-Dollar auf zeitweise 1.226 US-Dollar innerhalb weniger Tage.


1.) BARRICK GOLD - Randgold-Übernahme durch Aktientausch

Die Verunsicherung an den Aktienmärkten treibt viele in den vermeintlich „sicheren Hafen“. In diesem fürs Edelmetall erfreulichen Umfeld entsteht durch die Übernahme von Randgold durch Barrick Gold ein Konzern mit einem Marktwert von ca. 18 Mrd. US-Dollar. Das Positive: Der Deal erfolgt rein über einen Aktientausch, womit keine Kredite dafür aufgenommen werden müssen, machten jene doch dem Unternehmen in den Jahren flauer Goldpreise erheblich zu schaffen. Besonders Barrick Gold drohten in dieser Zeit die Kosten für Investitionen und Betrieb davonzulaufen.

In Sachen Umsatz und Gewinn haben beide seit Jahren eine äußerst durchwachsene Periode hinter sich. Zuletzt schaffte Randgold einen Umsatz von 1,28 Mrd. US-Dollar, Barrick Gold kam auf 10,8 Mrd. Dollar. Damit ist der Platzhirsch aus Toronto gut zehnmal größer als sein Mitbewerber von der Kanalinsel Jersey. Allerdings: Randgold konnte seine Erträge tendenziell steigern, während die Nummer eins 2011 beim Umsatz noch rund 4 Mrd. Dollar mehr einfuhr. Noch krasser sieht es bei die Entwicklung des operativen Gewinns aus, der von damals 6,8 Mrd. Dollar auf unter 3 Mrd. Dollar im vergangenen Jahr zusammenschrumpfte. Dagegen gelang es Randgold Im gleichen Zeitraum, seinen Gewinn auf rund 440 Mio. Dollar zu steigern.


2.) BARRICK GOLD - Stabilität fürs Aktienportfolio

Dennoch verläuft die Kursentwicklung beider Aktien in den letzten fünf Jahren in ähnlichen Bahnen. Nach volatilem Seitwärtsverlauf auf niedrigem Niveau schossen sie 2016 um gut das Doppelte in die Höhe, um sich von diesem Kursnniveau zeitweilig wieder mehr als zu halbieren. Nach der Kolportierung der Randgold-Übernahme durch Barrick Gold legten beide Aktien dann aber wieder kräftig zu. Von diesem Zusammenschluss profitieren also beide Minenbetreiber beträchtlich: Man kann also in diesem Fall durchaus von einer klassischen "Win-Win-Lösung" sprechen.

Barrick Gold schürft größtenteils in den Minen Nord- und Südamerikas. Randgold dagegen in Zentral- bzw. Westafrika (Mali). Die Minen des kleineren Partners sind mit einem Goldgehalt von 3,79 Gramm pro Tonne erheblich profitabler als die von Barrick Gold, das im Schnitt auf nur noch 1,55 Gramm kommt. Da aber die Schürfstätten von Randgold bald ausgezehrt sind, müssen neue erschlossen werden, was wiederum mit erheblichen Investitionen verbunden sein dürfte. Dass der Preisdruck der letzten Jahre in der Branche Spuren hinterlassen hat, zeigt nicht zuletzt die Übernahme von "Klondex Mines" durch "Hecla Mining" im vergangenen März. Durch den Zusammenschluss von Barrick Gold und Randgold entsteht dagegen nun der größte Goldkonzern mit fünf der zehn profitabelsten Minen weltweit.


Mein FAZIT:

Für Investoren ist die Übernahme eine Chance, in "unruhigeren" Zeiten für etwas mehr Ausgleich im eigenen Portfolio zu sorgen. Denn wie der jüngste Anstieg von Gold- bzw. Minenaktien einmal mehr gezeigt hat, besteht dort wenig Korrelation mit dem generellen Aktienmarkt, der zeitgleich arg unter die Räder geriet. Für mich ist deshalb eine Barrick Gold auch nach dem jüngsten fulminanten Kursanstieg noch ein lupenreiner Kauf!
Einen Haken hat die Sache allerdings: Während sich die meisten Aktienunternehmen zumindest den Anschein geben, den heutigen ethischen Grundwerten gerecht zu werden, wirkt der Goldkonzern mehr als nur aus der Zeit gefallen. Der in Südafrika geborene CEO von Randgold und Chef des künftig fusionierten Unternehmens Mark Bristow hat nämlich augenscheinlich keine Probleme damit, sich als Großwildjäger vor erlegten Elefanten, Nilpferden, Löwen und Leoparden ablichten zu lassen. Eine Veröffentlichung solcher "Snapshots" in der britischen Zeitung "Daily Mail" sorgte denn auch für große Empörung. Das Gebaren ist umso unverständlicher, als der gesamte Goldproduktionsbereich ohnehin gegen den Ruf teils zweifelhafter Machenschaften zu kämpfen hat.
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Barrick Gold Aktie
Kurs: 10,65€     -0,5% vs. Vortag
Kursentwicklung 3 Monate (Graue Fläche = DAX)  
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