Analyse zur Aktie Deutsche Bank

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Am 01.01.21
von VolksbankBoy
zu Deutsche Bank

Deutsche Bank auf richtigem Weg

Cristian Sewing, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank seit 2019, hat mit seinem Antritt radikale und komplexe Umbaupläne angekündigt.

Diese wären:

1. Weltweiter Abbau von insgesamt 18.000 Stellen
2. Einstellung des Aktienhandels
3. Verschlackung des Anleihenhandels
4. Verzicht auf individuelle, erfolgsabhängige Vergütungen durch die Angestellten

Bekräftigt wurden diese Aussagen bereits 2019 mit Kündigungen in London, Hong Kong und Sydney. Dort mussten einige Angestellte bis 11 Uhr ihr Büro räumen.

Außer den wirtschaftlichen Argumenten des Umbaus, verringere man auch den organisatorischen Aufwand und die Komplexität der Arbeitsabläufe.

Grund für die strengen Maßnahmen waren die vormals schlechten Zahlen der Bank seit 2015, unter dem damaligen Vorstandsvorsitzenden Garth Ritchie, der das Amt von 2012 bis 2019 innehatte. Seinem unglamourösen Abgang ging längere Kritik voraus. Unter anderem wegen seiner hohen Vergütung in Höhe von 8,6 Mio. Euro und einer millionenschweren Sonderzahlung in Höhe von 3 Mio. Euro (Brexit Zulage). Zudem wurde ihm die Abwirtschaftung des Investmentbanking zur Last gelegt. Zuletzt wurden sogar Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen inkorrekten Steuertransaktionen auch gegen Garth eingeleitet.

Ein tiefer Absturz im Gegensatz zu den Leistungen des vorherigen Vorstandsvorsitzenden Herrn Josef Ackermann. Unter ihm eignete sich die Deutsche Bank zwischen 2006 und 2012 Unternehmen wie Abbey Life (1,44 Mrd.), ABN AMRO (709 Mio.), die Postbank (8 Mrd.) und Sal. Oppenheim (1 Mrd.) an.

Forecast:

Abzuwarten ob sich die Rentabilität und der Aktienkurs aufgrund des neuen Strategieplans des
Herrn Sewing bis 2022 erholen wird. Herr Sewing in einem Interview:

"Wir haben gesagt das 2019 und 2020 Schlüsseljahre der Umstrukturierung sein werden"

Wenn alles gut verläuft und Herr Sewing seinen Bemühungen Früchte tragen lassen kann, könnte es vielleicht wieder Fusionsgespräche mit der Commerzbank, welche es bereits 2019 gab, oder der UBS geben. Erst sollte aber die Aktie des deutschen Institutes die psychologisch wichtige Marke von 10 Euro überschneiden. Es ist zu erwarten das dies aufgrund der Umstrukturierungsmaßnamen spätestens 2021 geschieht.

Quellen:
www.Handelsblatt.com
www.wiwo.de
de.wikipedia.org
www.Zeit.de


Der obige Analyse spiegelt ausschließlich die Meinung des Autors wider. informunity übernimmt dafür keine Haftung.